Dorothea Wierer steht der Startplatzreform recht positiv gegenüber: "Es geht um die Zukunft unseres Sports"

Dorothea Wierer wurde im vergangenen Winter immer wieder von Krankheiten zurückgeworfen - sogar über ein Karriereende der Italienerin wurde gemunkelt. Mit diesen Gerüchten räumte sie auf und ist nach einem Einsatz als Eurosport-Expertin bei den Olympischen Spielen in Paris bereit für die kommende Saison. Auch die Startplatzreform sieht sie weniger negativ als viele Kollegen.

Wierer in neuer Rolle: Biathletin als Eurosport-Reporterin

Quelle: Eurosport

"Die Kritik und die Bedenken mancher Athleten sind richtig, allerdings versuche ich, das große Ganze zu sehen: Es geht hier um die Zukunft unseres Sports", sagte sie im Interview mit "sportnews.bz".
"Für mich ist die Überlegung hinter dieser Regeländerung deshalb nachvollziehbar, auf der Suche nach Sponsoren und Gelder müssen wir auch mal neue Wege gehen. Ich finde, wir sollten das im kommenden Winter einfach mal testen."
Einblicke in die mediale Seite des Sports erhielt Wierer in ihrer Rolle als Eurosport-Expertin bei Olympia in Frankreichs Hauptstadt. "Ich habe in Paris gesehen, wie klein die Winterspiele im Vergleich zu Sommer-Olympia sind. Da trennen uns Welten", sagte sie im Interview.
Ein Vorgriff auf eine mögliche Karriere nach der Karriere? "Ich bin auf den Geschmack gekommen, ganz klar. Ich kann mir gut vorstellen, in Zukunft gelegentlich vor der Kamera zu stehen. Ich muss aber auch ehrlich sagen: Um das regelmäßig zu machen, um ganze Rennen und Wettkämpfe als Kommentatorin zu begleiten, müsste ich das Handwerk erst von Grund auf erlernen. Das ist kein Job, den man mal einfach so antritt."

Karriereende erst nach Olympia 2026

Die zweimalige Gesamtweltcup-Siegerin erlebte aufgrund von Krankheiten und Verletzungen eine schwache Saison 2023/24. Im Weltcup wurde sie nur 40. und verpasste eine Reihe von Wettbewerben.
Sogar ein mögliches Karriereende stand im Raum. Für diese Gerüchte sieht sich die Südtirolerin selbst verantwortlich: "Es war klar, dass dann nach einer schwierigen Saison wie der letzten Gerüchte aufkommen würden. Ich habe aber die absurdesten Theorien gehört. Als meine Entscheidung feststand, wollte ich deshalb schnellstmöglich reinen Tisch machen."
Seit Mai steht also fest: Die Karriere von Wierer soll bis zu den Olympischen Spielen im heimischen Cortina d'Ampezzo weitergehen.
Für die kommende Saison ist die 34-Jährige ambitioniert und will nach den Rückschlägen aus dem Vorjahr wieder vorne angreifen: "Ich will das volle Trainingsprogramm absolvieren und mich dann im Weltcup endlich in Topform präsentieren."
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"Waren es nicht gewöhnt": Wierer blickt auf ersten Weltcup-Sieg zurück

Quelle: Eurosport


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