Neue Startgruppenregelung feiert Weltcup-Premiere in Kontiolahti: Das sind die wichtigsten Infos zur Regeländerung
Update 28/11/2024 um 12:35 GMT+1 Uhr
Die neu eingeführte Startgruppenregel im Biathlon-Weltcup sorgte in den vergangenen Monaten für reichlich Schlagzeilen. Einige Stars, darunter Quentin Fillon Maillet oder Sturla Holm Lägreid, äußerten lautstark ihre Kritik an der Änderung. Doch wie genau sieht die neue Regelung eigentlich aus und wird es auch Ausnahmen geben? Eurosport beantwortet die wichtigsten Fragen zum Saisonstart.
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Quelle: Eurosport
In Kontiolahti (ab 30. November live bei Eurosport und discovery+) feiert die neue Startregelung Premiere. Anders als bisher können sich die Topstars der Szene ihre Startgruppe nicht mehr frei aussuchen.
Die Regel in Sprint und Einzel sah bis letzte Saison wie folgt aus: Pro Nation durften sich zunächst die Top 15 des Gesamtweltcups eine der vier Gruppen aussuchen, wobei maximal drei Athleten pro Nation in einer Startgruppe platziert werden konnten. Die großen Stars wie Johannes Thingnes Bö starteten somit meist in der ersten Gruppe, um optimale Bedingungen auf der frisch präparierten Piste zu haben.
Dies führte aber dazu, dass die Rennen oft nach der Hälfte des Starterfeldes entschieden waren. Um dem entgegenzuwirken, führte der Weltverband IBU die neue Regel ein, welche mit dem Athletenkomitee, dem Technischen Komitee sowie den nationalen Verbänden abgestimmt wurde.
Die wichtigste Änderung: Die Top 15 des Weltcup-Rankings gehen in Sprint und Einzel zwischen den Startnummern 46 bis 75 (Startgruppe drei) ins Rennen und jagen die besten Zeiten erst gegen Ende des Wettkampfs. Bei Verfolgung, Massenstart und den Staffeln bleibt alles beim Alten. Die TV-Zuschauer sollen dadurch die Events länger verfolgen und der Weltcup somit für Sponsoren interessanter werden.
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Jury kann Startregel bei schlechtem Wetter ändern
Den Anfang im Rennen machen ab sofort die besten Athleten aus jedem Land, die nicht zu den Top 30 des Weltcups gehören. Die Kritik einiger Sportler und Sportlerinnen, dass die Wettkämpfe besonders bei wärmeren Wetterbedingungen verzerrt werden könnten, fand bei der IBU Gehör. Denn vorerst wird die neue Regel bis Jahresende an den Weltcupwochenenden in Kontiolahti, Hochfilzen und Annecy-Le Grand Bornand getestet. Danach sollen die Erfahrungen und Ergebnisse ausgewertet werden.
Zudem kann das neue System bei zu erwartenden schwierigen Streckenbedingungen (z.B. durch Regen oder höhere Temperaturen) ausgesetzt werden. Die Wettkampfjury kann bis maximal drei Stunden vor Rennstart die Reihenfolge der Startnummernvergabe ändern. Die Nummern eins bis 15 im Ranking würden dann wieder ab Startnummer 1 gesetzt.
Erstmals zum Einsatz kommt die neue Regel am 3. Dezember in Kontiolahti beim Einzel der Männer. Danach wird abzuschätzen sein, inwiefern die Pläne der IBU aufgehen und die Rennen spannender werden. Zum Auftakt im hohen Norden dürfte zumindest das Wetter keine Probleme machen ...
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