Biathlon - DSV-Talent Julia Tannheimer spricht über Umbruch im deutschen Team: "Weltspitze ein Stück entfernt"

Julia Tannheimer ist seit der Saison 2024/25 ein fester Bestandteil des deutschen Weltcupteams. Nach dem Karriereende von Leaderin Franziska Preuß fehlt aber (noch) die nächste Siegläuferin in der Mannschaft. Das weiß auch die 20-Jährige. "Die absolute Weltspitze ist derzeit ein Stück entfernt, keine Frage. Ich sehe aber auch, welches Potenzial im Team steckt", sagte Tannheimer gegenüber "sport1".

Blitzsauberes Stehendschießen: Tannheimer bringt DSV-Staffel in Front

Quelle: Eurosport

Die fünfmalige Junioren-Weltmeisterin machte deshalb Hoffnung. "Viele von uns kommen gerade erst aus dem Juniorenbereich oder sind nur knapp darüber hinaus. Das heißt: Die Entwicklung ist noch längst nicht abgeschlossen", so Tannheimer.
Mit Selina Grotian, Marlene Fichtner, Johanna Puff, Julia Kink und einigen anderen stehe "eine Generation bereit, die mithalten kann und noch stabiler werden wird". Der Abschied von Preuß wird aber wohl eine Umstellung. Die 31-Jährige sei für die jüngeren Talente immer da gewesen.
"Sie hat ihre Erfahrungen mit uns geteilt, ist mit uns joggen gegangen, hat uns mitgenommen und gezeigt, wie vieles funktioniert - auf und neben der Strecke. Von einer so erfolgreichen Athletin lernen zu dürfen, ist etwas Besonderes." Mit Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz gebe es aber noch zwei erfahrenere Sportlerinnen.
Mit Blick in die Zukunft sei ein Umbruch im Team "in drei, vier Jahren" allerdings absehbar. "Auch sie befinden sich in einer Phase ihrer Karriere, in der man über neue Wege nachdenkt."

Tannheimer über Olympia: "Hatte ich mir anders vorgestellt"

Ihre ersten Olympischen Spiele in Mailand und Cortina, die ohne deutsche Einzelmedaille endeten, bleiben der jungen Biathletin nicht nur positiv in Erinnerung. "Sportlich war es ein intensives Erlebnis. Gleichzeitig lief es für uns Biathletinnen völlig anders ab, als ich mir Olympia immer ausgemalt hatte. Wir waren komplett unter uns und hatten in Antholz keinerlei Berührungspunkte mit anderen Sportarten."
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Julia Tannheimer nach dem Sprint der Frauen.

Fotocredit: Getty Images

Es habe für sie keine Eröffnungs- oder Abschlussfeier gegeben. "Das hatte ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt und fand ich persönlich auch schade."

Tannheimer in Staffel knapp an Olympia-Medaille vorbei

Bei ihren ersten Olympia-Auftritten lief Tannheimer im Sprint auf Rang 20 und in der Verfolgung auf Position 34. Mit der Staffel verpasste das Talent auf Platz vier zudem knapp eine Medaille.
Im Weltcup geht es nach einer kurzen Pause ebenfalls schon weiter. Am heutigen Donnerstag steht für Tannheimer in Kontiolahti das Einzel auf dem Programm (17:05 Uhr live bei Eurosport und HBO Max).
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Bronze-Coup bei der Heim-WM: Juniorin Wüstling dreht auf

Quelle: Eurosport

 
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