Die Norwegerin hätte allerdings noch nicht final entschieden, ob sie zukünftig an den Trainingslagern des DSV-Teams teilnehmen wird. Ausschließe wollte die 31-Jährige dies jedoch nicht. "Ich hatte bereits ein paar Einheiten mit dem DSV-Team. Die deutschen Damen sind wirklich sehr nett", sagte sie.
Sverre Olsbu Röiseland, der Ehemann der amtierenden Gesamtweltcupsiegerin, trat erst vor Kurzem die Nachfolge von Florian Steirer als Disziplintrainer im deutschen Frauenteam an.
Der 31-Jährige öffnete zumindest schon einmal vorsichtig die Tür für die dreimalige Olympiasiegerin von Peking. "Wenn sie will, darf sie mit uns trainieren. Sie ist herzlich willkommen", verkündete der DSV-Coach, der jedoch ergänzte, dass seine Frau "natürlich mit der norwegischen Mannschaft trainieren soll, wenn sie die Möglichkeit dazu hat."
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Allerdings hätte Marte Olsbu Röiseland gegenwärtig Schmerzen in der Hüfte, weshalb sie nicht an allen Phasen der Vorbereitung teilnehmen könne. "Möglicherweise gibt ihr eine Reise in ein anderes Land neue Motivation, obwohl sie natürlich selbst weiß, was das Beste für sie ist. Egal, ob das nun in Ruhpolding, Lillehammer oder Sirdal ist", so Sverre Olsbu Röiseland weiter.

Sverre und Mare Olsbu Röiseland

Fotocredit: Imago

Rösch bringt Wechsel von Olsbu Röiseland ins DSV-Trainingslager ins Spiel

Eben jenes Szenario, dass sich die Weltcup-Dominatorin schon bald dem DSV-Team zu Trainingszwecken anschließen könnte, hatte Eurosport-Experte Michael Röscherst kürzlich ins Spiel gebracht.
"Aufgrund der Tatsache, dass Marte Olsbu Röiseland in Norwegen sehr viel alleine und nicht mit dem Team trainiert, könnte nun mit ihrem Ehemann als Trainer in Deutschland die Konstellation entstehen, dass sie vielleicht ab und an bei den deutschen Damen mittrainiert. Ich könnte mir vorstellen, dass das eine sehr gute Konstellation und ein riesiger Mehreffekt wäre, wenn die aktuell beste Biathletin der Welt bei den Trainingslagern des deutschen Teams mit aufschlägt", prognostizierte Rösch.
Nach Ansicht des Staffel-Olympiasiegers von 2006 würden nicht nur der DSV, sondern auch Marte Olsbu Röiseland selbst von einem Wechsel in das Trainingslager der deutschen Damen profitieren.
"Marte Olsbu Röiseland wäre beispielsweise so mit ihrem Mann zusammen und könnte mit dem deutschen Team, wo alles perfekt organisiert ist, mittrainieren. Selbstverständlich sind die Sportler/innen im Weltcup Konkurrenten/innen, aber alle Athleten möchten auch besser werden und das gelingt nur, wenn man sich mit den Besten misst. Ich glaube deshalb, dass die Konstellation Denise Herrmann und Marte Olsbu Röiseland als Trainingspartnerinnen gut funktionieren würde", betonte der 39-Jährige.
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