Olympia 2022: Ingrid Landmark Tandrevold darf nach Zusammenbruch keine Biathlon-Rennen mehr bestreiten

Für Ingrid Landmark Tandrevold sind die Olympischen Spiele in Peking nach ihrem Zusammenbruch beim Verfolgungsrennen am Sonntag vorzeitig beendet. Diese Entscheidung teilten die 25-Jährige und der norwegische Teamarzt Lars Kolsrud auf einer Pressekonferenz mit. "Da ich zuvor Herzprobleme hatte, hat das Ärzteteam beschlossen, dass ich nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen darf", erklärte Tandrevold.

"Eine olympische Tragödie!" Tandrevold bricht im Ziel zusammen

Quelle: Eurosport

Weiter ergänzte die Biathletin, die mit den Tränen kämpfen musste: "Natürlich tut es weh. Mein Herz ist gebrochen und das nicht aus medizinischen Gründen. Ich hatte den besten Tag bei der Arbeit, bis es der schlimmste wurde." Aber: "Meine Gesundheit ist mir wichtiger."
Die junge Norwegerin kehrt für weitere Untersuchungen nach Norwegen zurück, wie Mannschaftsarzt Lars Kolsrud berichtete.
Dort sollen Fachärzte Herz und Lunge von Tandrevold genau unter die Lupe nehmen.
Denn ähnliche gesundheitliche Probleme mit dem Herzen hatte die Biathletin bereits im vergangenen Jahr in Oberhof erlebt. Kolsrud meinte daher: "Wenn es zwei Mal passiert, wollen wir kein Risiko eingehen. Ingrid ist uns viel zu wichtig und wir wollen sie in Norwegen gründlich untersuchen."

Tiril Eckhoff fühlt mit Teamkollegin Tandrevold

Daher habe er diese schwierige Entscheidung treffen müssen. "Ich wusste, dass es schlechte Nachrichten für Ingrid sind, aber manchmal muss man eine Entscheidung für den Athleten treffen, um den Athleten zu schützen", erklärte der Mediziner weiter. Auch Tandrevold konnte den Entschluss des Ärzteteams verstehen.
"Wir müssen vorsichtig sein. Ich bin erst 25, deswegen hoffe ich, dass ich noch viele Jahre in diesem Sport haben werde", sagte die Norwegerin, die in der Verfolgung klar auf Medaillen-Kurs lag, ehe sie auf den letzten Kilometern komplett einbrach. "Ich weiß selbst nicht genau, was passiert ist. Ich habe gespürt, dass ich das Ziel schwer erreichen konnte. Ich konnte meine Beine kaum nach vorne bewegen. Man ist verzweifelt, wenn man 200 Meter vor dem Ziel ist", erzählte Tandrevold.
Auf Teamkollegin Tiril Eckhoff, die am Ende hinter Marte Olsbu Röiseland (ebenfalls Norwegen) und Elvira Öberg (Schweden) Bronze holte, verlor die junge Sportlerin auf den letzten zwei Kilometern 1:32 Minuten. Für Tandrevold wurde es am Ende der 14. Platz. Mit letzter Kraft schleppte sich die 25-Jährige über die Ziellinie, brach direkt dahinter zusammen und lag bange Momente regungslos im eiskalten Schnee von Zhangjiakou.
Auch ihre Teamkolleginnen hatten Mitleid. Eckhoff meinte: "Es macht überhaupt keinen Spaß. Es tut weh, weil du verstehst, dass es etwas gibt, worüber wir keine Kontrolle haben. Gesundheit ist das Allerwichtigste." Anstelle von Tandrevold startet in der Frauen-Staffel nun Karoline Knotten neben Eckhoff, Röiseland und Ida Lien.

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(mit SID)
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Nächster Schock! Was hinter den Zusammenbrüchen der Olympia-Stars steckt

Quelle: Eurosport

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