Olympia 2026 - Biathlon: Frankreich-Coach erklärt Nominierung von Justine Braisaz-Bouchet - Trumpf im Massenstart?

Für Justine Braisaz-Bouchet nimmt Olympia 2026 doch noch ein versöhnliches Ende. Etwas überraschend wurde die 29-Jährige für den Massenstart der Damen in Antholz nominiert, Camille Bened bleibt dafür nur die Zuschauerrolle. "Wie schon von Anfang an standen wir auch hier vor einer schwierigen Entscheidung", erklärte der französische Nationaltrainer Cyril Burdet und sieht eine goldene Chance.

Preuß im packenden Duell gegen Braisaz-Bouchet: Entscheidung im Sprint

Quelle: Eurosport

"Die Frage ist nicht, wer es verdient hat", nahm er möglichen Kritikern der Entscheidung im Interview mit "RMC Sport" den Wind aus den Segeln. "Alle Mädchen hätten es verdient. Leider haben wir nur vier Quotenplätze."
Für Braisaz-Bouchet waren die Winterspiele bislang alles andere als nach Plan verlaufen.
Zum Auftakt wurde ihr in der Mixed-Staffel ausgerechnet ihre Intimfeindin Julia Simon vorgezogen, die sich gemeinsam mit Éric Perrot, Quentin Fillon Maillet und Lou Jeanmonnot zur Olympiasiegerin krönte. In Einzel (80.) und Sprint (62.) erlebte Braisaz-Bouchet schließlich sportliche Tiefpunkte.
Die Ergebnisse führten dazu, dass sie auch im Staffelwettbewerb der Damen, in dem sie 2024 und 2025 Weltmeisterin wurde, außen vor gelassen wurde. An Ihrer statt wurde Camille Bened, immerhin Sechstplatzierte im Einzel, in das Quartett berufen - und freute sich ebenso über einen Olympiasieg.

Olympia-Massenstart: Braisaz-Bouchet im Vorteil?

"Genauso wie es schwierig war, Justine nur als Ersatzläuferin für die Staffel mitzunehmen, war es auch sehr knifflig, Camille nicht für den Massenstart zu berücksichtigen", führte Burdet weiter aus.
Für Braisaz-Bouchet sei dies nun "eine großartige Gelegenheit, ihre Winterspiele mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen", so der Coach. Und damit bezieht er sich beileibe nicht nur auf eine Teilnehmerurkunde.
Immerhin krönte sich die 29-Jährige in dieser Disziplin vor zwei Jahren zur Weltmeisterin, drei ihrer elf Weltcupsiege sowie die kleine Kristallkugel eroberte sie im Massenstart.
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Justine Braisaz-Bouchet darf im Massenstart bei den Olympischen Winterspielen starten

Fotocredit: Getty Images

Und nicht zuletzt geht Braisaz-Bouchet als Olympiasiegerin von 2022in dieser Disziplin an den Start. Vor vier Jahren gelang ihr bei den Winterspielen in Peking der Gold-Coup über die 12,5 Kilometer. Kurios: Auch damals gingen Einzel (40.) und Sprint (48.) in die Hose, ehe sie in die Geschichtsbücher stürmte.
Burdet liefert neben dem beispiellosen Palmarès seines Schützlings ein weiteres Argument: "Wir haben mit ihr eine Läuferin, die diese Woche weniger Rennen absolviert hat als die anderen. Hoffentlich macht das den Unterschied aus."
Die Neuntplatzierte im Gesamtweltcup ging im Training jedenfalls mit einer ordentlichen Portion an die Arbeit. "Auf der Strecke hat sie sich die letzten zwei Tage gut vorbereitet", so Burdet. "Ich habe sie mit viel Energie und Ehrgeiz gesehen."
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Quelle: Eurosport


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