Olympia 2026 - Biathlon: Julia Simon mit deutlicher Ansage an ihre Kritiker: "Möchte, dass man mich in Ruhe lässt"
Update 12/02/2026 um 08:25 GMT+1 Uhr
Julia Simon erlebt bei den Winterspielen nicht nur sportlich eine Art Heldenreise. Die Französin gewann nach dem Erfolg in der Mixed-Staffel im Einzel der Damen ihr zweites Gold im zweiten Olympia-Rennen. Nach ihrer Verurteilung im Skandal um gestohlene Kreditkarten ist die 29-Jährige am Ziel ihrer "Kindheitsträume". Im Eurosport-Interview machte sie nun eine klare Ansage an ihre Kritiker.
Highlights: Voigt verpasst Bronze knapp - Preuß vergibt Goldchance
Quelle: Eurosport
"Ich bin stolz. Ich habe das Gefühl, dass sich der Kreis schließt, es ist unglaublich", sagte die überglückliche Simon am Eurosport-Mikrofon nach dem Gold-Triumph im Einzel.
Zuvor hatte sie mit nur einem Schießfehler und 53,1 Sekunden Vorsprung vor ihrer Landsfrau Lou Jeanmonnot überlegen gesiegt.
Der Grund für ihren Erfolg sei ihre enorme Gelassenheit, verriet die 29-Jährige weiter: "Ich bin seit Beginn dieser Spiele nicht gestresst, es ist unglaublich. Ich habe einfach Spaß und genieße es hier zu sein."
Umso bemerkenswerter ist der Erfolg, als dass Simon vor allem zu Beginn der Saison schwer zu kämpfen hatte. Im Herbst war sie in der Kreditkartenaffäre verurteilt worden - sie hatte unerlaubterweise die Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Brasaiz-Bouchet entwendet und damit Einkäufe getätigt.
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Preuß vergibt Medaille im letzten Schießen - Simon holt Gold
Quelle: Eurosport
Simon mit vielsagender Geste im Ziel
Anschließend musste die Frau aus Albertville in der Region Auvergne-Rhône-Alpes beim Weltcup-Auftakt in Östersund gesperrt zusehen, individuell trainieren und sah sich zahlreichen Anfeindungen in der Öffentlichkeit ausgesetzt.
Ihren Kritikern setzte Simon nun ein deutliches Zeichen entgegen. Schon kurz nach ihrem Zieleinlauf legte sie vielsagend den Zeigefinger über den Mund - getreu dem Motto: "Nun seid leise!" Ihre Geste im Ziel richtete sich gegen einen Reporter der französischen Sportzeitung "L'Équipe".
Die Biathletin habe am Dienstagabend "einen schlechten Artikel gesehen, und ich finde, diese Person muss mir Respekt entgegenbringen, weil ich ihn respektiere". Es sei "wirklich schlimm" gewesen.
Im Eurosport-Interview legte sie noch einen drauf: "Jetzt möchte ich ehrlich gesagt, dass man mich in Ruhe lässt. Ich habe gestern Abend wieder Dinge gelesen, die mir nicht gefallen. Ich glaube, ich habe bewiesen, dass ich heute und auch schon vorher meinen Platz im Team verdient habe."
- Ergebnisse und Termine: Der Zeitplan im Biathlon bei Olympia 2026
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Simon nach Gold im Einzel: "Möchte, dass man mich in Ruhe lässt"
Quelle: Eurosport
Simon: "Möchte, dass man mich in Ruhe lässt"
"Ich glaube, ich muss niemandem mehr etwas beweisen, und jetzt möchte ich mich einfach nur auf Biathlon konzentrieren", fügte sie hinzu: "Das Kapitel innerhalb des Teams ist abgeschlossen, wir haben miteinander gesprochen, wir sind hier, um Medaillen zu gewinnen, um Biathlon zu betreiben, und ich denke, das haben wir wieder gezeigt."
Dann schloss Simon mit einer deutlichen Ansage: "Also bitte, ob Medien oder andere Menschen, hört damit auf, das wäre wirklich für alle sehr angenehm."
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(mit SID)
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