Olympia - Biathlon: Franziska Preuß vund Vanessa Voigt mit Medaillenchance in Verfolgung - "nach vorne alles drin"
VonCorinna Horn
Update 14/02/2026 um 23:30 GMT+1 Uhr
Franziska Preuß hat die ersehnte Einzelmedaille bei Olympia ein weiteres Mal knapp verpasst. Im Sprint über 7,5 Kilometer in Antholz belegte die Deutsche nach einem Schießfehler Rang sieben - eine durchaus vielversprechende Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag. Olympiasieger Michael Rösch sieht nicht nur für Preuß, sondern auch für Vanessa Voigt das Podium noch absolut in Reichweite.
Highlights: Preuß schuppert - Norwegerin jubelt
Quelle: Eurosport
"Man muss einfach dran glauben", brachte es Eurosport-Experte Rösch nach dem Sprint auf den Punkt. "Ich habe vor dem Start kurz mit Simon Schempp, dem Lebenspartner von Preuß, zu Mittag gegessen, und er hat dasselbe gesagt: Für Franzi ging es heute nicht in erster Linie um eine Medaille, sondern um eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung. Das hat sie erreicht."
Mit einem Rückstand von einer Minute auf Tagessiegerin Maren Kirkeeide geht Franziska Preuß am Sonntag als Siebte in die Verfolgung. Auf den Bronzeplatz, den Lou Jeanmonnot belegt, fehlen ihr 36 Sekunden.
Der eine Fehler sei "ein bisschen ärgerlich" gewesen, meinte Rösch. Ohne die Strafrunde wären es rund 40 Sekunden Rückstand auf Kirkeeide gewesen - "aber man muss einfach dran glauben."
Auch Preuß selbst zeigte sich im Interview zwar entäuscht, aber auch kämpferisch und will am Sonntag den Druck einfach ausblenden:
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Preuß blickt auf Verfolgung: "Medaillenthema komplett ausblenden"
Quelle: Eurosport
Biathlon bei Olympia: Preuß und Voigt in Lauerstellung
Vanessa Voigt verpasste trotz zwei fehlerfreier Einlagen die Top 10 und landete auf Platz 12.
Die Thüringerin glänzt in Antholz bisher mit einer perfekten Bilanz am Schießstand: 40 Schuss, 40 Treffer – bisher fehlerfrei in allen Rennen.
"Am Schießstand ist sie unfassbar stark", sagte Rösch. Entscheidend sei für Voigt gewesen, sauber durch die Schießeinlagen zu kommen - das habe sie erneut bestätigt. Der Sprint sei jedoch nicht ihr stärkstes Format in dieser Saison.
Für die Verfolgung sieht Rösch dennoch Chancen: "Sie kann angreifen." Mit Rückständen von 1:00 Minute für Preuß und 1:14 Minuten für Voigt sei "nach vorne alles drin" - mit solchen Abständen seien schon viele noch aufs Podium gelaufen.
Französinnen in einer eigenen Liga
Die Französinnen feiern in Antholz bislang wahre olympische Festspiele. Gold mit der Mixed-Staffel, Gold für Julia Simon im Einzel, dazu Silber für Lou Jeanmonnot in derselben Disziplin. Im Sprint holte Océane Michelon Silber, Jeanmonnot sicherte sich zudem Bronze. Frankreich prägt die Biathlon-Wettbewerbe bei den Frauen bislang wie kein anderes Team.
Trotz des Wirbels um Simon, die nach der Kreditkarten-Affäre in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen gesorgt hatte, präsentiert sich das französische Team sportlich geschlossen und in Topform. "Da geht es rein ums Sportliche. Die Französinnen versuchen das sportlich zu lösen", sagte Rösch.
Den Erwartungen hinterher laufen dagegen bislang die Italiener. Lisa Vittozzi bei den Frauen und Tommaso Giacomel bei den Männern blieben bislang ohne die erhoffte Medaille.
"Lisa hat ein gutes Rennen gemacht, Tommaso Giacomel ist gerade etwas verkrampft. Das sieht man auch in der Mixed Zone mit vielen Tränen. Der will einfach zu viel. Da fehlt ein bisschen die Lockerheit", analysierte Rösch.
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Oceane Michelon und Lou Jeanmonnot
Fotocredit: Getty Images
Medaillen-Chance in Verfolgung lebt
Am Sonntag geht es mit den Jagdrennen weiter: Die Herren starten um 11:15 Uhr in die Verfolgung, die Damen folgen um 14:45 Uhr.
Zwar sind die Abstände sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen deutlich, doch abgeschrieben ist niemand. "Auch mit mehr als einer Minute Rückstand kann noch eine Medaille drin sein", glaubt Rösch.
Ein Blick auf 2022 liefert das passende Beispiel: In der Verfolgung lief Eduard Latypov (ROC) noch zu Bronze. Nach dem Sprint hatte er als Elfter 1:14 Minuten Rückstand auf Olympiasieger Johannes Thingnes Bö, der Bronzerang war damals 36 Sekunden entfernt. Genau dieser Abstand trennt auch Franziska Preuß aktuell vom Podium.
Die Ausgangslage ist schwierig – aber längst nicht aussichtslos.
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Wahnsinn! Jacquelin mit Schnellfeuereinlage am Schießstand
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