Olympia 2026: Joshua Kimmich als Überraschungsgast in Antholz - kurioses "Biathlon-Battle" mit Johannes Thingnes Bö
VonLukas Fegers
Update 15/02/2026 um 17:24 GMT+1 Uhr
Beim Überraschungssieg des Schweden Martin Ponsiluoma gab es an der Biathlon-Strecke in Antholz auch einen unerwarteten Gast: FC-Bayern-Profi Joshua Kimmich schaute die Männer-Verfolgung der Olympischen Winterspiele 2026 live vor Ort. Doch nicht nur am Wettkampfrand, sondern auch hinter den Kulissen verblüffte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft - mit einem besonderen Privatduell.
Bayern-Star Kimmich von Biathlon begeistert: "Sehr besonders"
Quelle: Eurosport
Beim 3:0-Auswärtssieg der Münchner in Bremen hatte Kimmich am Samstagnachmittag noch über die gesamte Spielzeit auf dem Rasen gestanden. Keine 24 Stunden später verfolgte der 31-Jährige dann mit Ehefrau Lina als Zuschauer den Kampf um olympische Medaillen.
Mit schwarzer Jacke und schwarzer Mütze war der Bayern-Profi zwar unauffällig gekleidet. Doch vor den Kameras konnte er sich nicht verstecken. Im Interview mit Eurosport-Reporter Fabian Hambüchen schilderte Kimmich seine Eindrücke.
"Es ist wirklich mein erstes Mal beim Biathlon – und dann direkt bei den Olympischen Spielen, das ist schon was sehr besonderes", meinte der DFB-Star. "Die Stimmung ist hier extrem positiv, bei uns im Stadion ist es aggressiver. Alle Nationen freuen sich für- und miteinander. Eine sehr positive Grundstimmung."
In Antholz konnte Kimmich auch das nachträgliche Gold für die deutsche Männer-Staffel miterleben. Dass Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp erst mit zwölf Jahren Verspätung den Sieg feiern konnten, sei "extrem schade". "Man konnte trotzdem spüren und fühlen, dass es für sie ein besonderer Moment war."
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Zwölf Jahre Verspätung: Deutsche Staffel bekommt Gold von 2014
Quelle: Eurosport
Kimmich kein Glücksbringer für deutsche Athleten
Während das Bundesliga-Ergebnis seines Teams für keine Verblüffung sorgte, tat es der Ausgang der Männer-Verfolgung im Biathlon dafür umso mehr.
Dort nämlich lief Ponsiluoma mit einer beeindruckenden Aufholjagd und nur einem Fehler von Rang sieben zu Gold. Es war sein erster Sieg seit drei Jahren - und seine zweite olympische Einzel-Medaille nach Silber im Massenstart vor vier Jahren in Peking.
Den deutschen Startern hatte Kimmich indes kein Glück gebracht, mit Rang elf war Philipp Horn noch am erfolgreichsten.
Auch bei den Frauen war es nicht anders: Unter den Augen des Überraschungsgastes lief Franziska Preuß als beste Deutsche auf Rang sechs, ihre Medaillenhoffnungen zerplatzten einmal mehr mit einem fehlerhaften letzten Schießen.
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Emotionales Gold für Vittozzi - Preuß erlebt neue Enttäuschung
Quelle: Eurosport
Kimmich im "Biathlon-Battle" mit Bö
Wie anspruchsvoll insbesondere das Stehendschießen ist, davon konnte sich Kimmich in Antholz selbst ein Bild machen. An der Seite des norwegischen Ex-Dominators Johannes Thingnes Bö griff der Fußballer nämlich hinter den Kulissen zum Gewehr.
"Ich gebe dir einen Vorsprung", frotzelte der fünfmalige Olympiasieger. Doch dies wollte der ehrgeizige Fußballer bei seinem Ausflug nach Antholz auf keinen Fall annehmen. Und tatsächlich staunte der im Vorjahr zurückgetretene Biathlet nicht schlecht.
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Joshua Kimmich (l.) im "Biathlon-Battle" mit Johannes Thingnes Bö.
Fotocredit: Instagram
Denn Kimmich verfehlte genau wie er selbst lediglich eine Scheibe, schoss dabei nur unwesentlich langsamer. Der Mittelfeldspieler habe offenbar auch im Biathlon "das Zeug zum Erfolg", schrieb der Weltverband IBU zu dem Instagram-Video.
Anders als in normalen Wettkämpfen waren die Mini-Scheiben für das Show-Duell allerdings keine 50 sondern nur wenige Meter entfernt.
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