"Perfekter Wettkampf": Herrmann dominiert Einzelrennen

20 Treffer ins große Glück! Mit der besten Schießleistung ihrer Karriere ist Biathletin Denise Herrmann zum fünften Weltcup-Sieg gestürmt. Im schwierigen Einzel von Pokljuka erlaubte sich die Verfolgungsweltmeisterin keinen einzigen Fehlschuss, war über 15 km wie so oft pfeilschnell - und ließ sich nach dem famosen Auftritt gebührend feiern.
"Es war ein perfekter Tag für mich", sagte Herrmann mit einem Lächeln:
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Ich bin so glücklich, dass ich meinen Fokus beim Schießen viermal halten konnte.
Herrmann war bei einem Rennen mit vier Schießeinlagen zuvor noch nie ohne Fahrkarte geblieben. Auch deshalb waren zwei 18. Ränge zuvor ihre besten Resultate im Klassiker gewesen, in dem jeder Fehler am Schießstand direkt mit einer Strafminute geahndet wird.
Herrmann untermauerte damit ihre Ausnahmestellung im deutschen Team. Schon zuvor hatte sie mit ihrem zweiten Rang im Sprint in Oberhof die einzige Podestplatzierung in diesem Winter verbucht, von insgesamt nun 13 Top-Ten-Platzierungen der deutschen Skijägerinnen gelangen allein der ehemaligen Langläuferin acht. Damit zählt sie auch für die WM in Antholz (13. bis 23. Februar) zu den heißen Medaillenanwärterinnen.
Auch Franziska Preuß glänzte mit einer fehlerfreien Schießleistung, war allerdings nicht ganz so schnell wie Herrmann unterwegs. Die 25-Jährige zeigte mit dem fünften Rang aber weiter ansteigende Form.
Vanessa Hinz leistete sich zwei Schießfehler (+3:25,1) und landete auf Platz 15, Karolin Horchler (1/3:48,2) wurde 20., Janina Hettich (3/4:48,8) klassierte sich auf Rang 26.

WM-Tickets bisher nur für Top-Trio

Einziger Wermutstropfen an diesem Tag: Weniger als drei Wochen vor den Titelkämpfen zeichnet sich mehr und mehr eine "Zwei-Klassen-Gesellschaft" mit Herrmann an der Spitze ab. Denn nur Herrmann, Preuß und Vanessa Hinz haben die WM-Norm erfüllt - das würde derzeit nicht einmal für eine Staffel genügen. Ein mittelschweres Fiasko im Jahr eins nach dem Rücktritt der herausragenden Laura Dahlmeier.
Damit steht auch fest, dass die Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes (DSV) um Bundestrainer Mark Kirchner notgedrungen weitere Athletinnen ohne die erfüllten Forderungen nominieren müssen, vermutlich werden es zwei oder gar drei sein. Zum einen, um überhaupt ein Staffelquartett aufbieten zu können. Und zum anderen, um die fünf Startplätze auszuschöpfen, die dem DSV im Sprint aufgrund Herrmanns Titel zur Verfügung stehen.
Am Samstag stehen die Single-Mixed-Staffel sowie Mixed-Staffel auf dem Programm. Die letzten Rennen vor der WM werden am Sonntag die Massenstarts sein, für Erik Lesser geht es noch um die WM-Norm.
(SID)
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