Lewis Hamilton war ratlos, er haderte, ließ seinen Mercedes immer wieder umbauen. Für die Pole Position beim Großen Preis von Frankreich reichte es am Ende zwar nicht, doch der zuletzt strauchelnde Formel-1-Rekordweltmeister betrieb eindrucksvoll Schadensbegrenzung: Nur sein WM-Rivale Max Verstappen startet vor ihm ins siebte Saisonrennen. Sebastian Vettel fand sich nach kurzem Höhenflug im Mittelfeld wieder.
"Es war ein sehr hartes Wochenende bisher, vor allem mental", sagte Hamilton, der in den letzten beiden Rennen nur sieben Punkte holte: "Es war schwer, das Auto richtig hinzubekommen. Wir haben es sehr oft umgebaut. Ich bin froh, dass es jetzt so gut hingehauen hat." Verstappen sei "unglaublich schnell", ergänzte der 36-Jährige: "Es wird ein hartes Rennen. Aber unser Auto ist jetzt anders, ich habe große Hoffnungen. Vom zweiten Startplatz hat man immer eine Chance."
Das verhindern will Verstappen, der in der Fahrerwertung vier Punkte vor Hamilton liegt. "Es ist bisher ein sehr positives Wochenende auf einer Strecke, die für uns nicht die einfachste ist", sagte der niederländische Red-Bull-Star nach seiner fünften Formel-1-Pole und der zweiten der Saison: "Wir müssen es morgen zu Ende bringen und die 25 Punkte holen."
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Hinter Hamilton startet sein Teamkollege Valtteri Bottas, der Finne war in allen drei Trainingseinheiten noch deutlich schneller. Als es darauf ankam, war Platzhirsch Hamilton aber da und stellte den Kontakt zu Verstappen her. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei "Sky": "Wir haben Lewis' Auto total umgebaut, sodass er sich dann besser gefühlt hat. Eine gute Maßnahme, vielleicht zu spät. Aber aufgeben tut man nur einen Brief."

Lewis Hamilton (Mercedes) in Le Castellet

Fotocredit: Getty Images

Le Castellet GP: Mick Schumacher trotz Crash erstmals in Q2

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel, vor zwei Wochen in Baku noch starker Zweiter, geht im Aston Martin nur von Startplatz zwölf ins Rennen auf dem Circuit Paul Ricard (am Sonntag ab 15.00 Uhr im Liveticker). "Wir tun uns ein bisschen schwerer hier. Das Auto ist eher fürs Rennen abgestimmt. Ich glaube, wir können uns noch ein bisschen steigern", erklärte der Heppenheimer.
Formel-1-Neuling Mick Schumacher erreichte Rang 15, besser war der Sohn von Michael Schumacher nie in einem Qualifying in der Königsklasse. Allerdings beschädigte der 22-Jährige seinen Haas bei einem Dreher, wodurch der erste Qualifying-Abschnitt auch für alle anderen beendet war - und niemand mehr Schumacher aus den Top 15 verdrängen konnte.
Womöglich verliert der Rookie seinen Startplatz allerdings noch: Ein Getriebewechsel würde fünf Plätze Strafe und damit eine Rückversetzung ans Ende des Feldes bedeuten.
"Man kriegt einen Kuchen, aber man darf ihn nicht essen", sagte Schumacher am "Sky"-Mikrofon: "Es war das erste Q2 für mich, das erste für das Team nach langer Zeit. Schade, dass wir es nicht fahren konnten. Unsere Pace war nicht allzu schlecht. Das macht Hoffnung auf ein gutes Rennen. Drücken wir mal die Daumen, dass das Getriebe heil ist."
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