"Er (Hamilton; Anm. d. Red.) hat eine kämpferische Natur, aber er nimmt das Verlieren für meinen Geschmack ein bisschen zu leicht", fügte Ecclestone hinzu, der Hamilton und Mercedes-Teamchef Wolff zugleich eine Lösung für das vermeintliche Dilemma anbot.
"Lewis könnte seinen Sitz an Toto verkaufen: 'So viel bekomme ich, ich werde zurücktreten und gib mir die Hälfte von dem, was ich bekommen würde.' Toto kann dann einen seiner magischen Deals abschließen und jemandem weniger Geld anbieten und 20 Millionen Pfund behalten", erklärte Ecclestone.
Mit einem geschätzten Jahressalär von 40 Millionen Pfund ist Hamilton für Mercedes nicht gerade billig.
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Da Wolff zudem Anteilseigner am Mercedes-Team ist und somit finanziell selbst an Kosteneinsparungen profitieren würde, sei dieses Szenario laut Ecclestone nur logisch: "Niemand muss Toto das sagen, denn er hat selbst schon daran gedacht."

Ecclestone lobt Russell - volle Breitseite gegen Hamilton

Dass der siebenmalige Weltmeister in dieser Saison bisher das Nachsehen gegen seinen Teamkollegen George Russell hat, liege laut dem Ex-Formel-1-Boss jedoch nicht nur an der großartigen Performance des neuen Mercedes-Piloten.
"Ich hätte nicht gedacht, dass er so gut ist, aber er hat einen hervorragenden Job gemacht. Ich bin überrascht. Oder ist es so, dass Lewis einen schlechten Job macht? Ein bisschen von beidem", so Ecclestone weiter.
"Ich glaube auch nicht, dass er George aktiv hilft. Ich glaube nicht, dass er irgendetwas tut und ich glaube nicht, dass er sich zu sehr kümmert. Er ist nicht bereit, sich so anzustrengen, um zu gewinnen, wie er es zuvor immer getan hat", kritisierte der 91-Jährige weiter.

Lewis Hamilton (Mercedes) muss in Baku gestützt werden

Fotocredit: Imago

Ecclestone sicher: Hamiltons Rückenprobleme nur Schauspielerei

Auch die Tatsache, dass Hamilton mehr unter dem "Bouncing" des W13 leide, wollte Ecclestone so nicht stehen lassen: "Das ist alles absoluter Schwachsinn! George ist größer und wenn es (die Rückenschmerzen; Anm. d. Red.) irgendjemandem passiert wäre, dann ja wohl ihm."
Über die Situation in Aserbaidschan, als Hamilton vor Schmerzen kaum aus dem Auto kam, sagte der 91-Jährige: "Es hatte ein bisschen was von Nigel Mansell. Nigel stieg aus dem Auto aus und rieb sich das linke Bein, als hätte er es gebrochen. Im nächsten Moment war es dann sein rechtes Bein."
Doch nicht nur mit dem sportlichen Auftreten von Hamilton zeigte sich Ecclestone überhaupt nicht einverstanden: "Ich weiß nicht, was er immer in diesen komischen Klamotten zu suchen hat. Hat er ein Geschäft damit? Will er damit Aufmerksamkeit erregen? Vielleicht ist das der Grund."
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