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Sebastian Vettel von Christian Danner scharf attackiert: "Ist nur noch zum Protestieren da"
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Publiziert 21/06/2022 um 12:29 GMT+2 Uhr
Sebastian Vettel ist bekannt für seine politischen Statements. Beim Grand Prix in Montreal machte der Aston-Martin-Pilot auf den Teersandabbau aufmerksam und erntete heftige Kritik aus der kanadischen Politik. Nun hat auch der ehemalige Formel-1-Fahrer Christian Danner den 34 Jahre alten Heppenheimer scharf attackiert. Der viermalige Weltmeister sei "nur noch zum Protestieren da", sagte Danner.
Sebastian Vettel (Aston Martin) in Montreal
Fotocredit: Getty Images
Am vergangenen Freitag war Vettel mit einem T-Shirt mit der Aufschrift "Stoppt den Teersandabbau - Kanadas Klimaverbrechen" ins Fahrerlager am Circuit Gilles Villeneuve geradelt. Im Freien Training und im Qualifying trug er zudem einen Helm mit einer entsprechenden Botschaft.
"Es ist ein Horror für die Natur. Das sollte nicht erlaubt sein", erklärte Vettel bei der Pressekonferenz vor dem Rennen.
"Ich habe im Laufe der Jahre schon viel Heuchelei erlebt, aber das hier ist der Gipfel", schimpfte die Politikerin: "Ein Rennfahrer, der von Aston Martin gesponsert und von Saudi Aramco finanziert wird, beschwert sich über Teersandabbau."
Danner stichelt gegen Vettel
In der Vorwoche im aserbaidschanischen Baku trug Vettel ein T-Shirt, das zum Frieden in der Ukraine aufrief, dazu ein Schweißband in den Landesfarben der Ukraine. Für Danner zu viel des Guten.
"Mir kommt vor, er ist nur noch da ist zum Protestieren", schimpfte der 64 Jahre alte Münchner bei "Servus TV". Stattdessen solle sich der frühere Ferrari-Pilot "mal wieder auf das Rennfahren konzentrieren". Denn: "Dafür wird er ja auch bezahlt." Seine politischen Botschaften und Protestaktionen "soll der Sebastian einfach woanders machen", forderte Danner.
"Aber jeder kann es so machen, wie er es will", sagte er, konnte sich eine weitere Spitze gegen Vettel aber nicht verkneifen: "Ich bin mir nur nicht mehr so ganz sicher, wie lange er noch da fährt."
Vettel-Teamchef gibt sich offen
Seine Protestaktion in Kanada hatte offenbar aber auch teamintern für Diskussionen gesorgt. Beim Rennen am Sonntag trug Vettel einen anderen Helm, über eine mögliche Einflussnahme von Aston Martin wurde spekuliert. "Ich möchte nichts dazu sagen. Ich habe mehr als einen Helm", verweigerte Vettel selbst einen Kommentar zum Helmtausch.
Teamchef Mike Krack dagegen bestritt eine Einflussnahme von Seiten des Teams deutlich. "Man hat in der Vergangenheit gesehen, dass solche Aktionen hauptsächlich am Freitag und Samstag liefen. Aber er darf natürlich frei entscheiden", beteuerte der Luxemburger.
Die Aktionen und Botschaften Vettels kommen allemal nicht bei allen gut an.
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Quelle: Perform
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