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Die Lehren aus São Paulo: Mercedes wird zum Häufchen Asche - Fernando Alonso lässt Nostalgiker schwärmen
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Publiziert 06/11/2023 um 09:49 GMT+1 Uhr
Der Grand Prix von Brasilien entwickelte sich für Mercedes zur absoluten Enttäuschung. Teamchef Toto Wolff wütete nach dem Debakel von São Paulo, der Bolide der Silberpfeile hätte "keinen Sieg verdient". Bei Aston Martin herrscht zum Abschluss des Triple Headers indes eitel Sonnenschein. Fernando Alonso verhalf dem britischen Rennstall zum Befreiungsschlag - und ließ Nostalgiker schwärmen.
Lewis Hamilton und George Russell erlebte einen Grand Prix zum Vergessen
Fotocredit: Getty Images
Das Bild an der absoluten Spitze war auch auf dem Autódromo José Carlos Pace altbekannt. Max Verstappen enteilt, verwaltet, siegt - der insgesamt 52. Grand-Prix-Sieg des Niederländers war ein weiterer Beweis für seine Dominanz. Lando Norris offenbarte sich vor allem in der Anfangsphase als einziger Fahrer, der mit dem dreimaligen Weltmeister mithalten konnte. Etwaige Träume von einem Bruch der Red-Bull-Dominanz wurden aber nicht Realität.
Der Kampf ums Podest erwies sich aber dennoch als wahrer Leckerbissen. Fernando Alonso bewies im zarten Alter von 42 Jahren seine begnadeten Qualitäten im Eins-gegen-Eins und düpierte Sergio Pérez im Duell um Platz drei. Podestplatz Nummer acht für den zweimaligen Weltmeister in dieser Saison.
Bei Mercedes hängt indes der Haussegen schief. Im Kampf um die Vize-WM blieben die Silberpfeile von einem harten Rückschlag nur dank des Pechs von Ferrari verschont. Teamchef Toto Wolff nahm angesichts der Leistung kein Blatt vor den Mund.
Die Lehren des Brasilien-GP in São Paulo:
Fernando Alonso: Einiges war auf Aston Martin im Vorfeld eingeprasselt, viel Kritik, viele Zweifel nach wochenlanger Erfolglosigkeit. Dann kam Alonso, fuhr ein hervorragendes Rennen und zeigte in der letzten Runde, warum ihm der Ruf eines Alleskönners vorauseilt.
Den vor ihm fahrenden Pérez im Weltraumfahrzeug von Red Bull machte Alonso kurz vor dem Ziel nach allen Regeln der Kunst nass - Platz drei für den zweimaligen Weltmeister, der mit 42 Jahren nichts, aber auch gar nichts verlernt hat. "Als er mich zwei Runden vor Schluss überholt hatte, glaubte ich, es sei vorbei", erklärte Alonso im Anschluss an das Rennen. Sein erfolgreiches Manöver in der letzten Runde sei "sehr, sehr aggressiv gewesen. Respekt an Checo und ich bin froh, dass es gegen ihn war und wir eine gute Show abliefern konnten."
Lando Norris: Der junge Engländer muss als Frontmann der Next Gen gelten, als einziger konnte er dem enteilenden Max Verstappen einigermaßen folgen. Vor allem ließ Norris nicht locker, gab sich nicht dem Frust hin, nicht wirklich an Verstappen ranzukommen. "Schade" fand er es, "dass Max auf alles eine Antwort hat".
Vielleicht kann er ja bald vom großen Meister lernen, Gerüchte über einen Wechsel von Norris zu Red Bull halten sich hartnäckig. Im Moment steht ihm dabei aber noch jemand vor der Sonne, nämlich ...
Sergio Pérez: Der allerdings tat in Brasilien in der Schlussphase eines ereignislosen Rennens viel dafür, an der Demontage seiner Person zu arbeiten und Red Bull Argumente für einen Wechsel zu liefern.
Wie sich Pérez kurz vor dem Ziel von Alonso düpieren ließ, wie er anschließend versuchte, sein Malheur zu erklären, ließ zumindest Zweifel an seiner Eignung für eines der besten Autos in der Geschichte der Formel 1 aufkommen. "Das darf ihm wirklich nicht passieren", kommentierte "Sky"-Experte Ralf Schumacher vielsagend.
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Fernando Alonso im Aston Martin und Sergio Pérez im Red Bull lieferten sich in São Paulo über mehrere Runden ein fantastisches Duell um Rang drei
Fotocredit: Imago
Mercedes: Puh, das war gar nix, Silber wurde in 71 Runden zu einem Häufchen Asche. "Unentschuldbar" nannte Mercedes-Boss Toto Wolff die Leistung seines Teams: "Da fehlen mir wirklich die Worte."
Vorjahressieger George Russell stellte seinen Dienstwagen nach einem wenig vielversprechenden Auftritt vorzeitig ab, Lewis Hamilton rettete mit Mühe und Not den achten Platz und fiel im Kampf um die Vizeweltmeisterschaft weiter hinter Pérez zurück. "Dieses Auto", sagte ein erboster Toto Wolff, "hat keinen Sieg verdient".
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(SID)
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Hamilton und Russell machen WM-Ansage für 2024
Quelle: Perform
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