GP von Katar: George Russell reagiert auf Crash mit Lewis Hamilton - Mercedes hat über Start gesprochen

George Russell hat sich nach seinem Crash mit Teamkollege Lewis Hamilton zu Wort gemeldet und auf die Entschuldigung des Rekordweltmeisters reagiert. "Ich weiß es definitiv zu schätzen, dass er sich dafür entschuldigt hat", erklärte Russell. Wie der 25-jährige Mercedes-Pilot weiter ausführte, hatte sich das Team am Morgen des Rennens noch über die verschiedenen Szenarien am Start unterhalten.

George Russell rückt nach dem Mercedes-Drama den WM-Kampf in den Fokus

Fotocredit: Getty Images

"Wir haben am Morgen viel darüber diskutiert, wie wir zusammenarbeiten werden. Der Kampf war nicht gegeneinander gerichtet. Der Kampf ist mit Ferrari", so Russell.
Der Frust war bei Russell daher zunächst groß. "Es war für uns beide eine große verpasste Chance", erläuterte er. "Denn wir haben nur ein Ziel - nämlich Platz zwei in der Konstrukteursmeisterschaft zu erreichen."
Trotz des Zwischenfalls mit Hamilton konnte Mercedes letzten Endes dennoch einen Erfolg verzeichnen. Russell landete immerhin einen Platz vor Charles Leclerc und baute damit Mercedes' Vorsprung auf Ferrari aus, die Teamkollegen der beiden Kontrahenten blieben in Doha bekanntlich punktlos.
"Glücklicherweise haben wir an diesem Wochenende mehr Punkte geholt als sie", zeigte sich Russell erleichtert und unterstrich: "Aber Lewis und ich, wir kommen schon klar. Wir haben großen Respekt voreinander. Nichts war von beiden Seiten beabsichtigt. Wie ich schon am Funk sagte, sind an jedem Vorfall zwei Personen beteiligt, und ich weiß es zu schätzen, was er gesagt hat."

Russell glaubt an Sieg gegen Ferrari

Was die Aussichten in der Konstrukteurs-WM betrifft, habe er "immer noch volles Vertrauen, dass wir es schaffen werden". Dort behauptet sich Mercedes aktuell mit 326 Punkten vor Ferrari mit 298. "Deshalb stehe ich jetzt hier mit einer positiven Einstellung, denn das Auto war schnell und das Rennen wirklich stark."
Ohne die Kollision mit Hamilton, so glaubt Russell, hätte er sogar Rennsieger Max Verstappen herausfordern können. "Ich sehe keinen Grund, warum nicht", sagte er.
"Wir glauben, dass wir auf der gleichen Pace waren, wenn nicht sogar schneller als McLaren", zog er den Vergleich zum McLaren-Duo auf den Plätzen zwei und drei. "Und dass Piastri so dicht hinter Max ins Ziel kam, war wirklich sehr überraschend."
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George Russell und Lewis Hamilton schießen sich ab

Fotocredit: Getty Images

Mercedes: "Reden hinter verschlossenen Türen"

Vorfälle wie der in Katar müssen dann aber die Ausnahme bleiben. Das weiß auch Mercedes-Kommunikationschef Bradley Lord. "Regel Nummer eins für jedes Rennteam ist, dass sich die beiden Autos nicht berühren. Das ist den beiden Fahrern genauso wie jedem anderen Teammitglied sehr bewusst", sagte er.
"Ein Auto im Kiesbett zu haben, eines in der Boxengasse und dann am Ende der ersten Runde auf dem letzten Platz, ist das Schlimmste, was einem in der ersten Runde passieren kann. Aber wie wir damit umgehen, darüber reden wir hinter verschlossenen Türen."
Wie Russell verriet auch Lord: "Wir haben in der Strategiesitzung am Morgen über die möglichen Szenarien in der ersten Kurve gesprochen. Offensichtlich war das, was passiert ist, nicht Teil des Plans und auch nicht von beiden Seiten beabsichtigt."
"Beide Fahrer waren hinterher sehr großmütig, und wir werden darüber reden und es hinter uns lassen. Das Besondere an dieser Saison war, wie gut sie zusammengearbeitet haben, um das Team aus seiner schwierigen Lage zurückzubringen. Ich bin sicher, dass sie das in den letzten fünf Rennen fortsetzen werden."
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Quelle: SNTV

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