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Haas-Pilot Nico Hülkenberg bedauert F1-Aus von Mick Schumacher nicht: "Wenn du nicht lieferst..."
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Publiziert 22/11/2022 um 11:32 GMT+1 Uhr
Der neue Haas-Pilot Nico Hülkenberg bedauert es nicht, dass sein Comeback in der F1 gleichbedeutend mit dem Aus für Mick Schumacher ist. In einem Interview mit "Motorsport-Total" sagte der Emmericher: "Nein. Das gehört dazu in der Formel 1. Wir kämpfen alle um unsere Karrieren." Am zurückliegenden Donnerstag hatte der US-amerikanische Rennstall Hülkenbergs Formel-1-Rückkehr offiziell vermeldet.
Nico Hülkenberg testet in Abu Dhabi erstmals für Haas
Fotocredit: Imago
Damit verdrängte der 35-Jährige den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher, der in den zurückliegenden beiden Jahren für Haas gefahren war. "Ich möchte nicht verbergen, dass ich sehr enttäuscht über die Entscheidung bin, unseren Vertrag nicht zu verlängern", hatte Schumacher in einem Statement auf Twitter erklärt.
In den sozialen Medien erntete Schumacher daraufhin viel Zuspruch und Anteilnahme. Zahlreiche Fans kritisierten die Entscheidung, ihn durch einen zwölf Jahre älteren Piloten zu ersetzen. "Viele Fahrer wurden mal durch einen anderen Fahrer mit mehr Erfahrung ersetzt. Ob das zwei Jahre mehr sind oder zehn, ist irrelevant", wiegelte Hülkenberg nun ab: "So ist es in der Formel 1."
Teamchef Günther Steiner hatte die Entscheidung zugunsten des Emmerichers mit der größeren "Erfahrung" und dem "Wissen, das Nico ins Team einbringen kann" begründet. Hülkenberg startete 2010 und zwischen 2012 und 2019 als Stammpilot in der Formel 1, fuhr in 181 Rennen zwar kein einziges Mal auf das Podest, aber immerhin 521 Punkte ein.
Schumacher kommt dagegen in 43 Rennen in der Königsklasse des Motorsports nur auf zwei Punkteplatzierungen und magere zwölf Zähler. Zu wenig, um die Verantwortlichen bei Haas um Steiner nachhaltig zu überzeugen. Hülkenberg kommentierte das Aus seines Landsmannes schonungslos: "Wenn du Rennen fährst, musst du dein Team mit Performance überzeugen. Und wenn du die nicht lieferst, wird dich das Team austauschen."
Hülkenberg: "Ich habe Günther angerufen"
Dass der US-amerikanische Rennstall ohnehin schon länger an Schumacher Zweifel hegte, bestätigte Hülkenberg bereits am Sonntag nach dem Rennen in Abu Dhabi bei "Sky" indirekt. Denn: Schon vor einigen Monaten hatten die Gespräche zwischen ihm und Haas eingesetzt. "Das hat sich nach dem Sommer, in der Sommerpause so ergeben. Aber das war dann so Stück für Stück", hatte der 35-Jährige erklärt.
Gegenüber "Motorsport-Total" verriet Hülkenberg nun aber ein überraschendes Detail: Die Initiative ergriff der Emmericher selbst. "Ich habe Günther im Sommer angerufen", sagte er im Interview. Sorgen, dass die Beziehung zu Steiner ähnlich schwierig werden könnte wie die von Schumacher zu dem Südtiroler, hat Hülkenberg nicht. Im Gegenteil: Steiner sei "ein Typ für sich - genau wie ich".
Am Dienstag stieg Hülkenberg bei den Testfahrten in Abu Dhabi zum ersten Mal in seinen neuen Boliden.
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Quelle: SID
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