Wolff weiter: "Wir sehen in der nahen Zukunft eine Entwicklung, nicht nur mit der Budgetdeckelung [ab 2021], sondern auch mit dem technischen Regelwechsel [zur Saison 2022], wo man, glaube ich, die Augen auch offenhalten muss. Insofern sind wir am Diskutieren, was die richtige Laufzeit ist."
Einen Vertragsabschluss könne er weiterhin nicht vermelden, meint Wolff, "aber sagen wir mal so: Wir sind nicht mehr weit entfernt." Die Entscheidung müsse nur rechtzeitig vor den Formel-1-Wintertests im März getroffen sein. "Bis dahin", sagte Wolff, "werden wir schon alles in trockene Tücher bringen."
Einen konkreten Termin für die finalen Verhandlungen nennt der Mercedes-Sportchef nicht. Das Wort "bald" sei ein "dehnbarer Begriff", meinte Wolff. "Ich gehe davon aus, dass wir nicht mehr weit entfernt sind von einer Bekanntgabe. Wir wollen uns aber nicht unter Druck bringen lassen, sondern es muss ein vernünftiges Agreement sein."
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Fest steht laut Wolff, dass Mercedes Hamilton gerne halten würde, zumindest mittelfristig. Dazu erklärte er: "Lewis ist nicht nur für das Team, sondern auch für die Marke Mercedes unheimlich wichtig. Aber: Die Landschaft verändert sich gerade. Wir haben nächstes Jahr einen riesigen regulatorischen Wechsel. Wir haben in diesem Jahr die Budgetdeckelung, die uns natürlich voll trifft als größeres Team. All das sind Faktoren, die bei unseren Gesprächen eine Rolle gespielt haben. Und auch, natürlich: Wie sieht die Zukunft aus?"

Lewis Hamilton (r.) im Gespräch mit Toto Wolff (l.)

Fotocredit: Getty Images

Russell bei Mercedes kurzfristig kein Thema

An dieser Stelle wurde Wolff auf Mercedes-Junior George Russell angesprochen, der Hamilton in der Formel-1-Saison 2020 in dessen Corona-Zwangspause in Bahrain vertreten hatte. Wolff reagierte so: "Mir ist an dieser Stelle wichtig zu sagen, wir haben die Karte George Russell und seinen sensationellen Auftritt in Bahrain in den Verhandlungen [mit Hamilton] niemals gespielt. Dazu haben wir eine zu starke Verbindung [zu Hamilton] und zu große Erfolge gefeiert."
Das Verhältnis zu Hamilton sei "ordentlich" und "wesentlich mehr als eine rein professionelle Beziehung", sagte Wolff. "Es ist auch eine Freundschaft." Und deshalb gehe es nun darum, "die besten Entscheidungen für Lewis und das Team zu treffen", so erklärte er.
Die Zeit von Russell werde kommen. "Er wird mit Sicherheit eine Rolle spielen in unserem zukünftigen Line-up", meinte Wolff. "Er muss einfach noch Vertrauen und Geduld haben. Heute konzentrieren wir uns auf unsere beiden Fahrer, Valtteri und Lewis. Das ist unsere Stamm-Mannschaft. Was die Zukunft bringt, werden wir sehen."
Offiziell ist das zweite Mercedes-Cockpit für die Formel-1-Saison 2021 noch immer unbesetzt. Bottas hatte 2020 eine einjährige Vertragsverlängerung erhalten. Er ist 2021 gesetzt. Für 2022 und darüber hinaus hat das Mercedes-Werksteam noch keine Formel-1-Fahrer unter Vertrag.
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