Hamiltons Gehalt - etwa 40 Millionen Euro im Jahr - bleibe stabil, heißt es weiter. Anstatt einer Erhöhung soll der Brite andere Zugeständnisse erhalten. So ist die Rede von zwei Werbeflächen auf Helm und Overall, die er selbst vermarkten kann.
Ein weiteres Zugeständnis im Vertrag betrifft Hamiltons künftigen Teamkollegen. Für 2021 ist das Valtteri Bottas, der bereits einen Einjahresvertrag unterzeichnet hat. Für 2022 ist der Platz neben Hamilton noch frei. Sollte der Brite sich entscheiden, nach dieser Saison weiterzumachen, will er über seinen Teamkollegen mitentscheiden.
Dieses Mitspracherecht räumt ihm Mercedes mit einer entsprechenden Klausel im Vertrag offenbar ein. Entsprechende Gerüchte hatte Formel-1-Experte Damon Hill bereits am Donnerstag in einem Twitter-Posting bestätigt und verraten: "Ich würde das gleiche tun." In Fachkreisen wird bereits von einer "Verstappen-Klausel" gesprochen.
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Denn in der Vergangenheit machte Mercedes keinen Hehl daraus, ein Interesse an Max Verstappen zu haben. Obwohl der Niederländer bereits Anfang vergangenen Jahres eine Vertragsverlängerung mit Red Bull bis einschließlich 2023 einging, gab es während der Saison immer wieder Gerüchte über einen künftigen Wechsel.
Doch ein teaminternes Duell zwischen den beiden wird es mit Hamilton wohl nicht geben. Dass er und Mercedes sich endlich auf einen neuen Vertrag geeinigt haben, wertete Eddie Jordan als positiv. "Lewis ist der Superstar der Szene. Die Formel 1 braucht ihn absolut", sagte der ehemalige Teambesitzer im Gespräch mit "F1-Insider".

Brown: Hamilton "will alleiniger Rekordweltmeister werden"

Die Zugeständnisse an Hamilton hält er für gerechtfertigt: "Zehn Prozent der Teameinnahmen zu fordern ist absurd, das geht nicht, weil jeder ersetzbar ist. Aber dass Lewis zum Beispiel einen Teil der Fernsehgelder bekäme, fände ich durchaus vertretbar. Er verkauft die Formel 1 weltweit mit Abstand am meisten", meinte Jordan.
"Auch dass er das Recht hat, sich selbst zu vermarkten, finde ich gut. Denn er hat zum Beispiel einen Top-Sponsor wie Tommy Hilfiger zu Mercedes gelockt. Dafür hätte jeder gewöhnliche Vermittler zehn Prozent bekommen", sagte er weiter. Und nicht nur er betont die Bedeutung von Hamilton für Mercedes und die Formel 1.
Auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn hielt immer wieder fest: "Wir wollen, dass Lewis weitermacht. Er ist eine große Persönlichkeit im Sport. Er hat die Menschen - insbesondere im vergangenen Jahr - dazu gebracht, über eine Reihe von Themen nachzudenken, die sehr wichtig sind. Das war von unschätzbarem Wert."
Damit spricht er unter anderem Hamiltons soziales Engagement im Rahmen der "Black Lives Matter"-Bewegung an. "Lewis ist ein einflussreicher Charakter, er ist gut für unseren Sport und wahrscheinlich einer der wenigen Mega-Stars, die wir heute in der Formel 1 haben", lobte Brawn die Strahlkraft des Weltmeisters.
Sportlich gesehen sei die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen ihm und Mercedes der logischste Schritt. "Er will alleiniger Rekordweltmeister werden und ich denke dafür hat er bei Mercedes die größten Chancen", weiß Brawn. Gemeinsam mit Niki Lauda war er 2013 maßgeblich am Wechsel Hamiltons zu Mercedes beteiligt.
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(Motorsport-Total.com)

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