Während das neue Ferrari-Gespann bei den Testfahrten in Bahrain noch nicht gemeinsam auf der Strecke unterwegs war, freut sich Leclerc bereits auf das erste Rennwochenende und den direkten Vergleich. "Ich kann es nicht erwarten, zur selben Zeit wie er im Auto zu sitzen, um uns zu vergleichen", sagte der 23-Jährige.
Spannend dürfte das Kräftemessen auch deshalb sein, weil es bei der Scuderia keine klare Hierarchie gibt. Top-Talent Leclerc hat keinen Bonus, er sieht sich aber auch selbst nicht als Teamleader. "Ich habe mehr Zeit bei Ferrari verbracht als Carlos, daher habe ich mehr Erfahrung. Ich denke aber nicht, dass es einen klaren Leader gibt", sagte er. Auch Teamchef Mattia Binotto habe das deutlich gemacht.
"Aber das ist gut", findet Leclerc: "Ich bin in der Formel 1, um gegen die Besten zu kämpfen. Carlos ist extrem talentiert und wird mich pushen. Aus Teamsicht gibt es keine klare Nummer eins oder Nummer zwei." Bei der Abstimmung des Autos liegen Leclerc und Sainz schon auf derselben Wellenlänge. "Mit Carlos habe ich ein ziemlich ähnliches Gefühl im Auto, unsere Kommentare gehen in dieselbe Richtung" , meinte Leclerc.
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Ferrari: Leclerc will 2020 schnellstmöglich vergessen

Sainz wechselte vor dieser Saison von McLaren zu Ferrari und ersetzt bei der Scuderia Sebastian Vettel. Zuvor war der Spanier bereits für Renault und das frühere Toro-Rosso-Team aktiv. Diese unterschiedlichen Erfahrungen und Einblicke, die Sainz mitbringt, schätzt Leclerc: "Carlos bringt Erfahrung aus anderen Teams, das ist sehr interessant und zeigt uns mögliche neue Wege auf."
Dieser Weg soll für Ferrari nach einem fürchterlichen Jahr 2020 wieder nach oben führen. Leclerc gibt zu, dass die Stimmung in Maranello im vergangenen Jahr zwischenzeitlich am Boden lag. "Es war eine seltsame Atmosphäre 2020, als wir realisiert haben, wie die Dinge stehen. Das war viel schlimmer, als wir es erwartet hatten. Es gab eine Zeit, da war es echt nicht so toll", blickte er zurück.
Diese Enttäuschung sei aber schnell einer Jetzt-erst-recht-Mentalität gewichen. "Es gab eine große Motivation, zurückzuschlagen. Das hat sich in diesem Jahr nicht geändert", stellte er klar: "Die Mentalität des Teams ist so voller Motivation wie vergangenes Jahr, mit dem Willen, dass bald wieder bessere Tage kommen."
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