Lewis Hamilton will langfristig mit Mercedes verlängern - Rekordweltmeister kennt kein Limit

Lewis Hamilton sieht seine Zukunft auch in den kommenden Jahren noch in der Formel 1. Während in den vergangenen Monaten immer wieder über einen Abschied des Rekordweltmeisters von der Königsklasse des Motorsports spekuliert wurde, hat sich das Blatt mittlerweile gewendet. Es geht sogar so weit, dass sich Hamilton zurzeit "kein Limit" setzen will und eine langfristige Verlängerung anstrebt.

Lewis Hamilton will der Formel 1 erhalten bleiben

Fotocredit: Getty Images

"Wir machen einen neuen Vertrag": Beim Grand Prix der USA hat Lewis Hamilton in einem Interview mit ausgewählten Medien erklärt, dass er seine Karriere in der Formel 1 über seinen derzeitigen Vertrags hinaus (läuft bis Ende 2023) fortsetzen möchte.
Eine Woche später, beim Grand Prix von Mexiko, war diese Aussage natürlich großes Thema bei Hamiltons Medienterminen.
Und der siebenmalige Weltmeister nutzte die Gelegenheit, um seine Absicht, die Karriere fortzusetzen, nachdrücklich zu unterstreichen. Er sehe dabei sogar, was die noch anzuhängenden Jahre betrifft, "kein Limit", sagt der 37-Jährige.
"Ich plane, einen mehrjährigen Vertrag mit meinem Team zu machen", präzisierte Hamilton.

Das Alter soll keine Grenze sein

Dass Hamilton jetzt doch nochmal mehrere Jahre dranhängen will, stellt einen Kurswechsel dar. In der Vergangenheit hatte er stets beteuert, dass er sich nicht vorstellen kann, noch Formel-1-Rennen zu fahren, wenn er schon über 40 ist. Das ist jetzt anders: "Ich weiß nicht, was die nächsten fünf Jahre bringen werden."
Wie lang er noch weitermachen möchte, das will (oder kann) Hamilton derzeit nicht verraten. Augenzwinkernd sagte er: "Wenn Fernando aufhört, dann überlege ich mir das vielleicht auch nochmal, denn dann wäre ich der Älteste im Feld!"
Fernando Alonso, Hamiltons McLaren-Teamkollege von 2007, ist übrigens 41 Jahre alt - und hat gerade erst einen mehrjährigen Vertrag bei Aston Martin unterschrieben, durch den er bis mindestens Ende 2024 als Formel-1-Fahrer weitermachen wird.
"Ich glaube, es gibt vieles, was wir noch gemeinsam erreichen können", so Hamilton. "Ich fühle mich überhaupt nicht alt. Mein Training hält mich jung. Reaktionszeiten und Konzentration sind kein Problem. Meine Starts waren die besten im ganzen Jahr. Es gibt so viele Dinge, die ich tue, um sicherzustellen, dass ich fit und auf der Höhe bleibe."

Hamilton will den Ton angeben

"Wenn jemals der Moment kommen sollte, an dem ich nur noch mitschwimme, dann gehöre ich nicht mehr hierher. Dann verdiene ich diese Position nicht mehr. Ich hinterfrage mich aber ständig, ob ich noch dazu bereit bin, diese Opfer zu bringen. Und die Antwort drauf lautet: Ja, bin ich", unterstrich er seine Ambitionen.
Erstmal gilt es aber, den neuen Vertrag zu Papier zu bringen. Der aktuelle läuft Ende 2023 aus. Nach so vielen Verhandlungen, die Hamilton und Mercedes-Teamchef Toto Wolff bereits geführt haben, sollte das relativ schnell gehen.
Dass Hamilton bei Mercedes bleiben kann, wenn er das möchte, so viel stellt Wolff jetzt schon klar, das sei "hundertprozentig sicher".
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Lewis Hamilton will in Zukunft wieder den Ton angeben

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Wolff meinte: "Wir haben noch nicht mit Gesprächen begonnen. Wir wollen erst die Saison zu Ende bringen und dann, wie beim letzten Mal, die ruhigere Zeit im Winter nutzen. Damals haben wir auch in den Winterferien angefangen, und dann hat es ungefähr zwei Monate gedauert. Das haben wir jetzt noch nicht getan."
Dass die Marke Mercedes die Hamilton-Erfolgsgeschichte auf Jahrzehnte hinaus verkaufen und davon in der Außendarstellung zehren kann, dass auch die Zeit nach der aktiven Karriere als Rennfahrer geregelt wird, das könnte ein Schlüsselfaktor für Hamiltons neuen Vertrag werden.

Mercedes lässt Hamilton seine Freiheiten

Das Alter hingegen nicht. Wolff weiß zwar: "Wenn das Alter kein Problem mehr wäre, könnte ich es ja auch nochmal probieren!" Aber: "Man sieht, dass die heutigen Athleten die Grenzen, was das Alter betrifft, immer weiter verschieben."
"Fernando performt auf sehr hohem Niveau. Tom Brady, für mich der beste Sportler der Welt, steht noch auf dem Feld, wird getackelt und wirft Bälle, und der ist 43 Jahre alt. Solang du auf dich achtest und deine kognitiven Sensoren entwickelst, stecken noch viele Jahre in ihm. Ich bin mir sicher, dass das hier im Team der Fall sein wird."
Dazu kommt, dass Mercedes Hamilton immer jene Freiheiten gelassen hat, die er für sich in Anspruch nehmen wollte. In jüngeren Jahren ging's dabei eher um das Tolerieren seines ausschweifenden Partylebens, heute um die Unterstützung von Hamiltons sozialen Projekten und die nötige Zeit für seine Zweitkarrieren, zum Beispiel als Filmproduzent oder Besitzer der Denver Broncos.
"Toto war immer eine erstaunliche Führungspersönlichkeit, die mir ermöglicht hat, all diese Dinge zu tun", sagte Hamilton. "Niki [Lauda] hat früher oft mit ihm geschimpft: 'Wie kannst du ihm das erlauben?' Aber letztendlich kamen sie alle zu dem Schluss, dass es im besten Interesse aller Beteiligten ist, wenn man die Leute bei den Dingen unterstützt, die ihnen wichtig sind."
Diese Freiheiten haben letztendlich dazu geführt, dass sich Hamilton jetzt doch vorstellen kann, länger als ursprünglich geplant für Mercedes zu fahren. "Rennfahrer sein", erläuterte er, "ist eine tolle Sache. Aber ich musste erst sehen, wie ich über diese Rolle hinauswachsen kann."
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Quelle: Perform

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