Der amtierende Meister der Formel E hatte einen mächtigen Einschlag, der letzten Endes auf ein Werbebanner zurückzuführen ist.
Dieses hatte sich wegen einer Kollision zwischen André Lotterer und Alexander Sims gelöst und brachte auch diese letztlich um ein gutes Resultat.
Der Unfall sorgt nun dafür, dass sich mehrere Formel-E-Piloten nun dafür einsetzen, Werbebanner nicht mehr an Sicherheitsvorrichtungen zu befestigen.
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"Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich da sagen soll", sagte Félix da Costa gegenüber "Autosport". "Ich hatte in einigen Bereichen meines Lebens schon viel Glück und besonders an den vorigen Wochenenden ist vieles für uns gelaufen. Aber was heute passiert ist, man ..."

Werbebanner verwirrt da Costas Auto

Der Portugiese weiter: "Der Mahindra [Sims] und Lotterer sind vor mir in die Bande geknallt und haben rund 40 Meter Werbebanner abgerissen. Drei Autos haben es mitgenommen und es hat sich bei ihnen immer wieder gelöst. Dann ist es auf meinem gelandet und klebengeblieben. Es hat sich einfach nicht mehr gelöst. Dann sind meine Bremstemperaturen durch die Decke gegangen. Ich hatte keine Balance mehr im Fahrzeug. Es war so schwer zu fahren, dass ich eigentlich nur noch versucht habe, irgendwie zu überleben."
Doch auch das funktionierte nicht. Felix da Costa erklärte, warum: "Durch dieses Werbebanner war mein Auto völlig verwirrt. Wir nutzen intelligente und weitentwickelte Software. Mein Auto hat einfach nicht verstanden, was losgewesen ist. Es war mehr als nur ein [Fahr-] Fehler."

Haben Plastikbanner ausgedient?

Lotterer war ebenfalls betroffen und wirbt dafür, Werbetafeln durch aufgepinselte Werbungen zu ersetzen: "Ich hatte eine kleine Berührung mit Sims. Er überholte und dann geriet eine riesige Werbebande unter mein Fahrzeug. Ich habe sämtliche Performance verloren, das war ein Desaster." Lotterer schaffte es immerhin ins Ziel, wurde aber nur Vorletzter.
"Diese Banner sind ohnehin schon nervig, weil wir doch schon viel zu viel Plastik in der Welt haben, nicht wahr? Wir sollten die Mauern anmalen, denn das war wirklich schlimm. Es hat die Rennen mehrerer Fahrer ruiniert. Auch aus einem sicherheitstechnischen Aspekt gesehen sollten wir da Hand anlegen. Es gibt definitiv Raum für Verbesserungen", so Lotterer weiter.
Einige Rennstrecken sind bereits dazu übergegangen, ähnlich wie im Fußball Werbebanden digital einzublenden. Jedoch ist diese Technologie noch nicht weit verbreitet. Übrigens gab es auch für Sims kein Happy End: Ein Teil des Plastiks wickelte sich um seine Bremsscheibe und zwang ihn ebenfalls zur Aufgabe.
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(Motorsport-Total.com)

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