Die Lehren:

Leverkusen bleibt in der Defensive zu anfällig. Nach dem 4:4 gegen den AS Rom offenbarte die Werkself auch gegen Stuttgart eklatante Schwächen, kassierte drei Gegentreffer. Das Kapital des Teams von Trainer Roger Schmidt bleibt hingegen die Offensive, die erneut begeistern konnte und sich trotz zweier Zwei-Tore-Rückstände zurückmeldete.
Das gewohnte Bild: Der VfB Stuttgart bringt sich durch Naivität um den eigenen Lohn. Während die Elf von Trainer Alexander Zorniger in Halbzeit eins besonnen agiert und nur vereinzelt Nadelstiche gesetzt hatte, rückten die Gäste in Halbzeit zwei von ihrer kompakten Ausrichtung ab. Eine 2:0-Führung gab den Schwaben ebenso wenig Sicherheit wie die 3:1-Führung. Am Ende unterlagen die Gäste mit 3:4.
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Die Stimmen:

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Es war ein schwieriges Spiel für uns. Dass wir nochmal ein Spiel nach dem Dienstag-Match gegen Rom gedreht haben, war eine unglaubliche Leistung der Mannschaft. Es war ein traumhaft schönes Spiel."
Alexander Zorniger (Trainer VfB Stuttgart): "Bayer hat enorme Offensiv-Qualität. Wir haben die 1:1-Situationen nicht gut verteidigt, damit müssen wir leben. Es tut mir für die Mannschaft extrem leid. Es war dennoch ein tolles Spiel gegen einen Champions-League-Verein."

Das fiel auf: Mehmedi glänzt

Erstmals seit dem 26. September stand Admir Mehmedi wieder in der Startelf der Leverkusener. Vor rund einem Monat feierte das Team von Trainer Roger Schmidt den letzten Drei-Punkte-Erfolg. Mit dem Siegtorschützen, der Stuttgart über 90 Minuten beschäftigt hatte, kam also auch der Erfolg zur Werkself zurück.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 5

Javier Hernandez "Chicharito" traf in seinem zehnten Pflichtspiel für die Leverkusener bereits zum fünften Mal. Kein anderer Offensivspieler der Werkself traf in der Saison 2015/16 häufiger.

Die Höhepunkte:

5. Die Gäste tauchen schon früh im gegnerischen Strafraum auf. Daniel Didavi tritt zum Eckstoß an, der nach einer zu hohen Flugkurve allerdings an Freund und Feind vorbeifliegt. Einwurf Leverkusen. Nur wenig später erkämpfen die Schwaben erneut die Kugel. Über Timo Werner landet der Ball bei Linksverteidiger Emiliano Insua, der umgehend flankt und am zweiten Pfosten Didavi nur knapp verpasst.
18. VfB-Keeper Przemyslaw Tyton darf sich das erste Mal auszeichnen. Zunächst lässt Stuttgart Leverkusens Admir Mehmedi zu viel Raum auf der rechten Abwehrseite. Der Torschütze vom 4:4 im Champions-League-Heimspiel gegen den AS Rom kommt sofort zum Abschluss, findet seinen Meister jedoch in Tyton. Der Schlussmann krallt sich das Spielgerät im Nachfassen.
45.+1 Leverkusen kratzt an der Führung, lediglich die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Hernandez lupft den Ball von der Linie des Fünfmeterraumes über den Kasten. Den muss er machen. Sein großes Manko scheint die Chancenverwertung zu bleiben.
50. TOOOR für den VfB Stuttgart! Großer Jubel im Schwabenlager. Martin Harnik wird im Halbfeld gefoult und erarbeitet damit die Chance zu seinem Treffer. Didavis Freistoß wird von Kevin Kampl unglücklich verlängert. Der Klärungsversuch landet zunächst bei Timo Baumgartl, dessen Schuss direkt vor die Füße von Harnik abgeblockt wird. Der Österreicher muss nur noch einschieben.
54. TOOOR für den VfB Stuttgart! Wahnsinn. Der VfB legt sofort nach. Am Rande des Strafraums beweist Rupp Übersicht, legt auf Didavi ab, der mit einem technisch versierten Schuss und dem Helfer des Innenpfostens einnetzt. Wie reagieren die Leverkusener auf den zweiten Gegentreffer?
57. TOOOR für Bayer Leverkusen! Was für eine Anfangsphase in Halbzeit zwei. Schmidt hat ein goldenes Händchen bewiesen. Joker Bellarabi profitiert von einem Fehler von Sunjic, der ihm den Ball aus dem Strafraum heraus vor die Füße serviert. Der deutsche Nationalspieler zieht vom rechten Strafraumeck ab - mit Erfolg. Der Anschlusstreffer dürfte dem Heimteam nun zusätzliche Kräfte verleihen.
60. TOOOR für den VfB Stuttgart! Kaum zu glauben. Die Schwaben haben die perfekte Antwort parat. Werner tankt sich auf der linken Seite gegen durch, schiebt die Kugel zu Rupp rüber und der Neuzugang aus Paderborn trifft zum 1:3.
70. TOOOR für Bayer Leverkusen! Nicht zu fassen: es ist wieder spannend. Bellarabi flankt den Ball nach einer Ecke auf den ersten Pfosten, wo ausgerechnet Abwehrspieler Boenisch zur Stelle ist. 2:3!
71. TOOOR für Bayer Leverkusen! Augen reiben - und doch: es ist wahr! Die Werkself feiert den Ausgleich - die BayArena bebt! Erneut wird Mehmedi auf der linken Seite allein gelassen. Das nutzt der Ex-Freiburger aus und bringt den Ball scharf in die Mitte. Florian Klein versucht die Situation zu bereinigen, scheitert damit aber kläglich. Hernandez steht am zweiten Pfosten, trifft und versetzt Leverkusen in Ekstase!
89. TOOOR für Bayer Leverkusen! Hier brechen nun alle Dämme. Mehmedi wird mit einem sehenswerten Seitenwechsel freigespielt, zieht von Links in die Mitte und schlenzt den Ball um Tyton herum ins lange Eck - wunderschönes Tor!
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