Eurosport
Borussia Dortmund: Präsident Reinhard Rauball lobt Trainer Thomas Tuchel und die Einkaufspolitik
Von
Publiziert 11/11/2016 um 13:52 GMT+1 Uhr
Reinhard Rauball ist von der Entwicklung Borussia Dortmunds unter Trainer Thomas Tuchel hellauf begeistert. Der 43 Jahre alte Coach ist für den Präsidenten der Baumeister des fortwährenden Erfolgs des BVB, da er "unseren Fußball weiterentwickelt" hat. Hocherfreut zeigte er sich im Interview mit den "Ruhr Nachrichten" auch über einige Neuzugänge, die er nicht wirklich auf dem Zettel gehabt hatte.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
"Er lebt Fußball, pausenlos, abzüglich der wenigen Stunden, die er schläft. Er ist kreativ, taktisch ungeheuer variabel - und das mit Erfolg", beschreibt Rauball Tuchel, dessen bisherige Arbeit in Dortmund er mit "einer Eins" bewertet.
Der ob der hochkarätigen Abgänge unumgängliche Umbruch im Kader sei laut Rauball, gleichzeitig Präsident des Ligaverbands und 1. Vize-Präsident des DFB, im Sommer gut geglückt, was mit Blick auf einige Neuzugänge für den Präsidenten nicht unbedingt vorherzusehen war.
"Ich muss zugeben, dass ich vor den Verpflichtungen den einen oder anderen Spieler gar nicht kannte, etwa Mikel Merino oder Emre Mor", sagte der 69-Jährige und erklärte weiter:
Rauball rechnet mit spannender Saison
Dass durch die vielen jungen Neuzugänge die eigene Nachwuchsarbeit vernachlässigt wird, glaubt der 69-Jährige aber nicht. Grund hierfür ist ein "Zwei-Säulen-Modell", auf das Borussia Dortmund bereits seit längerer Zeit baut. "Es existiert eine Zweigleisigkeit bei uns, die seit vielen Jahren sehr gut funktioniert: Wir holen Spieler von außen und binden eigene Nachwuchskräfte nachhaltig ein", sagte Rauball und ergänzte:
Der gestiegene Konkurrenzkampf in der Bundesliga, die schwindende Bayern-Dominanz und die Tatsache, dass mit RB Leipzig, Hertha BSC, der TSG 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Köln einige Überraschungsmannschaften ganz oben in der Tabelle zu finden sind, bewertet Rauball positiv. "Wir nehmen alle Mannschaften ernst. Ich rechne in dieser Saison auch noch mit Leverkusen und Schalke 04", sagte der BVB-Präsident:
Sonderlob für Aubameyang
Neben Thomas Tuchel und den vielen jungen Spielern wollte Rauball jedoch einen Spieler besonders herausheben: Pierre-Emerick Aubameyang, der für den Präsidenten "ein fantastischer Spieler und in jeder Beziehung ein belebendes Element für unseren Klub" ist. Lobende Worte fand der BVB-Boss auch über Aubameyangs Verhalten nach dessen jüngster Suspendierung und schob gleichzeitig den zuletzt immer häufiger aufkommenden Wechselgerüchten einen Riegel vor:
Eine durchweg positive Bilanz also, die Reinhard Rauball über Borussia Dortmund zieht. Und genau aus diesem Grund will er dem Klub weiterhin als Präsident vorstehen und bei der Mitgliederversammlung am 20. November in seine nächste Amtszeit gewählt werden: "Mir macht das Amt immer noch Spaß, und es ist mir eine Ehre, Präsident dieses Vereins zu sein. Ich glaube, dass es dem Verein nutzen kann, wenn diese Kontinuität hier auch in Zukunft herrscht."
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung