Fußball
Bundesliga

Bundesliga-Check FC Ingolstadt: Das verflixte zweite Jahr?

Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Ingolstadts Trainer Markus Kauzcinski im Gespräch mit Matthew Leckie

Fotocredit: Imago

VonDaniel Brickwedde
19/08/2016 Am 21:56 | Update 23/08/2016 Am 11:11

Abstiegskampf? Nicht für den FC Ingolstadt in der Vorsaison. Mit seiner forschen Spielart wurde der Liga-Neuling zum Inbegriff des unbequemen Gegners und sicherte sich vorzeitig den Klassenerhalt. Die Rückschläge kamen erst danach. Erfolgstrainer Ralph Hasenhüttl verließ die "Schanzer" - sein Erbe trat Markus Kauczinski an. Der steht vor einem schwierigen Jahr. Der Saisoncheck von Eurosport.

Die wichtigsten Veränderungen

Ein Abgang schmerzte ganz besonders: Trainer Ralph Hasenhüttl verließ den Verein in Richtung RB Leipzig. Unter seiner Leitung schaffte Ingolstadt den Sprung aus dem Tabellenkeller der 2. Liga in die Bundesliga. Eine Referenz, die begehrt machte. Gegen das Locken und die Perspektive der finanzstarken Konkurrenz aus Leipzig war Ingolstadt letztendlich machtlos. Mit Verteidiger Benjamin Hübner (TSG Hoffenheim), Keeper Ramazan Özcan und Danny da Costa (beide Bayer Leverkusen) verloren die "Schanzer" auch auf dem Platz wichtige Fixpunkte.

Bundesliga

Bundesliga-Check HSV: Mit allen Möglichkeiten - nach unten und oben

19/08/2016 AM 11:29

Auf der Seite der Zugänge standen vor allem entwicklungsfähige Spieler. Für die Offensive konnten Sonny Kittel (Eintracht Frankfurt) und Robert Leipertz (Schalke 04) verpflichtet werden. Besonders Leipertz machte in der abgelaufenen Spielzeit als Leihspieler in Heidenheim mit zehn Toren und neun Vorlagen auf sich aufmerksam. Zur Stärkung der Defensive kamen der Schweizer U-21-Nationalspieler Florent Hadergjona (zwei Millionen Euro, Young Boys Bern) und Anthony Jung als Leihgabe von RB Leipzig. Ein Transfer mit Perspektive ist die Verpflichtung von Verteidiger Hauke Wahl (SC Paderborn).

Bundesliga-Check Darmstadt 98: Mit "Hurra" gegen den Abstieg

Wer steht im Fokus?

Und auch der Trainer ist neu: Markus Kauczinski. Seine Empfehlung gab er durch seine Arbeit beim Karlsruher SC ab, den er aus der 3. Liga in die Relegation zur Bundesliga führte. Dort scheiterte der KSC vor zwei Jahren dramatisch in der Nachspielzeit gegen den Hamburger SV. Den Sprung in die Bundesliga hat er mit seinem Wechsel nach Ingolstadt nun dennoch geschafft und muss sich eine Etage höher beweisen.

Die Spielidee der Mannschaft will er dabei nicht neu erfinden: Das erfolgreiche Pressing- und Umschaltspiel der Vorsaison soll zum Teil beibehalten und mit Ballbesitz und mehr taktischer Variabilität verfeinert werden. Dass er seine Premiere mit Ingolstadt ausgerechnet in Hamburg geben wird, ist eine nette Randnotiz.

Bundesliga-Check TSG Hoffenheim: Unbeschwertheit als Erfolgsfaktor?

Ingolstadt verliert erneut

Fotocredit: SID

So lief die Vorbereitung

Böse Vorboten einer schwierigen Saison? Eine Mut machende Vorbereitung sieht zumindest anders aus. Die Generalprobe gegen Werder Bremen (0:1) ging genauso verloren, wie zuvor die Spiele gegen den FC Turin (0:2) und die Stuttgarter Kickers (1:2). Nur ein Erfolg gelang in der Vorbereitung beim Bayernligisten VfB Eichstätt (7:0). Besonders die Offensive offenbarte deutliches Verbesserungspotenzial. Im Duell um die Nachfolge von Özcan im Tor der "Schanzer" legte sich der Trainer auf Örjan Nyland fest.

Bundesliga-Check Werder Bremen: Die Schießbude von der Weser

Wo könnte es Probleme geben?

Die erste Elf hat ihre Bundesligatauglichkeit in der Vorsaison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Doch dahinter wird es dünn im Kader. Dem Verein fehlt die qualitative Breite, um mögliche Ausfälle während der Saison zu kompensieren. Auch die Neuzugänge müssen sich erst in der Bundesliga eingewöhnen.

Ein oder zwei weitere erfahrende Akteure auf der Bank hätten der Mannschaft sicher gut getan. Außerdem verdeutlichte die Vorbereitung das Problem der geringen Torgefahr. Nur 16 Treffer gelangen den Bayern in der vergangenen Saison aus dem Spiel heraus - kein Team war harmloser.

Bundesliga-Check Eintracht Frankfurt: Kovac und das Meier-Problem

Die beste Elf

Die Eurosport-Prognose

Kauczinski übernimmt von seinem Vorgänger eine gut eingespielte und funktionierende Mannschaft, die sich in der Vorsaison souverän schlug - phasenweise aber auch am Limit spielte. Dieses Leistungsniveau müssen die Bayern auch in dieser Saison abrufen.

Die mangelnde Tiefe im Kader und der fehlende Umgang mit Rückschlägen aus der reibungslosen Vorsaison könnten allerdings zum Stolperstein werden. Die zweite Saison im Oberhaus wird für Ingolstadt deutlich aufreibender werden. Abstiegskampf heißt die neue Erfahrung.

Bundesliga

Bundesliga-Check FC Augsburg: Schusters Bewährungsprobe

18/08/2016 AM 21:48
Bundesliga

Bundesliga-Check SC Freiburg: Nach Breisgauer Art zum Klassenerhalt

16/08/2016 AM 07:22
Ähnliche Themen
FußballBundesligaFC Ingolstadt 04
Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen