Der 57-jährige Zorc, der bereits seit 2005 die Rolle des Sportdirektors in Dortmund bekleidet, hatte seinen Kontrakt bei der Borussia erst vor Kurzem um ein weiteres Jahr bis 2022 verlängert. Anschließend wird die BVB-Vereinsikone wohl den Posten räumen und in den Ruhestand gehen.
Bei der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung Ende Juni hieß es, auch mit Kehl werde "schon bald" über eine Ausdehnung des bis 2021 laufenden Vertrages gesprochen. "Nach dem Urlaub setzen wir uns zusammen", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
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Mit Kehl soll dann auf Zorc eine weitere Vereinsikone folgen. Der 40-Jährige schnürte von 2002 bis 2015 in 363 Pflichtspielen für die Schwarz-Gelben die Fußballschuhe, feierte dabei drei Meisterschaften (2002, 2011, 2012) und einen Pokalerfolg (2012). Zwischen 2008 und 2014 war der Mittelfeldspieler zudem Kapitän.
Zur möglichen Beförderung wollte sich Watzke nicht äußern und teilte auf "SID"-Anfrage mit: "Dazu gibt es nichts zu sagen." Der BVB verwies auf Zorcs erst "vor wenigen Wochen" erfolgte Vertragsverlängerung und schrieb: "Bis 2022 ist es noch eine lange Zeit. Und wir beteiligen uns ohnehin nie an Spekulationen."

BVB: Konstellation erinnert an Rummenigge und Kahn beim FC Bayern

Doch die Konstellation scheint ideal - und erinnert sehr stark an das Modell beim großen Rivalen FC Bayern München. Dort lernt Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge seinen Nachfolger Oliver Kahn aktuell höchstpersönlich an, die Übergabe des Staffelstabs ist für Ende 2021 vorgesehen. Zorc könnte Kehl, den Watzke gerne öffentlich lobt, im Übergangsjahr 2021/22 in dessen neue Aufgabe einführen und ihm sukzessive mehr Arbeitsfelder übertragen.
Das große Ziel - und die Herkulesaufgabe für Kehl - ist und bleibt, die klaffende Lücke zum Branchenprimus zu schließen. "Solange Bayern 82 Punkte holt, wird es für jede andere Mannschaft schwierig", sagte Watzke Ende Juni im "Sport1-Doppelpass": "Es muss das Ziel sein, sie in den direkten Duellen zu schlagen." Das gelang in den Meisterjahren 2011 und 2012 - mit Kapitän Kehl.
2018 wurde der Ex-Profi als Leiter der Lizenzspielerabteilung engagiert. Bereits damals galt Kehl als designierter Nachfolger von Zorc. Sein bisheriges Arbeitspapier soll laut "Kicker" in Kürze von 2021 bis 2022 verlängert werden. Im Anschluss winkt dann die Beförderung zum Sportdirektor.
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(mit SID)
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