Selbst die spanische Mittagssonne in Marbella konnte Achraf Hakimi nicht stoppen. Der 21-Jährige beackerte im Test gegen Feyenoord Rotterdam (4:2) 90 Minuten lang die rechte Außenbahn des BVB und hinterließ abermals einen bleibenden Eindruck. Doch anders als in den vergangenen sechs Bundesligaspielen, in denen der 21-Jährige insgesamt vier Tore vorbereitete, konnte er sich im vorletzten Testspiel vor dem Rückrundenstart nicht auf dem Statistikbogen verewigen.

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Trotzdem signalisierte der Marokkaner bereits in der Vorbereitung, dass mit ihm auch im kommenden halben Jahr zu rechnen ist. Schließlich steht mit den Schwarz-Gelben in der zweiten Saisonhälfte noch einiges auf dem Spiel: Das Achtelfinale in der Champions League (gegen Paris Saint-Germain) und im DFB-Pokal (gegen Werder Bremen) sowie das Rennen um die Deutsche Meisterschaft, in das die Borussia von Tabellenplatz vier aus mit sieben Punkten Rückstand auf Herbstmeister RB Leipzig startet.

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Hakimi: "Mein Herz ist geteilt zwischen Madrid und Dortmund"

Doch wie geht es danach mit Hakimi weiter? "Bis zum Sommer dauert es noch sechs Monate, es gibt noch sehr viele Spiele", riegelte die Leihgabe von Real Madrid vorerst ab.

Hinter der Zukunft des Youngsters steht nach wie vor ein dickes Fragezeichen. Hakimi ist gegenwärtig einer der begehrtesten Außenverteidiger auf dem Transfermarkt. Kürzlich wurde er zum zweiten Mal in Folge zu Afrikas Nachwuchsspieler des Jahres ausgezeichnet.

Achraf Hakimi wird als bester Nachwuchsfußballer Afrikas ausgezeichnet

Fotocredit: Getty Images

Obwohl sich offenbar mehrere europäische Topklubs (u.a. soll der FC Bayern München interessiert sein) Hoffnungen auf eine Verpflichtung des Außenverteidigers machen, scheinen lediglich sein Stammverein Real Madrid und eben Borussia Dortmund realistische Chancen auf den Zuschlag zu haben, wie Hakimi gegenüber den "Ruhrnachrichten" kürzlich indirekt bestätigte:

Mein Herz ist geteilt zwischen Madrid und Dortmund.

Hakimi macht BVB-Fans Hoffnung

Fakt ist jedoch: Pocht Real auf eine Rückkehr des Flügelflitzers, würde Dortmund mit großer Wahrscheinlichkeit leer ausgehen. Entscheiden sich die Königlichen jedoch für einen Verkauf, wäre die Borussia plötzlich wieder in der Pole-Position auf einen Transfer. Grund dafür ist das sogenannte "Matching Right" des BVB, dass Real dazu verpflichtet, ihren Vertragspartner über potenzielle Angebote anderer Klubs zu unterrichten.

Der Umworbene selbst machte den Fans der Schwarz-Gelben mit seinen jüngsten Aussagen allen Grund zur Hoffnung:

Letztlich muss ich für mich abwägen: Welche Vorteile sprechen für Dortmund, was erwartet mich in Madrid. Was ich sagen kann ist, dass ich froh bin, bei Borussia Dortmund zu sein. Ich fühle mich sehr wohl.

Achraf Hakimi lässt sich von den Fans des BVB feiern

Fotocredit: Imago

Wie wichtig Hakimi für die Borussia ist, stellte er in der laufenden Spielzeit mehrfach unter Beweis. Der marokkanische Nationalspieler erzielte wettbewerbsübergreifend sechs Tore selbst und bereitete sechs weitere Treffer vor. Kein Wunder also, dass Trainer Lucien Favre auch in der Rückrunde fest mit dem Shootingstar plant, wenn auch offenbar in einer offensiveren Rolle. "Ich denke, dass es auf die Dauer besser für ihn ist, wenn er Richtung gegnerisches Tor spielt", erklärte der 62-Jährige im "kicker".

Vieles spricht für eine Rückkehr zu Real

Hat der deutsche Vizemeister also doch eine realistische Chance auf einen langfristigen Verbleib des 21-Jährigen? Adrian Garcia, Fußball-Experte von Eurosport in Spanien, bezweifelt dies:

Es deutet vieles darauf hin, dass Hakimi in der kommenden Saison für Real Madrid auflaufen wird. Die Transferpolitik der Königlichen für die Saison 2020/21 wird es sein, die derzeit ausgeliehenen Spieler wie Hakimi und Martin Ödegaard zurückzuholen.

Spanische Medien bestätigen, dass Real-Trainer Zinédine Zidane Hakimi unbedingt in seinen Reihen zurückhaben möchte, da er Álvaro Odiozola, dem aktuell etatmäßigen Back-up für den auf rechts gesetzten Daniel Carvajal, offenbar nicht vertraut. "Odriozola bekam bei Real durchaus die Chance, sich zu entwickeln, aber er hat trotzdem nicht das Niveau, um letztlich Stammspieler zu werden", urteilt Garcia.

Bei Borussia Dortmund lautet in der Causa Hakimi somit vorerst die Devise: Abwarten. "Wir haben mehrfach unser Interesse bekundet, dass wir ihn gerne über den Sommer hinaus halten wollen. Es gibt keine Entscheidung, dass es für ihn definitiv zurückgeht", äußerte sich Manager Michael Zorc, allen Zweifeln zum Trotz, weiter optimistisch.

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