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Bundesliga | Lucien Favre und Niko Kovac sitzen bei BVB und Bayern im selben Boot
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Publiziert 27/10/2019 um 22:22 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund und der FC Bayern sind Teil der Bundesliga-Spitzengruppe, im Pokal natürlich noch dabei und haben in der Champions League durchaus intakte Chancen auf das Achtelfinale. Dennoch rumort es rund um die Vereine, denn die Leistungen in diesem ersten Saisondrittel werden für keine der beiden Mannschaften zur Erfüllung der selbstgesteckten Saisonziele reichen.
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"Wir führen auch weiterhin keine Trainerdiskussion."
Michael Zorc wollte auch im Anschluss an den - zum wiederholten Male - erschreckend schwachen Auftritt der Borussia im Revierderby beim FC Schalke 04 Ruhe bewahren.
Die Argumente des BVB-Managers sind klar: Seit sechs Spielen ist sein Verein in der Liga ungeschlagen. Drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Mönchengladbach sind überschaubar. In Pokal und Champions League wurde bislang die Pflicht weitestgehend erfüllt.
Ähnlich ist die Situation beim Dortmunder Lieblingsfeind aus dem Süden. Der FC Bayern steht in der Liga auf Rang zwei, in der zweiten Runde des DFB-Pokals und in der "Königsklasse" nach drei Siegen vor dem Einzug in die K.o.-Phase.
Präsident Uli Hoeneß reagiert angesichts dessen schonmal angefressen. Von einer Krise will er per se nichts wissen, was nachvollziehbar ist. "Ich sage nichts und schaue mir nur die Tabelle an", sagte er nach dem knappen 2:1-Heimsieg gegen Union Berlin trotzig.
Punktestand täuscht über dürftige Leistungen hinweg
Natürlich geht es im Fußball erstmal um Siege und Punkte, klar. Und natürlich haben sowohl Zorc als auch Hoeneß recht, wenn sie darauf hinweisen. Es gehört aber auch zu ihren Aufgaben, ganz genau auf die B-Note zu schauen und wenn nötig den Finger in die Wunde zu legen.
Und die B-Note gibt sowohl beim BVB als auch an der Säbener Straße Anlass zur Sorge. Beide Mannschaften spielen seit Wochen, wenn nicht Monaten, unter ihren Möglichkeiten. Auch das ist von den schnöden Zahlen ablesbar. Dann nämlich, wenn man die Tabelle anders betrachtet.
Hätte der FC Bayern in den bisherigen neun Saisonspielen nicht bereits in vier Partien Punkte abgegeben, wäre der Rekordmeister an der Spitze schon wieder enteilt. Man tat es trotzdem. Gegen Berlin, Hoffenheim, Augsburg und Leipzig. Drei der vier Gegner hatten nicht zwingend damit gerechnet.
Dortmund aber nutzte die Schwäche des FC Bayern nicht, sondern spielte bereits vier Mal unentschieden. Drei Remis fing man sich nach eigener Führung ein. Hinzu kommt die Niederlage gegen Aufsteiger Union Berlin. Da täuscht der Punktestand dann doch über die verbesserungswürdige Performance hinweg.
Diskussionen um Favre und Kovac nehmen zu
Zwangsläufig rumort es in beiden Klubs - die Trainer Niko Kovac und Lucien Favre werden öffentlich hinterfragt. Beim BVB noch etwas mehr als in München, was nachvollziehbar ist. Denn die Auftritte der Borussia ließen in jüngster Zeit dann doch arg zu wünschen übrig.
In Mailand und auf Schalke schoss die offensiv eigentlich so potente Truppe kaum aufs Tor, blieb jeweils ohne eigenen Treffer. Favre jedoch zeigte sich jeweils zumindest in weiten Teilen mit den gezeigten Leistungen zufrieden.
Gleiches hatte er schon rund um die 2:2-Serie gegen Frankfurt, Bremen und Freiburg getan. In der Dortmunder Szene kommt das nicht besonders gut an. Vor dem Pokalspiel gegen Bundesliga-Tabellenführer Mönchengladbach am Mittwoch (ab 20:45 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) ist der Druck auf den Schweizer auch deswegen schon deutlich spürbar.
Favre muss seine schwächelnden Stars nicht nur zurück auf die Siegerstraße, sondern auch auf ein höheres Leistungsniveau bringen. Sonst sind die gesteckten Ziele nicht zu erreichen.
Rummenigge fordert mehr Sorgfalt
Gleiches gilt für Kovac beim FC Bayern. Der Double-Trainer gewinnt zwar öfter als sein Dortmunder Kollege, die vom "Mia-san-mia"-Klub gewohnte Souveränität und Lockerheit findet sich in diesen Ergebnissen aber kaum wieder. Auch gegen Union wurde es am Ende nochmal eng. Bezeichnend.
Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge kritisiert erst kürzlich die "zu sorglosen" Auftritte der Mannschaft. Ein klares Signal der Chefetage an den Trainer. Der allerdings wischte die aufkommende Diskussion cool weg:
Noch haben Kovac und Favre die wichtigsten Argumente auf ihrer Seite...
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