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Drei Dinge, die auffielen: Die Bayern-Bestie ist erwacht

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Der FC Bayern bejubelt den Sieg gegen Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

VonDaniel Rathjen
10/11/2019 Am 08:29 | Update 10/11/2019 Am 10:00
@DanielRathjen

Die Bundesliga hört das Brüllen aus dem Süden: Der FC Bayern München hat am 11. Bundesliga-Spieltag mit einer eindrucksvollen Leistung den selbsternannten Meisterschaftsanwärter Borussia Dortmund mit 4:0 (1:0) zerstört und scheint nun wieder unaufhaltsam. Trainer Hansi Flick hat die Bestie mit ein paar simplen Griffen reanimiert. Drei Dinge, die auffielen.

  • Rummenigge stellt klar: Flick soll Bayern-Trainer bleiben

1.) Die Bayern-Bestie ist erwacht

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Rummenigge stellt klar: Flick soll Bayern-Trainer bleiben

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Unter Niko Kovac wirkte die "Bestie" FC Bayern zumeist müde, träge und lasch. Nach der Trainer-Entlassung und mit der Beförderung von Assistenztrainer Hansi Flick ist sie kaum zu bändigen. "Das Spiel gegen Dortmund war eine Demonstration", urteilte FCB-Präsident Uli Hoeneß nach dem 4:0, Sportdirektor Hasan Salihamidzic nannte die Vorstellung "sensationell". Und beide lagen damit vollkommen richtig.

Grund für das Erwachen waren einige einfache Handgriffe. Grundsätzlich war es eine Rückkehr zu dem Spielstil, den einst Jupp Heynckes pflegte: Aggressives nach vorne Verteidigen, gepaart mit dynamischem Positionsspiel und wenig Schnörkeln.

Mehr Kampf- und Laufbereitschaft statt Kunst. Auch deshalb saßen Coutinho und Thiago zu Beginn nur auf der Bank, während Thomas Müller von Beginn an brannte.

Flick nahm es begeistert zur Kenntnis:

Wir waren von der ersten Minute an aggressiv und haben auch gezeigt, welchen Fußball wir nach vorne zelebrieren können.

Das kann durchaus auch als ein kleiner Seitenhieb auf seinen Vorgänger interpretiert werden.

2.) Davies auf links? Das passt!

Der BVB mag vielleicht einen unerfahrenen 19-Jährigen auf der Linksverteidigerposition als Schwachstelle ausgemacht haben - Youngster Alphonso Davies ragte aus einer famosen Bayern-Mannschaft jedoch noch heraus. Der Kanadier glänzte als Linksverteidiger-Vertretung mit Tempo und Entschlossenheit, meldete Jadon Sancho komplett und Achraf Hakimi über die meiste Zeit ab.

Die beeindruckende Bilanz: 80 Ballaktionen, eine Passquote von 93,6 Prozent, elf von 13 direkte Duelle gewonnen, drei von vier erfolgreiche Dribblings und zwei Balleroberungen - eine davon vor dem wegweisenden 1:0 durch Robert Lewandowski (17.).

"Er ist ein Spieler, der unglaubliche physische Voraussetzungen hat, aber technisch, taktisch wird er sich in den nächsten Jahren auch stabilisieren und noch besser spielen", schwärmte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge und prophezeite:

Das ist ein Spieler, der wirklich großes Potenzial hat. Da werden wir noch, davon kann man ausgehen, viel Spaß haben.

3.) BVB: Der Horror geht weiter

0:5, 0:6, 1:4, 1:5 – und jetzt 0:4! Die Ergebnisse der letzten Gastspiele beim FC Bayern sprechen Bände. Es ist eine Horrorbilanz. Trainer Lucien Favre wirkt hilflos, der Appell von Sportdirektor Michael Zorc ("Männerfußball") verhallte einfach.

Super-Talent Jadon Sancho ist momentan ein Schatten seiner selbst, das Team lässt jegliches Aufbäumen vermissen und zerfleischt sich selbst.

Das Hauptproblem gegen Bayern: Durch das hohe Gegenpressing wurden die Dortmunder zu vielen hohen Bällen gezwungen, hatten mit Sancho, Mario Götze, Julian Brandt und Thorgan Hazard aber Angreifer auf dem Platz, die den Ball in den Fuß gespielt brauchen, um stark zu sein.

"Keiner geht tief!", sah auch Bundestrainer Joachim Löw auf der Tribüne. Die Konsequenz: Kein einziger Schuss aufs Tor. Es war ein insgesamt erschreckender Auftritt des BVB, nach dem so manche Diskussion wieder aufflammen wird.

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