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Genau 17 Tage nach dem Sieg im Champions-League-Finale gegen PSG brachte Hansi Flick am Mittwoch den Henkelpott in das FC-Bayern-Museum in der Allianz Arena und verewigte damit den zweiten Triple-Triumph der Vereinsgeschichte.

La Liga
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Kurz vor Beginn der neuen Spielzeit ließ der Bayern-Coach bei der Pokalpräsentation allerdings auch einige Sorgen durchklingen. Denn am selben Nachmittag verabschiedeten die Münchener Ivan Perisic, der nach seiner einjährigen Leihe zu Inter Mailand zurückkehrt. Damit musste Flick mit Perisic, Philippe Coutinho und Álvaro Odriozola bereits drei Leihspieler ziehen lassen.

Besonders die beiden erstgenannten hätten laut dem 55-Jährigen "in der Champions-League-Endrunde in Portugal gezeigt, was für eine Qualität sie haben". Nun müsse man schauen, "dass wir auf diesen Positionen wieder Qualität bekommen", besonders da in der neuen Saison alle drei bis vier Tage ein neues Spiel anstehe.

FC Bayern: Flick möchte Ersatz

Im Hinblick auf die Belastungssteuerung sei es daher wichtig, dass der FC Bayern sich in der Breite weiter verbessere, so Flick. Er sei deswegen mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic in "engem Austausch". Doch nicht nur die bereits feststehenden Abgänge beschäftigen Flick. Denn mit Thiago und David Alaba könnten zwei absolute Topstars den Verein in den kommenden Wochen verlassen und weitere Lücken in den Bayern-Kader reißen.

"Ich weiß nicht, wer uns noch verlässt oder wer dazu kommt. Das ist für uns Trainer und auch für die Mannschaft nicht ganz optimal“, meinte der Bayern-Coach dazu, um zugleich aber auch zu betonen, dass er mit beiden Spielern plane, "solange sie im Kader sind".

Besonders bei Thiago deutet jedoch vieles auf einen Abschied hin. Der Spanier verpasste am Dienstag offenbar als einziger Bayern-Spieler mit Ausnahme von Lucas Hernández, der am Abend noch für Frankreich im Einsatz war, das erste Cybertraining der Münchener.

Laut "Bild" erhielt der 29-Jährige einen Sonderurlaub von den Münchener Bossen - angeblich um seine Zukunft zu klären. Thiago soll sich bereits mit dem FC Liverpool einig sein. Doch zwischen den Vereinen gebe es noch keine Verständigung bezüglich der Ablöse.

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Alaba-Forderungen verhindern wohl Einigung

Noch schwerer dürfte ein Abschied von Alaba wiegen. Denn der Österreicher entwickelte sich in den vergangenen Monaten zum unangefochtenen Abwehrchef. Alabas Vertrag läuft im nächsten Jahr aus, einen ablösefreien Abgang wollen die Bayern-Bosse verhindern. Sollte es zu keiner Vertragsverlängerung kommen, könnte der 28-Jährige München nach über zehn Jahren verlassen.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich jedoch im Rahmen des Finalturniers "vorsichtig optimistisch". Oliver Kahn erklärte nach dem Triple-Sieg: "Ich denke, wir nähern uns beide an. Das letzte Gespräch, das stattgefunden hat, da war die Atmosphäre sehr, sehr angenehm." Bayern-Präsident Herbert Hainer berichtete zudem, man habe dem Österreicher "ein Angebot gemacht, das fair und wettbewerbsfähig ist".

Flick fordert: "Brauchen Qualität in der Breite"

Eine Einigung soll bisher laut "Kicker" an den hohen Gehaltsvorstellungen von Alaba und seinem Berater Pini Zahavi scheitern. Angeblich fordert dieser für seinen Schützling ein jährliches Gehalt von 25 Millionen Euro. Damit würde Alaba vor Robert Lewandowski (19,5 Millionen Euro im Jahr) zum absoluten Topverdiener aufsteigen. Dass die Münchener Bosse sich auf einen solchen Deal einlassen, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Somit muss Flick wohl bis auf weiteres mit der Ungewissheit leben, auch wenn er betonte, deutlich vor dem Ende des Transferfensters am 5. Oktober Klarheit über den eigenen Kader haben zu wollen. Er müsse nun abwarten, "welchen Kader ich zur Verfügung habe. Dann werden wir schauen, wie wir alles integrieren können, wie wir unsere neue Marschrichtung ausgeben."

Trotz der Sorgen richtete Flick im Vereinsmuseum auch eine Kampfansage an die Konkurrenz. Von einem Motivationsmangel angesichts des Triple-Erfolges wollte der Bayern-Coach nämlich nichts wissen: "Wir haben Ziele erreicht, die wir erreichen wollten. Wir haben auch gefeiert - aber jetzt ist es vorbei. Jetzt müssen wir schauen, dass wir uns auf die neuen Ziele fokussieren."

Mit welchen Spielern er am Ende auf diese Ziele hinarbeiten kann, steht allerdings noch in den Sternen.

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