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FC Bayern München: Leon Goretzka ist mit Joker-Rolle unzufrieden
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Publiziert 08/03/2020 um 22:04 GMT+1 Uhr
Leon Goretzka vom FC Bayern hat nach dem 2:0-Erfolg des Rekordmeisters gegen den FC Augsburg seine Joker-Rolle kritisiert. "Ich fühle mich aktuell in einer Top-Verfassung, vielleicht sogar in der besten Verfassung meiner Laufbahn", sagte der Ex-Schalker, der gegen den FCA erst in der 70. Minute ins Spiel kam: "Dass ich nicht glücklich bin, kann man denke ich offen und ehrlich sagen."
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In den letzten sechs Pflichtspielen kam der Nationalsspieler fünf Mal von der Bank. Der 25-Jährige sieht daher Gesprächsbedarf:
Die Leistung sprach am Sonntagnachmittag auf jeden Fall für Goretzka. Gegen die Augsburger kam Goretzka beim Stand von 1:0 für die Bayern in die Partie und erzielte kurz vor Schluss den spielentscheidenden Treffer zum 2:0.
Deshalb gab sich der Mittelfeldspieler kämpferisch:
Dass Fußball ein Mannschaftssport ist und die persönlichen Interessen oftmals nur zweitrangig sind, hat er jedoch nicht vergessen. Aktuell "läuft es in der Mannschaft sehr gut, wir sind erfolgreich", analysierte Goretzka die aktuelle Situation bei den Bayern. Seine persönliche Situation müsse er daher "richtig einordnen", damit sein Ärger "keinen negativen Einfluss auf die Mannschaft hat".
Die weiteren Stimmen zum Spiel:
Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) bei "Sky":
"Man hat gesehen, dass wir etwas müde waren. Trotzdem muss man auch sagen, dass es Augsburg gut gemacht hat. In der zweiten Halbzeit war es mehr als verdient, wir haben einige Chancen liegen gelassen. Wir hätten normalerweise früher den Sack zumachen müssen. Das haben wir nicht gemacht. Deswegen ist klar, wenn man immer aufs zweite Tor drückt, dass dann mal einer durchgeht. Wir können uns bei Manu (Manuel Neuer) bedanken, dass er den Ball gehalten hat."
Joshua Kimmich (FC Bayern München) bei "Sky":
"Die erste Halbzeit war enttäuschend, das war nicht gut. Da waren wir schwach und haben zu langsam gespielt. Wir waren mental und körperlich zu träge. In der zweiten Halbzeit haben wir gut begonnen, sind verdient in Führung gegangen. Danach hätten wir nachlegen müssen, killen müssen, so wie wir es in den vergangenen Wochen gemacht haben. Das hat uns heute gefehlt, deswegen mussten wir hinten heraus noch einmal zittern."
Florian Niederlechner (FC Augsburg) bei "Sky" ...
… über das Spiel: "Es war eine echt super Leistung von uns. Bayern kannst du nicht die ganze Zeit verteidigen. Wir wollten es lang offen halten und hatten am Ende die Chance zum Ausgleich. Den muss ich einfach machen, das tut mir leid für die Mannschaft."
… über seinen Fehlschuss in der Schlussphase: "Das geht so schnell alles. Ich muss ihn einfach in die Ecke reinlegen, dann hat er keine Chance."
… auf die Frage, ob die Leistung Mut mache: "Absolut. Wir hatten jetzt mit die drei schwersten Spiele mit Leverkusen, Gladbach und Bayern. Auch die letzte Partie gegen Gladbach war schon richtig gut in der zweiten Halbzeit. Fakt ist aber, dass wir auch heute null Punkte geholt haben, das ist absolut doof. Aber es macht Mut und gibt uns Selbstvertrauen. Wir wollen daheim unbedingt gegen Wolfsburg gewinnen."
Andreas Luthe (Torhüter FC Augsburg) bei "Sky" ...
... über das Spiel: "Am Ende ist es schon die Qualität von Bayern. Dieser Ball von Boa (Jerome Boateng) da rein, man kennt Thomas Müller für diese Läufe. Das machen sie einfach sehr, sehr gut. Hinten raus ist auch für uns etwas möglich, wir können das 1:1 machen. Dann kann man es vielleicht auf ein Unentschieden durch verteidigen. So werden die Räume hinten raus natürlich offener und du frisst das 2:0. Insgesamt war es ein ordentliches Spiel, in dem etwas drin war."
... über seine Leistung: "In der ersten Halbzeit bin ich fast eingeschlafen. Wenn du als Torhüter keine Bälle bekommst, wirst du fast wieder ein bisschen kalt. Also hatte ich kein gutes Gefühl. In der zweiten Hälfte wussten wir, dass da ein bisschen mehr kommt."
... über seinen Einsatz als Nummer eins: "Kurz vor dem Spiel hat der Trainer es mir gesagt. Ich freue mich, dass ich heute gespielt habe, muss ich echt sagen. Ich spiele sehr, sehr gerne mit den Jungs und habe mich über Wochen und Monate im Training angeboten. Das hat sich am Ende ausgezahlt."
… auf die Frage, ob er die Nummer eins bleibe: "Das weiß ich nicht."
Stefan Reuter (Geschäftsführer Sport FC Augsburg) bei "Sky" …
… über mögliche Maßnahmen wie Geisterspielen gegen die Ausbreitung des Coronavirus: "Es wäre natürlich bitter. Die Spiele leben von den Emotionen, von der Begeisterung. Wir haben es natürlich auch mitbekommen, dass es sich immer mehr zuspitzt, dass es immer mehr Fälle gibt. Von daher sind wir im Austausch mit den Behörden und werden uns abstimmen."
… auf die Frage, was ein Geisterspiel bedeuten würde: "Im Grunde ist es fast wie ein Vorbereitungsspiel, da hat man auch das ein oder andere ohne Zuschauer. Aber es ist natürlich eine völlig ungewohnte Situation – ein Bundesligaspiel ohne Zuschauer. Das habe ich selber noch nie erlebt, von daher muss man sehen, wie die Spieler damit umgehen."
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