FC Bayern - BVB | Mats Hummels: Hat sich der Wechsel für ihn ausgezahlt?

Mats Hummels' Wechsel vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund kam im Sommer überraschend - nach den ersten Saisonwochen lässt sich jedoch klar bilanzieren: alles richtig gemacht, Mats! Am Samstag kann der BVB-Innenverteidiger nun ultimativ unter Beweis stellen, dass er aktuell der Boss auf dem Platz ist. Und damit auch die letzten Kritiker verstummen lassen.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Egal ob bei Borussia Dortmund oder dem FC Bayern München: Spielen würde Mats Hummels am Samstag im Top-Spiel der Bundesliga (ab 18:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) auf jeden Fall.
Zu gravierend sind die Personalprobleme in der Bayern-Abwehr, als dass Interimstrainer Hans-Dieter Flick auf Hummels - zumal ein alter DFB-Vertrauter - verzichten würde. Wenn er denn noch für Bayern spielen würde.

Alles richtig gemacht, Mats Hummels

Seit Sommer trägt Hummels jedoch wieder das BVB-Wappen auf der Brust und wird am Samstag zum 22. Mal gegen seinen Ex-und-wieder-Ex-Klub spielen.
Vor dem Aufeinandertreffen der beiden Bundesliga-Giganten stellt sich dabei unweigerlich die Frage: Hat sich der überraschende Wechsel des Innenverteidigers zurück zum BVB ausgezahlt?
Die Antwort ist kurz und klar: ja!
Nicht umsonst packte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag extra eine Aussage von Hummels aus, um die Bedeutung des Spiels bei Bayern klar zu machen.

Zorc zitiert Hummels

"Ich zitiere einmal Mats Hummels", sagt Zorc auf der Pressekonferenz in Dortmund:
Kein Zufall, dass Zorc Hummels und Witsel nannte. Diese beiden stehen beim BVB für - mit Verlaub! - die größten Mentalitätsfußballer. Zwei, die nach außen wie innen wirken. Zwei, die auch mal in der Kabine laut werden. Weil sie Persönlichkeit haben.
"Wir müssen Männerfußball spielen, wir müssen Kerle sein", machte Zorc dann auch noch deutlich: "Darum wird es gehen, das ist das Entscheidende."

Hummels laut "kicker" bester Abwehrspieler der Liga

Hummels muss er das nicht zweimal sagen. War dessen Rückkehr im Sommer von Teilen des BVB-Fanlagers noch kritisch gesehen worden, hat der 30-Jährige seither wohl alle von sich überzeugt.
Der 30-Jährige spulte als Abwehrchef eine gute Leistung nach der anderen ab, beim 0:0 gegen den FC Barcelona vor ein paar Wochen verdiente sich der Innenverteidiger sogar das Prädikat "Weltklasse".
"An seiner Seite können viele Spieler besser werden und reifen", hatte Zorc über Hummels gesagt. Der Ex-Nationalspieler wisse, so Zorc, "wie es ist, zu gewinnen". Er sei außerdem "unheimlich druckresistent".
Der "kicker" führt Hummels nach zehn Spieltagen mit einem Notenschnitt von 2,67 als besten Abwehrspieler.

Hummels wird Favre Tipps geben

Beste Voraussetzungen für den Klassiker am Samstag. Zumal Hummels Trainer Lucien Favre auch einige Details über die ehemaligen Teamkollegen verraten kann - wenngleich er den jetzigen Bayern-Interimstrainer Flick nicht mehr selbst an der Säbener Straße in Aktion erlebt hat. "Er kann zumindest von seinen Erfahrungen berichten - und davon, wie es in München zugeht", so Zorc am Donnerstag.
"Es geht am Ende darum, dass wir wie gegen Inter dagegenhalten", hatte Hummels am Dienstag nach dem 3:2 gegen den Serie-A-Zweiten gesagt und das angefügt, was Zorc zwei Tage später benutzte:

Watzke lobt Hummels

Präsentiert sich Hummels wie zuletzt kompromisslos und zweikampfstark, wird es aber selbst der sich in absoluter Top-Form befindende Robert Lewandowski (21 Tore in 17 Pflichtspielen) schwer haben.
"Mir ist auch aufgefallen, dass einer der besten Spieler der Bayern in diesem Spiel nun auf der anderen Seite spielt", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im Rückblick aufs 0:5 aus dem vergangenen Jahr bei "Sky":

Hummels äußert sich selbstkritisch

Im BVB-Trikot präsentiert sich Hummels jedoch auch überaus selbstkritisch. Nach dem 0:2 in Hinspiel bei Inter Mailand nahm er via Twitter die Schuld am Kontergegentor zum Endstand auf sich und sprach damit Julian Weigl frei.
Nach dem 3:2 am Dienstag sagte er zur Inter-Führung durch Lautaro Martínez klar:

BVB rechnet sich mehr aus in München

Hummels ist für den BVB allerdings auch im Offensivspiel nicht zu unterschätzen. Seine Kopfballstärke hilft bei offensiven Standards, auch wenn ihm noch ein Tor fehlt; seine Spieleröffnung ist eine Bank - egal ob per Flachpass oder hoch diagonal in die Spitze.
Ganz klar: Mit Hummels rechnen sich die Dortmunder diese Saison doch ein bisschen mehr aus in München als in den vergangenen Jahren - Sorgen um Jadon Sancho und Marco Reus hin oder her.
Ein weiteres Schlachtfest zu Ungunsten der Schwarz-Gelben soll es nicht geben. "Wenn ich mir die Ergebnisse der vergangenen Jahre in München anschaue, ist das eine reine Horrorbilanz", mahnte Zorc am Donnerstag noch.
Diesem Horror soll Hummels jetzt ein Ende setzen.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung