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FC Bayern zeigt Schalke die Grenzen auf: Drei Dinge, die auffielen
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Publiziert 25/01/2020 um 22:29 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern hat im ersten Heimspiel des Jahres 2020 eine wahre Gala auf den Rasen gezaubert. Beim 5:0 (2:0) gegen den FC Schalke 04 überragte ausgerechnet Leon Goretzka und zeigte seinem ehemaligen Klub die Grenzen auf. Auf Seiten der Schalker konnte Keeper Markus Schubert in internen Duell mit Bald-Münchener Alexander Nübel diesmal keine Werbung für sich machen. Drei Dinge, die uns auffielen.
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Aus der Allianz Arena berichtet Victoria Kunzmann
1. Schubert kann keine Werbung für sich machen
Manuel Neuer, Alexander Nübel, Markus Schubert? Nein, vermutlich nicht. Schubert machte bei der 0:5-Pleite beim FC Bayern keine Werbung für sich - und wird wohl nicht der nächste abgeworbene Schalke-Keeper werden. Spaß beiseite: Der 21-jährige Ersatztorhüter der Knappen konnte, während Bald-Münchener Nübel nach seiner Kung-Fu-Attacke noch gesperrt auf der Bank saß, keine Werbung im internen Duell für sich machen.
Vor dem Spiel hatte Coach David Wagner erklärt, dass er noch nicht sicher sei, wer nach Nübels Rückkehr für den Rest der Hinrunde im Schalker Tor stehen wird.
Beim ersten Gegentreffer durch Robert Lewandowski (6.) verschätzte sich Schubert, sodass Ivan Perisic die entscheidende Flanke geben konnte. In der 25. Minute wusste Schubert überhaupt nicht, wo er hinlaufen sollte, parierte gerade noch Leon Goretzkas Schuss.
In der Folge stabilisierte sich der junge Keeper zwar, doch souverän ist anders. "Er war natürlich bei zwei Toren mit dabei. Das brauchen wir auch nicht verschweigen", sagte Wagner nach Abpfiff bei "Sky", nahm seinen Schlussmann darauf aber gleich wieder in Schutz:
In der zweiten Halbzeit musste der Nachwuchskeeper drei weitere Male hinter sich greifen, auch wenn zwei der drei Tore gewiss nicht auf sein Konto gingen. Die königsblaue Viererkette trug maßgeblich dazu bei.
Beim 5:0 durch Serge Gnabry stand Schubert jedoch ein weiteres Mal im Mittelpunkt, als er vor seinem Kasten den Ball tollpatschig aus den Händen gleiten ließ und dieser locker ins Tor rollte. Der Treffer wurde zwar Gnabry gutgeschrieben, hätte aber ebenso gut als Eigentor zählen können.
2. Bayerns Viererkette hält dicht
Es schien fast so, als reagierten die Verteidiger des FC Bayern ein wenig trotzig. Immer wieder war in den vergangenen Wochen von Verstärkung in der Defensive die Rede gewesen, unter der Woche verpflichtete man gar Reals Álvaro Odriozola für die rechte Verteidigerposition.
Gegen Schalke ließ die Viererkette um Benjamin Pavard, Jérôme Boateng, David Alaba und Alphonso Davies aber keinen Zweifel an ihrer Qualität erkennen.
Pavard und Boateng glänzten in der ersten Halbzeit mit einer Zweikampfquote von 100 Prozent. Genau jener Boateng, der seit geraumer Zeit auf Bayerns Streichliste steht.
Zudem präsentierte sich der junge Davies im Vorwärts- wie im Rückwärtsgang extrem stark. Der 19-jährige Kanadier, der Alabas Rolle als linker Außenverteidiger einmal mehr überzeugend ausfüllte, ist momentan auf dieser Position nur noch schwer wegzudenken. Rabbi Matondo und Daniel Caliguiri taten sich auf rechts sichtlich schwer gegen Bayerns Shootingstar.
"Wir haben momentan eine Stabilität drin, die sehr wichtig ist", zeigte sich Flick nach Abpfiff zufrieden.
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3. Ein Ex-Schalker wird zum Matchwinner
Chapeau, Herr Goretzka! Ausgerechnet im Spiel gegen seinen Ex-Klub zeigte der Mittelfeldspieler eine absolute Glanzleistung. "So wie er heute aufgetreten ist, hat er der Mannschaft das gewisse Etwas gegeben", war Sportdirektor Hasan Salihamidzic voll des Lobes.
Sein Treffer zum 3:0 (50.) kann man getrost der Kategorie Weltklasse zuordnen. Nach einer Ecke von der rechten Seite stand der 24-Jährige quer in der Luft und netzte per Seitfallzieher.
Doch nicht nur als Vollstrecker machte Goretzka einen hervorragenden Job. Beim 2:0 war er genau im richtigen Moment zur Stelle und leitete den Ball von Perisic lässig mit dem Kopf auf Thomas Müller weiter, der keine große Mühe mehr hatte (45.). Nach Spielende bedankte der sich artig bei seinem Assistenten:
Noch wichtiger als das Tor und die Vorlage: Goretzka war dauerhaft präsent, bot sich an, eroberte den Ball häufiger als all seine Teamkollegen (acht Mal).
In der 79. Minute wurde der Matchwinner unter großem Applaus ausgewechselt.
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