Die erste Halbzeit war chancenarm, aber sehr intensiv. Beide Mannschaften spielten sehr engagiert und waren in den ersten 45 Minuten sehr präsent in den Zweikämpfen. Die Leipziger waren in der ersten halben Stunde die spielbestimmende Mannschaft. RB gewann einige Bälle durch das frühe Angriffspressing und suchte schnell den Pass in die Tiefe. Die Abwehr des BVB war aber aufmerksam und verhinderte Großchancen.
In der 30. Minute musste Axel Witsel, gestützt von zwei BVB-Betreuern, verletzt den Platz verlassen. Für ihn wurde Emre Can eingewechselt. Nach dieser Szene war Dortmund besser im Spiel. Der BVB lief Leipzig nun deutlich früher an, ging noch energischer in die Zweikämpfe. Großchancen konnten sich die Gäste allerdings keine herausspielen. Jaden Sancho steckte einmal klug auf Marco Reus durch (43.), doch die Gastgeber klären die Situation schnell. Dayot Upamecano hatte Erling Haaland komplett im Griff.
In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff fehlte bei beiden Teams etwas die Präzision. Doch dann fuhr Dortmund einen perfekten Angriff. Haaland wurde über rechts geschickt, der Norweger zog in den Strafraum, passte zu Reus, der elegant zu Sancho weiterleitete. Der Engländer war komplett frei und schoss ins linke untere Eck. In der Phase danach war Dortmund die bessere Mannschaft, Haaland und Raphaël Guerreiro hatten zwei Abschlusssituationen, Leipzig dagegen kam gar nicht vors Tor.
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Dortmunds Treffer verlieh dem Spiel Tempo und Würze. In der 65. Minute wurde Haaland im Strafraum bedient, der Norweger schoss an die Latte. Auf der Gegenseite zog Dani Olmo in den Strafraum und schoss an den linken Pfosten (67.). Doch in der zweiten Halbzeit bekamen die Leipziger Haaland einfach nicht in den Griff. Nach einem Dribbling passte der Stürmer zu Sancho, der ins Zentrum flankte – wo Haaland hingelaufen war und per Kopf zum 2:0 verwandelte (72.).
In der Schlussphase krönte Haaland seine überragende zweite Halbzeit mit dem zweiten Treffer. In der 84. Minute schickte Reus den Norweger perfekt in den Strafraum. Dort spielte er Péter Gulácsi aus und schob zum 3:0 ein. In den letzten Minuten erzielte Alexander Sörloth nach einer Flanke von Angelino, nachdem er den Abpraller seines eigenen Kopfballs verwandelte, noch den Treffer zum 1:3.

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Die Stimmen:

Emre Can (Borussia Dortmund): "Jeder weiß, dass heute für uns ein ganz wichtiges Spiel war, bei dem man sehen konnte, in welche Richtung es dieses Jahr für uns gehen wird. Wir haben verdient gewonnen. In einem Topspiel muss man immer aggressiv sein, das haben wir heute versucht. Die erste Halbzeit war nicht so schön von uns, in der zweiten Halbzeit haben wir die Intensität ins Spiel gebracht und mit dem Ball vertikal nach vorne gespielt. Wir haben Erling Haaland da vorne, der ist extrem schnell. Das haben wir gut gemacht.“
Marco Reus (Borussia Dortmund): "Heute war von uns ein deutlicher Schritt nach vorne, von mir persönlich auch. Wir freuen uns, dass wir so eine zweite Halbzeit hingelegt haben. In der ersten Halbzeit hat uns Leipzig permanent gestresst, das haben wir in der zweiten Halbzeit besser hingekriegt.“

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Leipzig kann Haaland nur eine Halbzeit stoppen

In der ersten Halbzeit gelang es den Sachsen, Erling Haaland komplett aus dem Spiel zu nehmen. Und zwar durch die Mittel Angriffspressing, mit dem man den BVB vom eigenen Strafraum fernhielt, und eine Sonderbewachung durch Dayot Upamecano. Haaland hatte in der ersten Halbzeit nur fünf Ballkontakte.
Doch in der zweiten Halbzeit war Haaland nicht zu stoppen. Immer wieder suchten die Dortmunder ihn als Zielspieler. Entweder er machte die Bälle fest und leitete klug auf Mitspieler weiter oder er startete Flankenläufe. Einer davon führte zur Führung durch Jaden Sancho, als er über rechts im Sprint nicht zu stoppen war und zu Marco Reus passte, der auf Sancho weiterleite. Kurz danach schoss er an die Latte, in der 72. Minute spielte Haaland erst drei Gegenspieler aus, um die anschließende Flanke von Sancho wuchtig ins Tor zu köpfen. Auch das drite Tor ging nach einem perfekten Pass von Reus auf das Konto des Norwegers.

Die Statistik: 25

Erling Haaland hat mit dem Doppelpack gegen Leipzig in seinen bisherigen 25 Bundesligaspielen für Borussia Dortmund 25 Treffer erzielt. In der Phase rund um den Jahreswechsel, als Haaland verletzungsbedingt den Dortmundern fehlte, ließ der BVB Punkte liegen. Wie wichtig der Norweger für das Spiel Dortmunds ist – als Torschütze, Zielspieler und Aufmerksamkeitsmagnet der gegnerischen Verteidiger – zeigte er im Spiel gegen Leipzig. Haaland leitete ein Tor ein und erzielte zwei selbst – und kam damit auf seine überragende Quote von 25 Toren in 25 Spielen. Rekord in der Bundesliga-Geschichte
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