Mats Hummels ist dafür bekannt, nach Niederlagen des BVB kein Blatt vor den Mund zu nehmen und die eigenen Fehler klar zu benennen. Nach der bitteren 1:2-Pleite beim SC Freiburg, bereits die dritte für die Dortmunder in den vergangenen vier Bundesliga-Spielen, wollte er seinem Team aber keinen Vorwurf machen. Zumindest nicht in Sachen Einsatz.
"Seit Wochen investieren wir viel mehr, werfen uns rein. Kämpferisch haben wir uns nichts vorzuwerfen", sagte der 32-Jährige bei "Sky" und verwies auf fehlendes Glück - vor allem im Abschluss - als Hauptgrund für die Niederlagen der vergangenen Wochen.
"Gegen uns ist gefühlt jeder Torschuss drin. Vorne brauchen wir sehr viel Aufwand, um selbst zu treffen. Dann kommen so schlechte Ergebnisse dabei raus", meinte Hummels.
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Hummels-Comeback früher als gedacht? "Lege ich mich einfach mal fest"
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Freiburg habe bis auf die beiden Treffer durch Woo-yeong Jeong (49.) und Jonathan Schmid (52.) nicht mehr vom Spiel gehabt. "Wenn die Fernschüsse reingehen... über den Rücken des Torwarts und dann an den Pfosten", haderte Hummels und schob rhetorisch hinterher: "Ist das jetzt Können oder Spielglück?"
Torhüter Marwin Hitz, der erneut den verletzten Roman Bürki vertrat, sah beim zweiten Gegentreffer von Schmid alles andere als gut aus und lieferte damit der entbrannten Torhüter-Diskussion beim BVB neue Nahrung.

Terzic: "Sind sehr enttäuscht und sauer"

Can: "Bei uns geht er an die Latte, bei denen geht er rein"

Ähnlich wie Hummels sah es auch Emre Can, der diesmal als Rechtsverteidiger aushelfen musste. "Es ist immer ähnlich, wie wir die Spiele verlieren". Es sei kein schlechtes Spiel des BVB gewesen: "Es waren zwei Schüsse. Bei uns geht er an die Latte, bei denen geht er rein." Can hatte in der 5. Minute mit einem Fernschuss den Querbalken getroffen und damit die schwarz-gelbe Führung nur knapp verpasst.
Dass es für Dauerabonnent Dortmund im Kampf um die Champions League langsam eng wird, das wollten aber auch die beiden Führungsspieler nicht unter den Tisch kehren.
Da RB Leipzig, der VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen ihre Spiele allesamt gewannen, sind es mittlerweile drei Punkte Rückstand auf Rang vier.
"32 Punkte sind natürlich viel zu wenig", so Hummels: "Unser Ziel ist in Gefahr. Die Champions-League-Qualifikation ist das, wofür wir kämpfen müssen. Das ist das Mindeste, was wir erreichen müssen. Das wissen wir."

Terzic: "Sauer und enttäuscht"

Coach Edin Terzic war "sauer und enttäuscht", hatte aber ebenfalls keine wirkliche Erklärung für die fehlende Konstanz der Westfalen parat: "Es gibt nicht diesen einen Hebel, den man umlegen kann. Wir müssen bereit sein, den Extrameter zu gehen."
Immer wieder ähnliche Sätze, die man in Dortmund aus den vergangenen Wochen bereits bestens kennt...
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