Haaland mit Dreierpack für Norwegen - doch der BVB muss zittern
BVB-Stürmer Erling Haaland hat mit einem Dreierpack für die norwegische Nationalmannschaft in der Nations League gegen Rumänien für Furore gesorgt und damit auch auf internationaler Bühne seine Gala-Form bestätigt. Sehr zur Freude der Verantwortlichen von Borussia Dortmund um Lucien Favre, die allerdings auch mit ein paar Sorgenfalten nach Norwegen schauen.
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Eine bessere Antwort hätte Erling Haaland nicht geben können.
Mit viel Wut im Bauch pflügte der 1,94 Meter große Stürmer am Sonntagabend ein ums andere Mal durch die Abwehrreihen Rumäniens und ließ das Netz hinter Keeper Ciprian Tatarusanu nicht ein, nicht zwei, sondern gleich dreimal zappeln. Besonders sein dritter Treffer zum 4:0-Endstand, bei dem er sich mit Tempo an zwei Verteidigern vorbeitankte und mit einem wuchtigen Linksschuss abschloss, strotzte nur so vor Dynamik und Willenskraft.
Es war der erste Dreierpack des 20-Jährigen im Trikot der norwegischen Nationalmannschaft und für Haaland eine Frustbewältigung der besonderen Art.
Norwegen verpasst EM - Haaland antwortet mit Gala
Denn die Enttäuschung bei den talentierten Norwegern um Martin Ödegaard, Haaland und Co. war groß vor diesem Nations-League-Spiel.
Am vergangenen Donnerstag hatten sich die Skandinavier Serbien im Halbfinale der Qualifikations-Playoffs für die Europameisterschaft 2021 geschlagen geben müssen. Ein Rückschlag für das aufstrebende Team, der besonders dem sonst so coolen Haaland gehörig gegen den Strich ging:
"Ich will nicht fluchen, aber ich bin ziemlich sauer!", wütete der BVB-Star im Interview mit dem TV-Sender "TV2": "Wir hatten eine gute Möglichkeit, die EM zu erreichen, aber wir sind einfach nicht gut genug."
Doch da die Wörter "schmollen" oder "nachtrauern" im Vokabular Haalands offenbar keine Verwendung finden, antwortete der Schlaks trocken mit einer Gala gegen Rumänien. "Sauer" war er zwar auch nach diesem Spiel, aber eben nur ein "bisschen", weil er nicht noch mehr Tore geschossen hatte. Typisch Haaland.
BVB und Norwegen: Haaland zündet die nächste Stufe
Auch bei Borussia Dortmund werden sie den Auftritt des Stürmers mit Wohlwollen verfolgt haben, der nach seinen beeindruckenden Leistungen im Jahr 2020 für den BVB nun auch auf internationaler Ebene die nächste Stufe zündet. In sechs Länderspielen kommt Haaland auf satte sechs Treffer. Bereits Anfang September hatte er gegen Nordirland mit einem Doppelpack und einer Vorlage für Furore gesorgt.
Und da Haaland auch in der neuen Bundesliga-Saison einmal mehr seine herausragende Form bestätigt (vier Tore nach drei Spieltagen), könnten die Verantwortlichen des BVB doch kaum glücklicher sein, oder?
Nun ja, mit ein paar Sorgenfalten wird Lucien Favre trotzdem Richtung Norwegen geschaut haben. Denn Haaland ist mittlerweile nicht mehr aus der Offensive der Schwarz-Gelben wegzudenken und hat sich zu einer Art Lebensversicherung entwickelt. Die Spielweise und Laufwege sind auf den bulligen 20-Jährigen im Sturmzentrum angepasst, mit jeweils einem Doppelpack war er bei den Siegen gegen Borussia Mönchengladbach (3:0) und den SC Freiburg (4:0) der entscheidende Faktor auf dem Platz.
Sollte Haaland also einmal ausfallen, bekäme Favre sofort Probleme, denn eine positionsgetreue Alternative auf der Neun sucht man im BVB-Kader (noch) vergebens. Marco Reus, Julian Brandt oder Thorgan Hazard können zwar die zentrale Position in der Offensive bekleiden, die Präsenz und Torgefahr im Strafraum, die Haaland so sehr auszeichnen, strahlt jedoch keiner der drei aus.
BVB: Haaland ist Dortmunds Lebensversicherung
Mit Mega-Talent Youssoufa Moukoko steht die Lösung für Favres Problem schon bereit, bei den Profis mitmischen darf der Nachwuchsstürmer allerdings erst nach seinem 16. Geburtstag (20. November). Und selbst dann ist noch lange nicht gesagt, ob der Youngster sofort eine hilfreiche Option im A-Kader sein kann.
Dass Haaland gegen Serbien 120 Minuten und gegen Rumänien 79 Minuten auf dem Platz stand, dürfte dem Schweizer Coach also Bauchschmerzen bereitet haben, zumal am Mittwoch für Norwegen ein drittes Spiel gegen Nordirland auf dem Plan steht und der BVB keine 72 Stunden später wieder in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim gefordert ist.
Danach stehen 2020 in der durch die Corona-Pandemie verzerrten Saison fast nur noch englische Wochen an. Ein absolutes Mammut-Programm, das bei falscher Belastungssteuerung dazu führen kann, dass im Saisonendspurt 2021 Power und Konzentration fehlen.
Favre und der BVB müssen also zum einen zittern, dass Haaland gesund bleibt, und zweitens einen Weg finden, dem jugendlichen Heißsporn ("Haaland will immer spielen") sinnvolle Pausen zu geben und ihn gleichzeitig bei Laune zu halten.
Gerne wird sich Haaland nämlich nicht auf die Bank setzen.
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Reporter macht Götzes Frau Avancen - der regiert cool
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