FC Bayern: Leroy Sané ein- und ausgewechselt - Flick erklärt die Höchststrafe für den Flügelstürmer

Leroy Sané erlebt beim 2:1-Sieg des FC Bayern München im Spitzenspiel der Bundesliga bei Bayer Leverkusen die Höchststrafe: In der 32. Minute für den verletzten Kingsley Coman eingewechselt, nahm Trainer Hans-Dieter Flick den deutschen Nationalspieler in der 68. Minute wieder vom Feld und erklärte den Wechsel mit taktischen Gründen. Thomas Müller baute ihn auf.

Leroy Sané (FC Bayern) wurde gegen Bayer Leverkusen vorzeitig ausgewechselt

Fotocredit: Imago

Leroy Sané schlug mit Trainer Hans-Dieter Flick ab und ging gleich durch in die Kabine, um seine Jacke zu holen.
Der Flügelstürmer des FC Bayern hatte im Spiel bei Bayer Leverkusen (2:1) soeben etwas erlebt, was man gemeinhin als "Höchststrafe" für einen Fußballer bezeichnet: ein- und nach nur wenig Spielzeit wieder ausgewechselt zu werden. Bei Sané waren es am Samstagabend 36 Minuten Nettospielzeit, die der 24-Jährige mitwirken durfte.
In der 32. Minute für den am Oberschenkel verletzten Kingsley Coman eingewechselt, blieb Sané mit nur einer Torschussvorlage und vielen Ungenauigkeiten im Offensivspiel blass. Nach 68 Minuten hatte Bayern-Trainer Hans-Dieter Flick genug gesehen und wechselte den 17 Jahre alten Jamal Musiala für Sané ein. Musiala führte sich auch gleich mit einem Pfostenschuss ein (79.), wirkte agiler.
"Die Auswechslung kam im ersten Moment überraschend für mich - das kannte ich so nicht. Aber auch das passiert einmal", erklärte Sané am Sonntag in der "Bild"-Zeitung.
Flick begründete den Wechsel nach der Partie mit taktischen Gründen. "Warum Höchststrafe? Wenn wir auswechseln, müssen wir es sinnvoll machen", sagte er. Er habe Musiala bringen wollen und sich entsprechend zwischen Thomas Müller, Serge Gnabry und Sané für die Auswechslung entscheiden müssen.

Müller verteidigt Sané

"Thomas ist für uns unverzichtbar, weil er kluge Entscheidungen trifft, die Räume sehr gut besetzen kann und sich immer 90 Minuten in den Dienst der Mannschaft stellt", erläuterte Flick. Gnabry habe sich dagegen "in der zweiten Halbzeit enorm gesteigert, nachdem ich in der ersten Halbzeit nicht so zufrieden mit ihm war". So bliebe ihm nur "die Option Leroy und die musste ich dann nehmen".
Flick weiter: "Es geht um den Erfolg der Mannschaft, da muss der Einzelne zurückstehen. Er wird das verkraften."
Durch die Auswechslung gestraft genug, wollte keiner der Bayern den Stab über Sané brechen. Thomas Müller nahm ihn sogar direkt nach Spielschluss zur Brust. "Ich wollte ihm nur sagen, dass er aus der Situation keine Frustration mitnehmen soll, sondern eine Motivation", erklärte der Vize-Kapitän der Bayern bei "Sky": "Es ist natürlich eine harte Nummer, ausgewechselt zu werden. Aber das wird er wegstecken und wir als Mannschaft stehen absolut hinter ihm."
Mit Sané hätte Bayern "schon auch mehr Offensivzug über die rechte Seite" gehabt, führte Müller an. Coman war zuvor tatsächlich nur auf 13 Ballaktionen gekommen. Sané hatte immerhin 31.
Er selbst spiele "sehr, sehr gerne" mit Sané zusammen, sagte der 31-Jährige. Es fehle auch nicht mehr viel, bis beim Nationalspieler alles zusammenpasse.
"Ich glaube, er ist ganz nah dran, dass der Knoten bei ihm aufgeht", sagte Müller. Entsprechend ist er sich sicher, "dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, dass wir über Leroy Sané ganz anders sprechen".
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Flick über Kimmich-Comeback: "War nicht geplant"

Quelle: Perform

Auch Lewandowski drückt Sané die Daumen

Robert Lewandowski führte an, dass Sané zwischen August 2018 und September 2019 aufgrund eines Kreuzbandrisses kein Spiel absolviert habe und man entsprechend geduldig mit dem Neuzugang umgehen müsse.
"Nach so einer Verletzung braucht man Zeit. Ich denke, dass er nächstes Jahr seine Qualität zeigen wird. Er wird in besserer Form spielen", sagte der Weltfußballer: "Ich drücke ihm die Daumen, weil er ein super Junge und ein super Spieler ist."
So äußerte sich auch Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic. "Der Junge ist wirklich top, das muss man wirklich sagen", meinte der 43-Jährige: "Ich glaube total an ihm. Er hat Qualitäten, die wir brauchen und die uns später auch helfen werden."
Fakt ist aber auch: Seit dem 3:2 bei Borussia Dortmund am 7. November war Sané in neun Pflichtspielen nur noch an zwei Bayern-Toren direkt beteiligt (ein Treffer, ein Assist).
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Höchststrafe für Sane? Das sagt Flick zur Auswechslung

Quelle: Perform

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