Der mittlerweile 37 Jahre alte Torschützenkönig von 2012, der beim niederschmetternden 1:2 (0:1) im Krisengipfel gegen den 1. FC Köln einen Tag nach der Verpflichtung noch passen musste, soll bei seinem tief gestürzten Herzensklub Wunderdinge vollbringen. Ex-Schalke-Profi Youri Mulder verglich den "Hunter" etwa schon mit einem anderen prominenten Torjäger-Oldie, der noch immer für Furore sorgt.
"Er sah fast aus wie Zlatan Ibrahimovic", sagte Mulder im "Spox"-Interview über seinen von Ajax Amsterdam gewechselten Landsmann, "sehr austrainiert, äußerst ehrgeizig, ist in den Spielen mit einem unglaublichen Willen aufgetreten, und vor allem sah er fit wie ein Turnschuh aus." Bis auf die zwickende Wade eben, die ihn erst am Freitag ins Teamtraining einsteigen ließ.
In seinem ersten Bundesliga-Spiel seit dem 20. Mai 2017 wird Huntelaar voraussichtlich nur als Joker helfen können. In bislang 240 Pflichtspielen für Schalke kam er auf 126 Tore, doch seine Bilanz gegen die Bayern sieht düster aus. Noch nie traf er gegen den Rekordmeister, von acht Spielen mit ihm gegen die Münchner gewann Schalke nur eines.
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Die Lage beim Revierklub, das hat Huntelaar spätestens als Zuschauer am Mittwoch begriffen, ist dramatisch: Die Niederlage gegen Köln besiegelte beim Schlusslicht die schlechteste Hinrunde der Schalker Bundesliga-Historie. Der Worst Case, der Abstieg mit 240 Millionen Euro Schulden, nimmt bei mickrigen sieben Punkten auf dem Konto bedrohlich konkrete Formen an.

Mit Stolz gegen den FC Bayern

Der Vorsatz für den Rückrunden-Auftakt gegen den FC Bayern könnte lauten: Bloß kein Deja-vu! Im Bundesliga-Eröffnungsspiel vor vier Monaten gingen die Königsblauen mit 0:8 in München unter. Auf die Reporterfrage, ob das Wiedersehen nun zweistellig ausgehen könne, reagierte Gross erst patzig, dann mit Zweckoptimismus.
Er tue sich "enorm schwer mit Pessimisten", entgegnete der Schweizer: "Es ist ein neues Spiel, eine neue Dramaturgie, es ist ein neuer Regieplan da." Wichtig sei, "dass wir keine eigene Fehler machen", führte Gross zu seinem eigenen Drehbuch aus:
Wir müssen stolz sein und zeigen, dass wir als Team verteidigen können und daneben unsere Chancen nach vorne nutzen."
Vorne, da spielt ja auch Matthew Hoppe. Der Shootingstar, 18 Jahre jünger als Huntelaar, erzielte in den vergangenen drei Partien fünf Tore. Gross hofft, dass der auslaufende Vertrag des US-Amerikaners trotz des drohenden Abstiegs bald verlängert wird - und Hoppe und Huntelaar harmonieren: "Er würde es auch verstehen, wenn Huntelaar mal den Vorzug bekommt. Er kann enorm von ihm profitieren." Im besten Fall, so die königsblaue Hoffnung, gilt das für den gesamten Verein.
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