Gegen Stuttgart tat sich Leipzig in den ersten Minuten durchaus schwer, beide Teams liefen viel - doch Torchancen ließen die Abwehrreihen kaum zu. Erst der Platzverweis für Ahamada brachte etwas Schwung rein. Der Franzose hatte Haidara mit offener Sohle getroffen, Schiedsrichter Deniz Aytekin zog nach Ansicht der Videobilder Rot (14.).
Anschließend zogen sich die Stuttgarter, deren Fokus bereits vor der Roten Karte auf der Defensive lag, kollektiv zurück. RB drückte in der Folge mehr, Christopher Nkunku (16.) scheiterte aus spitzem Winkel an VfB-Torwart Gregor Kobel. Tormöglichkeiten kreierten die Gastgeber aber auch in dieser Phase zu wenige, weil der VfB sich stark zurückzog.
Leipzig fand gegen die schwäbische Wand selten den Raum für den letzten Pass. Das Ergebnis waren einige Halbchancen nach Standards sowie ein Schuss aus dem Getümmel von Nkunku (37.) aus zwölf Metern, den Kobel zur Ecke lenkte.
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Nach der Pause kam Leipzig mit beeindruckender Entschlossenheit aus der Kabine, eine exzellente Flanke von Dani Olmo köpfte Haidara mit dem ersten Angriff wuchtig ins Netz - und sie wollten mehr. Nach einer tollen Kombination mit Nkunku tauchte Haidara (52.) plötzlich alleine vor Kobel auf, der erneut in höchster Not parierte. Aus ähnlicher Lage hielt der Schweizer Schlussmann danach gegen Alexander Sörloth (57.).
Kobel lief in dieser Phase zur Höchstform auf, als er auch noch einen Volley von Angelino (63.) inklusive Olmos Nachschuss entschärfte. Es brauchte ein Foul von VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos an Forsberg, um den Torwart ein zweites Mal zu überwinden. Leipzigs Schwede trat selbst an und verwandelte sicher in die rechte Ecke.
Auch in der Schlussphase waren die Hausherren dem dritten Streich deutlich näher als der VfB Stuttgart dem ersten Treffer, der bis zum Schlusspfiff ohne Schuss aufs Tor blieb.

Die Stimmen:

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Für uns war es ein wichtiger Sieg. Mit einer Niederlage heute wäre zu viel Druck in den Kampf um die Champions League und Platz zwei gekommen. Es ist nicht 100 Prozent safe, aber es sieht sehr gut aus. Jetzt wollen wir noch mehr als drei Punkte holen, und dann sind wir mit der Leistung ganz zufrieden."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Nach der Roten Karte war es ein anderes Spiel. Wir haben lange gut verteidigt. Es war klar, dass wir die ein oder andere Chance überstehen müssen. Der Treffer nach der Pause war bitter. Mir hat gefallen, dass wir trotz der beiden Tore konsequent weiter gearbeitet haben."
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Nach den letzten Spielen wollten wir eine Reaktion zeigen. Das haben wir getan. Natürlich kam uns die Rote Karte entgegen. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, noch häufiger zu flanken. Das hat dann auch sehr gut gepasst beim ersten Treffer. Es war wichtig, früh nach der Pause zu treffen Wir haben im Training an den Abschlüssen gearbeitet, um wieder mehr Tore zu schießen. Für mich war es ein klarer Elfmeter. Ich wollte unbedingt schießen, denn im Hinspiel hat Gregor Kobel meinen Elfer gehalten."

Der Tweet zum Spiel:

Ahamada blickte nicht gerade fröhlich drein, als der Unparteiische ihn vom Feld schickte.

Das fiel auf: RB gegen Neulinge weiterhin nicht zu stoppen

20 Mal musste RB in der Bundesliga bisher gegen Aufsteiger ran. Dabei sprangen aus Sicht der Leipziger beeindruckende 17 Siege und drei Unentschieden heraus. Auch der VfB schaffte es nicht, gegen die Roten Bullen dreifach zu punkten. In der Bundesliga-Historie verlor jeder Verein - außer RB Leipzig - höchstens nach acht ungeschlagenen Partien gegen einen Liga-Neuling. Die Leipziger bezwangen den VfB Stuttgart bereits in der Hinrunde dieser Saison (1:0) und setzten sich außerdem gegen Arminia Bielefeld zweimal durch (2:1 und 1:0).

Die Statistik: 14

Ahamadas Rote Karte war gleichzeitig früheste Platzverweis in der Stuttgarter Bundesligageschichte. In den 139 vorherigen Fällen wurden VfB-Spieler jeweils erst nach der 14. Minute des Feldes verwiesen.
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