Sami Khedira zur Hertha BSC, Shkodran Mustafi zu Schalke 04 - am letzten Tag der Wintertransferperiode kehrten zwei Weltmeister von 2014 in die Bundesliga zurück. Damit spielen nun wieder zehn WM-Helden im deutschen Oberhaus.
Mit Toni Kroos, Julian Draxler, Mario Götze, Lukas Podolski und Mesut Özil verdienen aktuell fünf Weltmeister ihr Geld im Ausland.
Nur drei der noch aktiven Weltmeister spielen in der Nationalmannschaft unter Trainer Joachim Löw eine entscheidende Rolle.
Bundesliga
Vier mögliche Kandidaten: BVB sucht offenbar Bürki-Nachfolger
02/02/2021 AM 09:58
Alle anderen haben inzwischen ihre aktive Profi-Karriere beendet. Zuletzt verkündete Kevin Großkreutz den Abschied vom Profi-Geschäft. Ganz aufhören will er aber dann doch nicht und kickt daher künftig für einen Sechstligisten in seiner Heimatstadt Dortmund.
Was seine WM-Kollegen aktuell treiben, zeigt Eurosport.de in einer Übersicht.

Die Weltmeister von 2014 im Überblick:

TOR:
Manuel Neuer (96 Länderspiele): Immer noch Stammtorwart der Nationalmannschaft, nach zwischenzeitlichem Tief längst wieder unumstritten. Mit seinen Glanztaten einer der Garanten des Münchner Triples, zuletzt als FIFA-Welttorhüter geehrt.
Roman Weidenfeller (5): Durfte 2014 ohne Einsatz Weltmeister werden. Beendete seine Karriere 2018 bei Borussia Dortmund. Seither TV-Experte und Gast auf dem "Traumschiff".
Ron-Robert Zieler (6): Ohne Einsatz beim WM-Triumph, lange kein Kandidat mehr für Bundestrainer Joachim Löw. Wechselte im Sommer in seine Geburtsstadt Köln zum FC, ist dort nur die Nummer 2.
ABWEHR:
Jérôme Boateng (76): Einer der Final-Helden von Rio, von Löw nach dem WM-Desaster 2018 aussortiert. Beim FC Bayern längst runter von der Abschussliste und wieder unumstrittene Stammkraft.
Erik Durm (7): WM-Tourist, anschließend nicht Teil des Neuaufbaus. Stieg in England mit Huddersfield Town ab, aktuell erste Wahl bei Eintracht Frankfurt.
Matthias Ginter (35): Seine Zeit kam erst nach dem WM-Titel, von Löw auch für die EM im Sommer fest eingeplant. Unverzichtbar bei Borussia Mönchengladbach.
Kevin Großkreutz (6): Nach einigen Skandälchen und dem Aus beim Drittligisten KFC Uerdingen dorthin zurückgekehrt, "wo ich hergekommen bin - zum Amateurfußball". Konkret zum Sechstligisten TuS Bövinghausen in seiner Heimatstadt Dortmund.
Benedikt Höwedes (44): Auf dem Weg zum WM-Titel ein Ausbund an Konstanz, verpasste keine Minute. Später von Domenico Tedesco bei Schalke 04 vergrault, Karriereende im Sommer 2020. Experte bei Sky.
Mats Hummels (70): Turm in der Schlacht 2014. Später wurden Geschwindigkeitsdefizite augenscheinlich, von Löw im März 2019 aussortiert. Nach Rückkehr zum BVB konstanter, aber für Löw wohl weiter kein EM-Kandidat.
Per Mertesacker (104): Legendär für seinen Eistonnen-Spruch. Hörte nach der WM in der Nationalmannschaft auf. Leiter der Jugend-Akademie beim FC Arsenal, ZDF-Experte.
Shkodran Mustafi (20): Bei der WM der Überraschungsmann, zuletzt im Oktober 2017 im DFB-Trikot. Auch beim FC Arsenal zuletzt nicht mehr gefragt, wechselte jetzt auf den letzten Drücker zu Schalke 04.
MITTELFELD/ANGRIFF:
Julian Draxler (56): 2014 die große Hoffnung, beim Confed Cup 2017 zum Anführer gereift - aber immer noch keine feste Größe. Auch bei Paris St. Germain nur einer von vielen.
Sami Khedira (77): Erstes "Umbruchsopfer" nach der WM 2018. Überstand später einen Eingriff am Herzen gut. Bei Juventus Turin zuletzt außen vor, wagt den Neustart bei Hertha BSC.
Christoph Kramer (12): Kam im WM-Finale unverhofft zum Einsatz - und fragte den Schiedsrichter, ob es wirklich das WM-Finale sei. Wechselte von Mönchengladbach nach Leverkusen und zurück. Bei der Borussia wichtiger Anführer.
Toni Kroos (101): Hat inzwischen seinen eigenen Kinofilm. Kann immer noch das Metronom einer Mannschaft sein. Bei Real Madrid nach wie vor unverzichtbar, von Löw weiter hoch geschätzt.
Philipp Lahm (113): Rücktritt 2014 auf dem Höhepunkt der Karriere, für viele verfrüht. Spielte beim FC Bayern noch bis 2017 weiter. Heute Unternehmer und OK-Chef der EM 2024.
Mesut Özil (92): Nach der WM 2018 wegen seines Fotos mit Autokrat Recep Tayyip Erdogan für viele der Sündenbock. Danach Rücktritt mit großem Knall und Rassismus-Vorwurf. Winterwechsel von Arsenal zu seiner "Jugendliebe" Fenerbahce.
Bastian Schweinsteiger (121): Das Spiel des Lebens im WM-Finale 2014 zu machen, war perfektes Timing. Letztes Länderspiel im August 2016. Karriereende bei Chicago Fire 2019, ARD-Experte.
Mario Götze (63): Held des WM-Finals. Hatte Probleme mit dem Ruhm und den Erwartungen, wurde auch nach der Rückkehr zum BVB nicht glücklich. Neustart im vergangenen Sommer in Eindhoven, Löw hat ihn "im Blick".
Miroslav Klose (137): Tormaschine vom Dienst. Gehörte zwischendurch zu Löws erweitertem Trainerstab. Aktuell Co-Trainer beim FC Bayern.
Thomas Müller (100): Drittes Löw-Opfer im Frühjahr 2019. Seit Monaten in Topform, die Rufe nach seiner DFB-Rückkehr werden lauter.
Lukas Podolski (130): Stimmungsonkel im Campo Bahia 2014. Traf zum Abschied aus der Nationalmannschaft 2017 nochmals gegen England mit einem Tor des Jahres. Kapitän bei Antalyaspor in der Türkei, hat in Köln eine Dönerbude und zwei Eisläden.
André Schürrle (57): Wegbereiter des Siegtores im WM-Finale 2014. Die Leistungsexplosion im Anschluss blieb aus. Beim BVB aussortiert, Karriereende mit 29 Jahren 2019.
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(SID)

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