Wie zu erwarten war Wolfsburg von Beginn an die dominantere Mannschaft, doch Schalke verteidigte über lange Zeit gut und ließ eigentlich relativ wenig zu.
Das erste Mal gefährlich wurde es in der 14. Minute, als Josip Brekalo Wout Weghorst am Sechzehner bediente und Malick Thiaw dessen Schuss gerade noch so zur Ecke klären konnte.
Diese brachte Maximilian Arnold auf den kurzen Pfosten, wo sich Joshua Guilavogui gegen Timo Becker und Thiaw durchsetzen konnte und ins Tor köpfte. Admir Mehmedi fälschte allerdings noch vor der Torlinie den Ball ab und stand dabei im Abseits. Der Treffer zählte nicht (15.).
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Auf der Gegenseite versuchte es Amine Harit mit einem Alleingang und einem Schuss aus der Distanz, doch der Versuch des Marokkaners wurde noch zur Ecke geblockt (18.). Die Wölfe taten sich in der Folge schwer, den Defensivverbund der Gäste zu durchbrechen.

Wolfsburg stellt Schalke vor viele Probleme

Durch ein unglückliches Eigentor von Shkodran Mustafi gingen die Hausherren dann in Führung. Thiaw spitzelte Mehmedi im Sechzehner den Ball vom Fuß und fand den Kopf von Mustafi, der zum eigenen Keeper zurückköpfen wollte, doch der Ball schlug ins rechte Eck ein (31.).
Nach dem Wiederanpfiff spielten eigentlich nur noch die Hausherren und Schalke bekam in der Defensive immer größere Probleme. Arnold flankte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Sechzehner, den Weghorst verlängern wollte, jedoch nicht mehr rankam. Das Leder schlug dennoch im Tor ein, der holländische Stürmer stand zuvor aber im Abseits. Auch hier wurde der Treffer aberkannt (50.). Nur eine Minute später bediente Ridle Baku nach einem Fehler von Harit Weghorst im Sechzehner. Der 28-Jährige behielt aus 16 Metern die Nerven und erhöhte auf 2:0.
Pechvogel Mustafi sorgte dafür, dass sein heutiger Auftritt noch schlechter aussah. Vor dem eigenen Sechzehner ging der Innenverteidiger ins Dribbling und verlor den Ball. Weghorst legte anschließend quer für Baku, der ins Tor einschob (58.). Die einzige gute Offensivaktion der Schalker war der Distanzschuss der Wolfsburg-Leihgabe William. Der Brasilianer zog aus 25 Metern ab und scheiterte am glänzend reagierenden Koen Casteels (60.). Nach einem Chip-Pass von Arnold an den Sechzehner legte Weghorst erneut quer und bediente Josip Brekalo, der links im Sechzehner zu viel Platz bekam und zum 4:0 vollendete (64.).
Rönnow war es am Ende zu verdanken, dass das Ergebnis nicht erheblich höher ausfiel. Zunächst parierte er stark gegen den eingewechselten Maximilian Philipp und dann kurz darauf erneut gegen Brekalo. Beide Male fischte er das Leder aus dem rechten Eck (77.). Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal der Ex-Dortmunder Philipp, der vom ebenfalls eingewechselten Jérôme Roussillon rechts im Sechzehner bedient wurde und zum 5:0 Endstand einschob (79.).

Die Stimmen zum Spiel:

Ridle Baku (VfL Wolfsburg): "Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind wir dann als Kollektiv stark zurückgekommen, auch glücklich in Führung gegangen und in der zweiten Halbzeit einfach dominant aufgetreten. Wir haben den Gegner sehr gut bespielt. [...] Wenn man sich aktuell die Tabelle anschaut, ist es natürlich sehr, sehr schön. Wir befinden uns auf dem 3. Platz, einem Champions-League-Platz und natürlich wollen wir uns jetzt auch auf diesen Plätzen halten."
Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): "Die erste Halbzeit war einfach nicht gut. Das war mit einer unserer schwächsten Halbzeiten der aktuellen Saison. Das kann aber mal passieren, vor allem wenn so viele andere Spieler auf einmal spielen, daran musst du dich dann erst mal gewöhnen. In der zweiten Halbzeit sind wir einfach sehr aggressiv rausgekommen und dann wurde bei uns nach dem 2:0 das Selbstvertrauen einfach viel größer."
Dimitrios Grammozis (Trainer Schalke 04): "Ich finde, wir waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel. Wir haben dem VfL wenig Möglichkeiten gegeben und bekommen dann ein sehr bitteres Tor gegen uns. Das 0:1 fiel ja auch irgendwie aus dem Nichts, wir haben kurz davor die Möglichkeit, bei der der Pass nicht präzise genug kommt und im Gegenzug fängst du dir halt das Gegentor. Man sieht dann auch einfach bei den Spielern, dass die letzten Monate Spuren hinterlassen haben und es wieder in den Köpfen rattert."
Timo Becker (Schalke 04): "Die Frage über den Abstieg bekommt man hier ja jede Woche gestellt. Ich habe die Hoffnung weiterhin, wir haben noch genug Punkte zu holen und ich werde immer weiterkämpfen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Mit katastrophalen Statistiken dem Abgrund entgegen

Für Schalke 04 war es bereits die zehnte Partie gegen eine Mannschaft aus den aktuellen Top sechs. Keine dieser Begegnungen konnten die Knappen für sich entscheiden und in lediglich einer einzigen erzielte Schalke überhaupt einen Treffer - dies war beim 1:3 in Frankfurt der Fall. Insgesamt kommen die Knappen gegen diese Mannschaften auf ein Torverhältnis von 1:39 - also fast vier Gegentore im Schnitt. Jede einzelne Partie verlor Schalke mit mindestens zwei Toren Differenz. Durch den Sieg von Mainz stehen die Knappen nun elf Punkte hinter den 05ern und neun Zähler hinter Bielefeld, die morgen in Leverkusen ranmüssen. Rechnerisch ist der Klassenerhalt zwar noch möglich, realistisch allerdings nicht mehr.

Die Statistik: 4

Für den VfL Wolfsburg war es heute das vierte Heimspiel in Folge ohne Gegentor. Das ist ein neuer Vereinsrekord für die Wölfe. Zudem bleiben sie in der laufenden Saison zu Hause weiterhin ungeschlagen.
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