Die Hausherren machten von Beginn an ordentlich Druck nach vorne und gingen bereits in der sechsten Minute in Führung. Lucas Höler spielte aus dem Halbfeld einen tollen Steckpass auf Kapitän Christian Günter, der in die linke Strafraumhälfte eindrang und flach aufs lange Eck wuchtete. Dort wehrte Rafał Gikiewicz zur Seite ab. Lukas Kübler schnappte sich den Ball und drückte diesen aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie.
Freiburg ließ danach nicht locker und spielte weiter geradlinig in Richtung gegnerisches Tor. Augsburg hatte defensiv einige Schwierigkeiten und musste in der 25. Minute das 0:2 schlucken. Maximilian Eggestein passte etwa 22 Meter vor dem Kasten mit perfektem Timing vertikal zu Lucas Höler, der sich clever drehte, den Ball klasse mitnahm und mit dem rechten Außenrist halbhoch zum 2:0 ins Tor lupfte.
In der 33. Minute stellte Vincenzo Grifo per souverän verwandeltem Strafstoß gar auf 3:0. Vorausgegangen war ein Handspiel von Raphael Framberger, das Schiedsrichter Daniel Schlager durch die Elfmeterentscheidung ahndete.
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Die Fuggerstädter brachen wenige Male durch, ihnen fehlte es dabei aber meist an der notwendigen Präzision im letzten Pass, um aus aussichtsreichen Positionen abzuschließen.
Die zweite Halbzeit war zunächst ziemlich ausgeglichen. In der ersten Phase nach dem Seitenwechsel war das Tempo nicht sehr hoch. Freiburg hatte ebenso wie in Durchgang eins ein deutliches Plus an Ballbesitz und Torchancen.
Der FC Augsburg blieb in der Offensive zwar nicht komplett blass, er konnte in seinen Abschlusssituationen aber nicht überzeugen. Es blieb beim leistungsgerechten und in der Höhe verdienten 3:0.

Die Stimmen:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Diese Woche ging es um die emotionale Balance. Die Mannschaft hat's klasse gemacht. Ich freue mich sehr für die Zuschauer, dass wir so ein tolles letztes Spiel machen konnten."
Florian Niederlechner (FC Augsburg): "Ich glaube, dass es heute allgemein sehr frustrierend war. Die erste Halbzeit war ein kompletter Angsthasenfußball - so kannst du in der Bundesliga nicht spielen. Und dann gehst du hier heute 3:0 baden."
Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): ""Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und keinen Zugriff zum Spiel bekommen. Die Tore waren zwangsläufig. In der zweiten Halbzeit war es besser. Aber 45 Minuten reichen nicht."

Der Tweet zum Spiel:

Es wurde letztmals im legendären Dreisamstadion gespielt. In den dort insgesamt 360 ausgetragenen Bundesligapartien fielen 999 Treffer.

Das fiel auf: Frühstarter aus dem Breisgau

Der Sport-Club netzte in dieser Saison bereits viermal in den ersten 15 Minuten eines Bundesligaspiels. Mehr Treffer in dieser Kategorie erzielte in der laufenden Spielzeit lediglich Bayer Leverkusen (7). Knapp 45 Prozent der Freiburger Tore fielen in der Anfangsviertelstunde, das ist in dieser Statistik beispielsweiße ein höherer Anteil als der der Werkself. Zwei dieser vier Treffer erzielten die Breisgauer zuhause. Ob diesmal die Heimfans eine Rolle dabei spielten, dass der SC so früh knipste, ist natürlich nicht zu belegen. Allerdings machte es schon den Eindruck, dass die Freiburger Spieler durch die tolle Stimmung auf den Rängen zusätzlich motiviert wirkten und von Beginn an im letzten Spiel im Dreisamstadion ein Offensivfeuerwerk abbrennen wollten.

Die Statistik: 6

Freiburg blieb auch am sechsten Spieltag ungeschlagen (drei Siege, drei Unentschieden). Damit stellte der Sport-Club einen neuen Vereinsrekord auf, denn sonst musste er in der Bundesliga immer spätestens am fünften Matchday eine Niederlage einstecken.
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#SotipptderBoss - 6. Spieltag 2021/22: Freiburg schlägt Augsburg

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