BVB verliert klar gegen RB Leipzig - Konrad Laimer und Christopher Nkunku machen Dortmund nass

Borussia Dortmund hat am 28. Spieltag der Bundesliga zuhause vor der Saisonrekordkulisse von 81.365 Zuschauern deutlich 1:4 (0:2) gegen RB Leipzig verloren. Konrad Laimer avancierte mit einem Doppelschlag (21./30.) und dem Assist zum 3:0 von Christopher Nkunku (57.) zum Mann des Spiels. Donyell Malen verkürzte für den BVB (84.), Dani Olmo besorgte jedoch postwendend den Endstand (86.).

Konrad Laimer (r.) trifft zum 2:0 - Borussia Dortmund vs. RB Leipzig

Fotocredit: Getty Images

Dortmund stellte zu Beginn das dominante Team. Nach sieben Minuten hatten die BVB-Fans im erstmals seit der Saison 2019/20 wieder vollbesetzten Stadion den Torschrei schon auf den Lippen.
Marco Reus wählte nach einem tollen Zuspiel von Mats Hummels frei vor RB-Keeper Péter Gulácsi aber den Querpass statt selbst abzuschließen - und spielte den Ball in den Rücken von Erling Haaland.
Die Leipziger spielten abwartend und überließen dem BVB den Ball, um sich für Konter in Position zu bringen. Die Gäste schafften es so, immer wieder Nadelstiche zu setzen. Leipzig agierte enorm effizient und ging trotz gegnerischem Chancenplus in der ersten Halbzeit innerhalb von wenigen Minuten deutlich in Führung.
Beide Male netzte Konrad Laimer, der nach Zuspiel von Christopher Nkunku rechts im Strafraum zum 1:0 über den heranstürzenden Keeper Gegor Kobel chippte (21.). Neun Minuten später fälschte Emre Can einen Fernschuss von Laimer entscheidend ab. Der deutsche Nationalspieler hatte schon beim 0:1 den Ball verloren.
Die Borussen hatten zwar auch nach dem Seitenwechsel mehr Aktionen mit dem Ball am Fuß, im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten hatte Leipzig nach der Pause aber das Mehr an Chancen.
Nachdem Nkunku in der 57. Minute auf 3:0 stellte, passierte bis in die Schlussphase offensiv nicht mehr viel Nennenswertes. Dann traf Joker Donyell Malen in Anschluss an einen Eckball spät zum 1:3 (84.), was Dani Olmo jedoch nur 112 Sekunden später mit einem Sahnetor zum Endstand konterte.
Somit riss Dortmunds Serie ohne Niederlage nach sechs Bundesliga-Spielen, die Leipziger bauten ihre hingegen auf sieben Partien aus. Sollte Bayerns Wechselfehler beim 4:1-Sieg über Freiburg kein Nachspiel für den Rekordmeister haben, liegt der BVB mit neun Zählern Rückstand hinter dem Ligaprimus.
Die viertplatzierten Bullen vergrößerten ihren Vorsprung auf die an diesem Spieltag sieglosen Verfolger aus Hoffenheim und Freiburg, die Platz vier und fünf bekleiden.

Die Stimmen zum Spiel:

Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): "Das war schwierig. 1:4, vier Gegentore. Wir sind gut in die Partie gekommen, aber was heute wohl den Unterschied gemacht hat, war die Konsequenz: im Verteidigen - und im Angreifen. Wir waren nicht kompromisslos genug und haben Leipzig immer wieder Kontermöglichkeiten gegeben."
Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "Dass es hier nicht einfach ist, ist klar. Und vor allem am Anfang, glaube ich, war es für viele neu. Auch für die Dortmunder selbst, hier mal vor 82.000 zu spielen. Und in Summe haben wir es gut gemacht."
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"Sehr enttäuschend": Rose erklärt, was Leipzig dem BVB voraus hatte

Quelle: Perform

Konrad Laimer (RB Leipzig): "Ich glaube, meine Abschlussstärke habe ich jetzt neu entdeckt. Ich würde gerne da weitermachen - wie in den letzten paar Spielen für Leipzig."
Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Ich glaube, dass war heute ein Sieg der Effektivität und der Chancenverwertung. Das war auf keinen Fall ein 4:1-Spiel von den Leistungsverhältnissen her, aber wir müssen natürlich damit leben, dass wir nach dem Ergebnis kritisiert werden."

Der Tweet zum Spiel:

Update: Nkunku schraubte seine Torekonto durch das 3:0 auf 16 Treffer hoch und verbuchte durch die Vorlage zum 4:1 einen weiteren Assist.

Das fiel auf: Unglücklicher Arbeitstag von Can

An dieses Spiel wird sich DFB-Nationalspieler Can sicherlich nicht allzu gerne erinnern. Der 28-Jährige übernahm den rechten Part in Dortmunds defensiver Dreierreihe und war an den ersten beiden Leipziger Treffern maßgeblich beteiligt. Beim ersten Streich ging ein Ballverlust Cans voraus, beim zweiten fälschte er einen Fernschuss von Laimer unglücklich ab. Für den gebürtigen Frankfurter war es ein Abend zum Vergessen. Dass er mit seiner Leistung selbst vermutlich alles andere als zufrieden war, zeigte sein Frustfoul an Nkunku (80.), wofür er Gelb sah. Positiv zu erwähnen ist Cans Vorarbeit zu Malens Ehrentreffer, letztlich war das Tor zum 1:3 aber nur Ergebniskosmetik.

Die Statistik: 763

Der Signal Iduna Park war erstmals seit 763 Tagen vollständig ausgelastet und ausverkauft.
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Quelle: Perform

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