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Leipzig - BVB: Poulsen beendet schwarze RB-Serie gegen Dortmund - nächster Rückschlag für Rose-Elf
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Publiziert 06/11/2021 um 20:25 GMT+1 Uhr
RB Leipzig hat Borussia Dortmund am 11. Spieltag der Bundesliga 2:1 (1:0) besiegt und damit eine schwarze Serie gegen den BVB beendet. Christopher Nkunku (29.) und Yussuf Poulsen (68.) trafen für die Hausherren, die zuvor acht Pflichtspiele in Folge gegen Dortmund sieglos geblieben waren. Marco Reus traf zwischenzeitlich zum 1:1 (52.). Für den BVB war es nach dem 1:3 gegen Ajax die zweite Pleite.
Leipzig bejubelt den Siegtreffer gegen den BVB - RB Leipzig vs. Borussia Dortmund
Fotocredit: Imago
Nach der bitteren 1:3-Niederlage in der Königsklasse gegen Ajax Amsterdam musste BVB-Trainer Marco Rose auch in Leipzig auf zahlreiche Profis wie den am Hüftbeuger verletzten Star-Torjäger Erling Haaland verzichten. Vorne sollten Reus und Donyell Malen wirbeln.
In der Dreierkette setzte der Coach unter anderem auf Marin Pongracic, der nach brisanten Aussagen in einem Interview-Stream ("Erling ist acht Wochen raus") vom Klub zur Ordnung gerufen worden war. Da auch Leipzig vor 43.429 Zuschauern wie gewohnt mit einer Dreier-/Fünferkette begann, gab es zum Anfang wenig Räume. Beide Teams suchten nach Lücken zwischen den Linien - und Leipzig fand die erste.
Nach einem Dortmunder Ballverlust in der eigenen Hälfte kam Christopher Nkunku zu einem Abschluss im Strafraum, Gregor Kobel rettete mit einer überragenden Parade, Szoboszlai bekam den Abpraller aus spitzem Winkel nicht aufs Tor (13.).
Dem BVB fehlte es an Sicherheit in der Defensive. Kobel rettete seine Mannschaft immer wieder in höchster Not. Folgerichtig ging RB nach einem hervorragenden Steilpass von Josko Gvardiol auf Nkunku in Führung – der Franzose umdribbelte den herauseilenden Kobel und schob locker zum 1:0 ein (29.).
Marschs Forderung ("Ein Sieg ist Pflicht") schien gefruchtet zu haben. Die in den Zweikämpfen enorm giftigen Gastgeber machten Druck, vor allem Nkunku beschäftigte die BVB-Abwehr enorm.
Nach der Pause stellte Rose um, brachte Ansgar Knauff für den glücklosen Pongracic - doch Leipzig blieb brandgefährlich. Nach feiner Kombination zwischen Haidara, Nkunku und Poulsen musste der Däne im Strafraum nur noch einschieben, traf den Ball aber nicht richtig (52.).
Im Gegenzug reichte den Dortmundern ein einfacher Angriff zum Ausgleich: Thomas Meunier zog von seiner rechten Bahn ins Zentrum und spielte einen perfekten Steilpass in die Schnittstelle zu Marco Reus, der im Strafraum cool blieb und aus 14 Metern einschob (52.). Ein effizienter Auftritt der Dortmunder, die mit dem ersten richtigen Angriff direkt trafen.
Leipzig blieb aber tonangebend. Nach einer Ecke rettete Kobel gleich doppelt gegen einen Kopfball von Nkunku und den Nachschuss von Szoboszlai (60.). Kurz danach traf Nkunku nach einem Drehschuss im Strafraum nur den Pfosten (63.).
Fünf Minuten später war es dann geschehen: Poulsen, der von Nkunku mustergültig im Strafraum bedient wurde, schob zur erneuten Führung ein (68.).
Und RB hatte noch nicht genug: Silva schickte Forsberg im Strafraum, der Schwede kam aber aus spitzem Winkel nicht am stark reagierenden Kobel vorbei (73.).
Erst in der Schlussphase kam der BVB nochmal auf, Leipzig hatte die Offensivbemühungen aber im Griff und brachte den Sieg verdient über die Linie.
Die bislang wechselhaften Sachsen, die unter der Woche aus der Champions League ausgeschieden waren, kletterten auf Rang fünf und stehen nur noch sechs Punkte hinter Dortmund. Gleichzeitig ist das Team von Trainer Jesse Marsch seit sieben Ligaspielen ungeschlagen. Der BVB liegt mit 24 Zählern nun vier Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Bayern auf Rang zwei.
Die Stimmen:
Jesse Marsch (Trainer RB Leipzig): "Für mich waren die Zuschauer der Schlüssel. Die Stimmung war überragend. Ich glaube, sie haben ein gutes Spiel geschaut. Wir haben von Anfang an sehr gut gespielt. Wir hatten viele gute individuelle Leistungen. Es gibt viel mehr zu tun, aber ich bin natürlich sehr stolz auf unsere Mannschaft."
Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): "Über 90 Minuten war es ein verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut im Spiel. Wir hatten keine Kontrolle, wenig Tiefe und wenig Zug um Tor. In der zweiten Halbzeit war es in der Summe ein wildes Spiel, was Leipzig in einer Situation in die Karten gespielt hat. Für uns war es enttäuschend, weil wir heute gewinnen wollten."
Gregor Kobel (Borussia Dortmund): "Es ist kacke. Gegen Ajax haben wir ein gutes Spiel gemacht. An die Leistung wollten wir heute anknüpfen, aber gerade in der ersten Halbzeit war das nichts. Wir haben kein gutes Spiel gezeigt. Wir müssen uns jetzt erholen und wieder zu Kräften kommen."
Marco Reus (Borussia Dortmund): "Die erste Halbzeit können wir komplett vergessen. Die zweite Halbzeit war dann besser, wir machen das 1:1. Dann kriegen wir ein saudummes 2:1, das geht einfach zu leicht. Es war eine verdiente Niederlage. Es regt mich total auf, wie wir verloren haben. Leipzig war aggressiver, wir waren nicht auf Augenhöhe."
Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "Wir waren gefühlt aggressiver, besser in den Zweikämpfen. Ich habe noch nie ein Spiel von Dortmund gesehen, in dem sie so viele Fehler machen, Pässe einfach abgeben. […] Christo (Nkunku) ist zielstrebiger, er hat sich top entwickelt."
Der Tweet zum Spiel:
Bei RB lief alles über Christopher Nkunku – der Spieler des Spiels.
Das fiel auf: Nkunku ist Gold wert
Der französische Nationalspieler war gefühlt an jedem Angriff der Leipziger beteiligt, besorgte das 1:0 selbst und legte das 2:1 durch Poulsen vor. Ein weiterer Treffer verhinderte lediglich der Pfosten.
Die Statistik: 400
Leipzig war zu jeder Zeit die ballsicherere Mannschaft und brachte 400 Pässe an den Mann. Zum Vergleich: Beim BVB waren es nur 308.
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Quelle: Eurosport
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