Schiedsrichter Felix Zwayer nimmt sich wegen Diskussionen nach BVB-Spiel gegen Bayern persönliche Auszeit

Schiedsrichter Felix Zwayer hat sich nach den heftigen Diskussionen um seine Person im Zuge des Spiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München eine Auszeit genommen. "Er hat nach seinem letzten internationalen Spiel für sich Urlaub genommen. Im Moment ist er als Schiedsrichter nicht aktiv", sagte Referee-Chef Lutz Michael Fröhlich bei "Bild-TV": "Das ist von ihm selbstbestimmt."

Felix Zwayer (M.) im Gespräch mit Marco Reus (r.)

Fotocredit: Getty Images

Schon Ende des vergangenen Jahres hatte Fröhlich erklärt, dass Zwayer als Folge des Wirbels nach dem Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (2:3) Anfang Dezember vorerst keine BVB-Partien mehr leiten wird.
Zwayer stand zuletzt am 9. Dezember in der Europa-League-Partie zwischen Real Sociedad aus San Sebastian und der PSV Eindhoven (3:0) auf dem Platz.
Wie lange Zwayer außen vor bleiben will, ist offen. "Bis auf Weiteres", sagte Fröhlich der "Sportschau": "Felix Zwayer will mental wieder zu sich kommen und die Ereignisse im Nachgang des Spiels in Dortmund reflektieren."
Die Debatte um Zwayer wurde durch den Dortmunder Jungstar Jude Bellingham ausgelöst. Der Engländer hatte den Unparteiischen nach dem Spiel gegen die Bayern verbal hart attackiert. Dabei bezog sich Bellingham, der für seine Aussage 40.000 Euro Strafe zahlen musste, auf die Verstrickung Zwayers in den Manipulationsskandal um den früheren Schiedsrichter Robert Hoyzer.

Fröhlich: Zwayer betont, kein Geld von Hoyzer angenommen zu haben

2004 hatte Zwayer den Akten zufolge als Assistent Geld von Drahtzieher Hoyzer angenommen. Später deckte der Berliner den Skandal mit auf, eine Manipulation wurde ihm trotz Sperre nie nachgewiesen.
Laut Fröhlich spiegelt die Aktenlage die Vorkommnisse möglicherweise aber nicht korrekt wider.
"Hier stand die Aussage von Robert Hoyzer, Felix Zwayer habe Geld genommen, gegen die von Felix Zwayer, der das dementiert hat. In dieser Situation hat er dann das Urteil akzeptiert", sagte Fröhlich dem "kicker": "Immer wenn der Vorgang in den letzten Jahren wieder aufgerollt wurde, hatte Felix mir gegenüber betont, dass er kein Geld angenommen hat."
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(SID)
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