Julian Nagelsmanns Management widerspricht Oliver Kahn: "Gab keinen Kontaktversuch der Bayern"

Das Management von Julian Nagelsmann hat am Samstagabend Aussagen von Oliver Kahn zur Trennung vom 35-Jährigen widersprochen. Nagelsmann hatte von der Freistellung aus den Medien erfahren. Kahn bezeichnete dies als "Katastrophe" und erklärte, man habe "nach dem Leak" Kontakt zum Coach gesucht. Doch nach Angaben der Berateragentur meldete sich der Klub auch nach den Berichten nicht bei Nagelsmann.

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Quelle: MagentaTV

"Es war von Anfang an klar, dass der erste, der es erfahren sollte, Julian Nagelsmann ist", versicherte Kahn vor dem 4:2 (3:0) des FC Bayern München im Topspiel gegen Borussia Dortmund gegenüber "Sky": "Bevor es irgendeine Zusage gab, wollten wir mit ihm sprechen."
Stattdessen las Nagelsmann, der sich zu der Zeit im Urlaub befand, in der Presse von seiner bevorstehenden Freistellung an der Säbener Straße.
"Wie es gelaufen ist, war eine Katastrophe", gestand der 53-Jährige am Samstagabend ein. "Nach diesem Leak" habe man dann Kontakt zu Nagelsmann aufgenommen. "Es gab keinen Kontakt mit irgendwelchen Medien", erklärte Kahn, der beteuerte, er habe seinen Trainer persönlich und nicht telefonisch über die Trennung unterrichten wollen.
Doch auf Anfrage von "Sky" meldete sich die Berateragentur des Landsbergers noch während des Klassikers und dementierte, dass die Verantwortlichen sich an Nagelsmann wandten. "Es gab keinen Kontakt und keinen Kontaktversuch der Bayern", erklärte die Agentur "Sports360" um die Berater Sascha Breese und Volker Struth.

Matthäus: "Ich weiß, dass Kahn lügt"

Stattdessen ergriff die Nagelsmann-Seite demnach selbst die Initiative, nachdem sie von den Medienberichten erfahren hatte: "Das Management von Julian Nagelsmann hat selbst nach den diversen Gerüchten in den Medien bei Hasan Salihamidzic angerufen."
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der im weiteren Verlauf des Interviews vor dem Klassiker heftig mit Kahn aneinandergeriet, zweifelte schon in der Halbzeitpause gegenüber "t-online" die "zeitliche Abfolge" der Schilderungen Kahns an und warf seinem ehemaligen Mannschaftskollegen vor: "Ich weiß, dass Oliver Kahn lügt."
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Oliver Kahn im Gespräch mit Sebastian Hellmann und Lothar Matthäus

Fotocredit: Imago

Salihamidzic stellt sich vor Kahn

Wie "Sport1" berichtet, reagierte Salihamidzic, angesprochen auf den Vorwurf der Unwahrheit, nach dem Klassiker wütend und nahm seinen Vorstandsvorsitzenden in Schutz. "Oliver hat absolut die Wahrheit gesagt. Dafür lege ich meine Hand für ins Feuer", sagte der Sportvorstand der Münchner in der Mixed Zone der Allianz Arena.
Er selbst habe ohne Verzug zum Hörer gegriffen, um den 35-Jährigen zu unterrichten. "Ich habe sofort, als wir die Zusage von Thomas Tuchel hatten, versucht, Julian zu erreichen. Einmal, zweimal, dreimal, dann habe ich sein Management angerufen und dann habe ich nochmal Julian angerufen", erklärte der 46-Jährige und widersprach damit der Nagelsmann-Seite: "Das sind einfach Fakten, die stehen und der Wahrheit entsprechen."
Das letzte Wort in der Posse um die Freistellung von Nagelsmann ist auch mehr als eine Woche nach der Trennung noch längst nicht gesprochen.
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Quelle: Perform

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