Sébastien Haller vor Wechsel zu Borussia Dortmund: Darum taugt der "Büffel" als Haaland-Ersatz

Sébastien Haller steht kurz vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund. Der BVB lässt sich den Stürmer viel Geld kosten und ändert zudem seine Transferstrategie. Die Dortmunder Bosse wollen endlich Bayerns Dominanz brechen und trauen Haller zu, sofort einzuschlagen. Der 28-Jährige kehrt mit viel Selbstvertrauen in die Bundesliga zurück und könnte sich sogar als der "bessere" Erling Haaland erweisen.

Sebastien Haller steht vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

2019 machte Eintracht Frankfurt den großen Reibach. Der frisch gebackene DFB-Pokalsieger verkaufte Sébastien Haller für 50 Millionen Euro an West Ham United.
Für den Premier-League-Klub rechnete sich der Deal indes nicht. Haller wurde nie warm in London, verlor relativ schnell seinen Stammplatz im Sturm und wechselte nach 18 Monaten für 22,5 Millionen Euro zu Ajax Amsterdam.
In der niederländischen Eredivisie blühte der ivorisch-französische Profi dann wieder so richtig auf. In 50 Ligaspielen erzielte Haller 32 Tore und schnürte gleich in seinem ersten Champions-League-Spiel für Ajax einen Viererpack beim 5:1-Sieg bei Sporting Lissabon. Neben Cristiano Ronaldo ist Haller erst der zweite Spieler, der in allen sechs Spielen einer Gruppenphase in der Königsklasse traf (insgesamt zehn Mal).
Haller war in den letzten eineinhalb Jahren maßgeblich daran beteiligt, dass Ajax eines der aufregendsten Teams Europas wurde.

Borussia Dortmund ändert seine Transferstrategie

Die Entscheider von Borussia Dortmund hat Haller nachhaltig beeindruckt. Der BVB schließt mit der bevorstehenden Verpflichtung des 28-Jährigen, der am Donnerstag den Medizincheck in Dortmund absolvierte, die letzte offene Personalfrage: Die Nachfolge von Erling Haaland.
Die Kosten sind durchaus beträchlich. Dortmund und Ajax feilschen noch um den Endbetrag, der zwischen 30 und 35 Millionen Euro plus Boni liegen soll.
Der BVB bricht damit mit einer langen Transfer-Tradition. In den letzten 20 Jahren holte der Klub nur klassische Neuner, die zum Kauf-Zeitpunkt entweder jünger als 25 Jahre alt waren oder maximal 20 Millionen Euro Ablöse kosteten.
Vor Haaland (19//20 Mio.) waren das Pierre-Emerick Aubameyang (24/13 Mio.) und Robert Lewandowski (21/4,75 Mio.). Während Lewandowski 2014 ablösefrei zum FC Bayern wechselte, wurden Aubameyang (für 63,5 Mio. zum FC Arsenal) und Haaland (für 75 Mio. zu Manchester City) gewinnbringend weiterverkauft.
Das lässt sich mit Haller nicht im Ansatz realisieren und ist auch nicht geplant. Der BVB hat sich ganz bewusst von seiner Transfer-Strategie verabschiedet. Die Dominanz des FC Bayern soll nach zehn Meistertiteln in Folge endlich durchbrochen werden. Und dafür braucht es einen Stürmer, der sofort einschlagen kann. Haller wird genau das zugetraut.

BVB bekommt mit Haller komplette Nummer neun

Haller kennt die Bundesliga und konnte in seinen zwei Jahren bei Eintracht Frankfurt voll überzeugen. Als Anführer der "Büffelherde" wirbelte er im Angriff an der Seite von Ante Rebic und Luka Jovic. In 47 Pflichtspielen traf er 33 Mal.
Der BVB bekommt aber nicht nur einen echten Knipser; Haller bringt das Gesamtpaket einer Nummer neun mit. Der zwölfmalige Nationalspieler der Elfenbeinküste lässt sich gerne ins Mittelfeld fallen, um selbst Angriffe zu initiieren.
Er spielt gerne mit dem Rücken zum Tor, um als Wandspieler zu fungieren, Bälle weiterzuleiten und ist so ins Kombinationsspiel eingebunden. Bei Ajax machte Haller unter Trainer Erik ten Hag zudem deutliche Fortschritte im Pressingverhalten.

Haller träumt vom Champions-League-Sieg mit einem großen Verein

Haaland stand in Dortmund in erster Linie für jede Menge Tore - Allrounder Haller könnte den BVB sogar noch ein bisschen besser machen. Mit Donyell Malen, Karim Adeyemi und Youssoufa Moukoko hat BVB-Coach Edin Terzic drei weitere Angreifer im Kader, die ihre Stärken im Flügelspiel haben. Mit Haller bekommt Terzic das entscheidende Puzzleteil für eine sehr flexible Offensive.
Und Terzic bekommt einen Spieler, der sich jede Menge zutraut. Im November 2021 sagte Haller dem "kicker", dass er sich als "momentan bester Torschütze der Champions League so stark fühlt wie noch nie."
Der Zeitung "De Telegraaf" schilderte er im April seine nahen Ziele und sprach dabei vom "Champions-League-Sieg bei einem großen europäischen Verein". Den Namen des Klubs nannte er nicht, aber Haller greift mit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund schon mal ins obere Regal.
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Quelle: Perform

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