Bayer 04 Leverkusen mit guten Chancen auf die Deutsche Meisterschaft - aber diese Stolperfallen lauern noch

Nach dem überzeugenden Auftritt im Spitzenspiel mit dem 3:0-Erfolg gegen den FC Bayern stehen die Chancen auf die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte für Bayer 04 Leverkusen gut. Die Mannschaft von Xabi Alonso kann sich in ihrer aktuellen Verfassung im Grunde nur selbst schlagen - oder aber an einigen unerwünschten Stolpersteinen auf dem Weg zum Bundesliga-Titel scheitern.

#SotipptderBoss: Leverkusen patzt in Heidenheim - Bayern verkürzt

Quelle: Eurosport

Vom "Hurrikan" aus Leverkusen schrieben die Gazetten, Bayer versprühe "Meistergeruch". Der 3:0-Sieg gegen den FC Bayern am vergangenen Samstag hat über die Bundesliga-Grenzen hinaus ein Statement gesetzt.
Weiterhin ist Alonsos Team die einzige Mannschaft in Europas Top-Ligen, die nach 31 Pflichtspielen ungeschlagen ist.
Der Traum von der ersten Meisterschaft rückt dank fünf Punkten Abstand zum Tabellenzweiten aus München in greifbare Nähe.
Allerdings sollte Bayer 04 auf der Hut sein. Eine souveräne Tabellenführung im Februar bedeutet bei weitem noch keine Schale im Mai. An diesen Stolpersteinen könnte Leverkusen noch scheitern.
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Xabi Alonso inmitten seiner Spieler von Bayer 04 Leverkusen

Fotocredit: Getty Images

Leverkusen muss jetzt nachlegen

Da ist zunächst einmal die Gefahr nach dem Erfolg gegen den Rekordmeister nun bei den kommenden Aufgaben in Heidenheim (Samstag, ab 15:30 Uhr im Liveticker) und gegen die Abstiegskandidaten Mainz 05 und den 1. FC Köln womöglich nachzulassen.
Zwar wirkt die Alonso-Elf über die bisherige Spielzeit hochkonzentriert, nun könnte aber auch sie der sogenannte "Bayern-Bezwinger-Fluch" ereilen.
So mussten Mannschaften, die in den vergangenen Jahren einen Sieg gegen den großen FCB errungen hatten, mit großer Regelmäßigkeit am kommenden Spieltag eine Niederlage einstecken.
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Alonso will den Bayern-Rekord: "Wird ein Signal sein"

Quelle: Perform

Zuletzt erwischte es beispielsweise Eintracht Frankfurt. Nach dem furiosen 5:1-Sieg gegen die Münchner am 14. Spieltag dieser Saison verlor die SGE acht Tage später 0:3 - gegen Bayer 04 Leverkusen.

Leverkusen: Abnutzungskampf am Saisonende

Dass Leverkusen tatsächlich in wohlige Zufriedenheit verfällt, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Viel mehr könnte der eng getaktete Spielplan zum Ende der Saison zu einem größeren Problem für die Werkself werden.
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Jubel bei Bayer Leverkusen im Spitzenspiel gegen den FC Bayern

Fotocredit: Imago

So drohen Alonso und seinem Team im Idealfall bis zum Saisonende noch acht (!) englische Wochen. Anfang März steht das Achtelfinale in der Europa League an. Dabei steht der Gegner für Bayer noch nicht fest.
Ein potenzielles Viertelfinal-Rückspiel würde aber vor dem möglicherweise entscheidenden Auswärtsspiel in der Bundesliga bei Borussia Dortmund am 30. Spieltag stattfinden.
Auch die folgenden Partien gegen den starken VfB Stuttgart zu Hause und auswärts in Frankfurt haben es in sich. Hinzu kommt das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Fortuna Düsseldorf Anfang April. Möglich, dass der Werkself in den letzten Saison-Wochen die Kraft ausgeht.

Leverkusen ohne Erfahrung im Titelkampf

Hinzu kommt, dass der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga einen zwar spielerisch überragenden Kader beisammen hat. Allerdings hat kaum ein Leverkusener Spieler Erfahrung im Kampf um die Meisterschaft.
Spieler wie Odilon Kossounou oder Victor Boniface wurden mit ihren vorherigen Mannschaften zwar Meister in kleineren Ligen wie in Belgien oder Norwegen. So viel Aufmerksamkeit der deutschen und internationalen Medienlandschaft dürften sie nicht gewohnt sein.
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Xabi Alonso wird in Leverkusen gefeiert

Fotocredit: Imago

Ganz anders die Gemütslage bei Übungsleiter Alonso. Der Spanier hat in seiner aktiven Laufbahn alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Er war Welt- und zweimal Europameister, hat zweimal die Champions League und vier nationale Meisterschaften errungen.
Bei seinen Stationen beim FC Liverpool, dem FC Bayern und Real Madrid wurde Alonso auf höchstem Niveau gefördert und gefordert. Seine Erfahrung kann und muss er nun an sein junges Team weitergeben.

Rückkehrer könnten Leverkusen weiter verbessern

Dabei muss man beachten, dass Leverkusen bislang alle Widrigkeiten in beeindruckender Manier überstand. So wurde schon im Sommer über den bevorstehenden Leistungsabfall während des Afrika-Cups spekuliert, wenn Stützpfeiler wie Kossounou, Edmond Tapsoba und Amine Adli ausfallen.
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Odilon Kossounou

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Wie sich herausstellte, war auch diese Hürde kein Hindernis für die Werkself. Spieler wie Robert Andrich, Josip Stanisic oder Nathan Tella nutzten ihre Chance in beeindruckender Manier.
Nun kann Alonso wieder auf sein altbewährtes Personal zurückgreifen, Kossounou kehrt mit dem Titel für die Elfenbeinküste im Gepäck zusätzlich hochmotiviert nach Leverkusen zurück. Die starken Auftritte der "zweiten Garde" dürften den Konkurrenzkampf mit dem Stammpersonal im Training zusätzlich anheizen und könnten für weitere Leistungssteigerungen sorgen.
Leverkusen kann sich auf dem Weg zum langersehnten Titel also eigentlich nur selbst schlagen – und da dürfte "Professor" Alonso jedem Höhenflug den Riegel vorschieben: "Jedes dieser Spiele gibt uns mehr Erfahrung", sagte er nach dem Sieg gegen Bayern: "Wir müssen weitermachen, wir müssen ruhig bleiben, es ist erst Februar." Die "großen Aufgaben", die kommen schließlich erst noch.
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Bayern-Trainer Tuchel "nicht zufrieden mit dem Level"

Quelle: Perform

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