Borussia Dortmund geht mit ungewohntem Vorteil ins Duell mit dem FC Bayern: "Richtig gute Optionen auf der Bank"

Borussia Dortmund geht mit einem Vorteil ins Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern, auf den die Münchner sonst ein Abo haben: eine besser und vor allem breiter besetzte Auswechselbank. Wo beim Meister derzeit Knappheit herrscht, zeigt sich beim BVB eine beneidenswerte Fülle. "Ein einziges Fragezeichen" habe er im Kader, betonte Trainer Edin Terzic zufrieden. Die Bank ist eine Bank beim BVB.

Terzic warnt vor blamierten Bayern: "Kleine Portion Wut"

Quelle: Perform

Bensebaini, Süle, Brandt, Moukoko, Adeyemi, Sabitzer, Haller, Malen - die Liste der eingewechselten BVB-Spieler in den vergangenen Wochen spricht eine deutliche Sprache.
Der Klub hat seinen Trainer mit einem hervorragend ausbalancierten Kader ausgestattet, Edin Terzic kann auf fast allen Positionen bedenkenlos durchtauschen.
"Das ist extrem wichtig. Wir sind uns nicht nur beim Blick auf die Startelf sicher, dass wir eine tolle Elf auf dem Platz, sondern auch richtig gute Optionen auf der Bank haben", unterstrich Terzic. Es sei entscheidend, dass man während der Partien "sowohl defensiv als auch offensiv neue Impulse" setzen könne.
Ex-Nationalspieler Michael Ballack schwärmte in seiner Rolle als Experte bei "DAZN" von "der Breite im Kader" der Borussia. Die könnte durchaus zum Faktor werden beim Klassiker gegen Rekordmeister Bayern (Samstag ab 18:30 Uhr im Ticker).

Bayern in Not, nur ein Fragezeichen beim BVB

Vor allem deshalb, weil Thomas Tuchel seine Elf im Unterschied zu Kollege Terzic unter erschwerten Bedingungen aufstellen muss.
Joshua Kimmich ist rot-gesperrt, Matthijs de Ligt verletzt, Dayot Upamecano und Leon Goretzka sind angeschlagen, Noussair Mazraoui kränkelt. Das alles vor dem Hintergrund einer ohnehin schon dünn besetzten Defensive.
Ganz anders die Situation in Dortmund. Emre Can sei "das einzige Fragezeichen", gab Terzic einen Tag vor Anpfiff bekannt. Bei Rechtsverteidiger Marius Wolf sehe es "ganz gut aus". Ansonsten kann der 41-Jährige bei der Kader-Nominierung aus dem Vollen schöpfen, vorne wie hinten.

Terzic: Lob für Joker und Plan gegen Kane

"Es geht etwas unter, aber wir sind eine Mannschaft, die nun schon in der zweiten Saison zwei Stürmer auf der Bank hat. Damit können wir immer reagieren, auf zwei Spitzen umstellen", erläuterte Terzic. "Wir wollen, dass unsere Joker Spiele entscheiden."
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Terzic unterstreicht Titelambitionen: "Wollen zum Borsigplatz"

Quelle: Perform

Ein Vorhaben, das die Spieler umsetzen, wie das 3:3 am vergangenen Spieltag bei Eintracht Frankfurt zeigte. Nach 24 Minuten lag der BVB mit 0:2 zurück. Terzic reagierte, brachte unter anderem Youssoufa Moukoko, Julian Brandt und Karim Adeyemi. Die beiden Erstgenannten trafen, Adeyemi bereitet das Ausgleichstor vor.
Und auch in der Abwehr könnte sich der breite Kader speziell gegen die Bayern auszahlen. Ist Ausnahmestürmer Harry Kane nicht in den Griff zu bekommen, kann Terzic eingreifen. Mit Nico Schlotterbeck, Mats Hummels, Niklas Süle verfügen die Westfalen über drei fitte Innenverteidiger und können sich so den Luxus leisten, Antonios Papadopoulos gar nicht erst in den Kader fürs Topspiel zu berufen.
Kane lasse "sich immer wieder in die Zehnerräume und Achterräume fallen, das wollen wir als Mannschaft auffangen mit guten, kleinen Abständen", ging Terzic explizit auf die Deckung des Engländers ein. Man wolle "defensiv immer ein Zwei-gegen-Eins schaffen. Wir wissen um die Qualität von Kane. Es ist eine spannende Aufgabe und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das gut machen werden", so der Dortmunder Coach.

Zwei schwache Bayern-Spiel in Folge? Terzic zweifelt

Diese Zuversicht speist sich nicht zuletzt aus der Kader-Breite, die helfen soll, den Negativlauf gegen die Bayern zu brechen. Neun Niederlagen und ein Remis stehen aus den vergangenen zehn Vergleichen in Pflichtspielen zu Buche aus Sicht der Schwarz-Gelben.
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Hexenkessel in Dortmund: Terzic will Fans etwas zurückgeben

Quelle: Perform

Die Gefahr, dass die Serie anhält, werde durch die Pokal-Blamage der Münchner in Saarbrücken aber nicht kleiner, warnte Terzic. "Ich habe selten zwei enttäuschende Spiele der Bayern nacheinander gesehen. Gegen uns sind ihre Sinne ohnehin geschärft und eine Portion Wut kommt jetzt wohl noch dazu", erklärte der Coach.
Man habe allerdings die richtigen Lehren gezogen. "Wir müssen lernen, dass diese Spiele durch Kleinigkeiten entschieden werden können", dozierte Terzic - und hatte dabei vermutlich auch seine gut bestückte Bank im Sinn.
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Quelle: Eurosport

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