FC Bayern - Münchner Psychospielchen mit Bayer Leverkusen: Aus von Thomas Tuchel hat einen Nebeneffekt
Am Mittwochmorgen gab es den viel zitierten Paukenschlag: Thomas Tuchel hat keine Zukunft beim FC Bayern, spätestens im Sommer trennen sich die Wege zwischen ihm und dem deutschen Rekordmeister. Unerwartet kam die Entscheidung mit Blick auf die sportliche Lage nicht. Der Zeitpunkt, elf Spieltage vor Bundesliga-Schluss, überraschte hingegen schon. Allerdings nur auf den ersten Blick ...
FC Bayern trennt sich von Trainer Tuchel: Aus zum Saisonende
Quelle: Perform
Thomas Tuchel und der FC Bayern - so richtig glücklich ging es in dieser Fußball-Ehe eigentlich nie zu.
Dass es zu einer vorzeitigen Scheidung kommen und Tuchel seinen Vertrag bis 2025 nicht erfüllen würde, war zuletzt absehbarer denn je. Uninspiriert wirkte die Mannschaft unter dem 50-Jährigen ständig, in den vergangenen drei Spielen konnte sie sich aber nicht mal mehr auf ihre Individualisten verlassen.
Sprich: Die Niederlagen in Leverkusen (0:3), Rom (0:1) und Bochum (2:3) waren die drei letzten Topfen, die das metaphorische Fass zum Überlaufen brachten. "Offen" sei es in den Trennungsgesprächen laut FCB-Boss Jan-Christian Dreesen zugegangen, die Beendigung der Beziehung sei "einvernehmlich" erfolgt. Nach der Saison ist Schluss. Die vielleicht gesichtswahrendste Option für alle Beteiligten.
Die frühzeitige Verkündung zwölf Spieltage vor Bundesliga-Schluss kommt auf den ersten Blick etwas überraschend - ist sie aber keineswegs. Ganz im Gegenteil: Sie spielt den Bayern vermeintlich in die Karten.
Xabi Alonso der Top-Kandidat
Nun haben die Protagonisten ausreichend Zeit, sich um einen Nachfolger zu kümmern, sind doch derzeit die Alternativen rar. Und auf wen hat man selbstverständlich ein Auge geworfen? Natürlich Xabi Alonso, den Coach des aktuellen Tabellenführers Bayer Leverkusen.
Es dauerte nur wenige Minuten, ehe die Mechanismen des Geschäfts griffen. Kaum war das Tuchel-Aus offiziell, da brachten die einschlägigen Transferexperten den Spanier, dessen Vertrag in der Farbenstadt bis 2026 gültig ist, bereits als absoluten Wunschkandidaten ins Spiel.
Die Bayern sollen schon Kontakt zu Xabis Umfeld aufgenommen haben, die Aussichten auf eine Verpflichtung stehen laut "Sky" sehr gut. Zunächst wolle der 42-Jährige sich aber mit voller Hingabe seinem aktuellen Arbeitgeber widmen, immerhin hat Bayer 04 aktuell noch die Chance auf drei Titel.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/02/13/3885531.jpg)
Adam Hlozek, Xabi Alonso und Borja Iglesias
Fotocredit: Getty Images
Dass derlei Meldungen auftauchen, ist freilich kein Zufall. Natürlich haben die Bayern ein gesteigertes Interesse an ihrem ehemaligen Spieler, der Verein würde schlechte Arbeit machen, wenn sie Xabi nicht auf dem Wunschzettel hätten. Der Dauer-Dominator hat aber ein ebenso großes Interesse, beim Konkurrenten aus dem Rheinland (acht Punkte Vorsprung) im Liga-Endspurt noch einmal für mächtig Unruhe zu sorgen.
Münchner Psychospielchen
Wenn es sportlich dieser Tage nicht funktioniert, dann ja vielleicht mit den entsprechenden Psychospielchen. Anders ist das plötzlich sehr konkrete Umgarnen nicht zu deuten. Die Bayern sind eben Profis, jede Chance auf die zwölfte Meisterschaft in Serie wird wahrgenommen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/02/22/3893668-79106133-2560-1440.jpg)
Big Match Predictor: FC Bayern vs. RB Leipzig
Quelle: Perform
Gerüchte um einen Sommer-Abgang Xabis aus Leverkusen halten sich indes seit Monaten hartnäckig. Bis Carlo Ancelottis Vertragsverlängerung galt Real Madrid als Hauptinteressent, nach Jürgen Klopps angekündigtem Liverpool-Abschied mischen auch die Reds mit. Nun sehen sich die Engländer also mit einem namhaften Nebenbuhler konfrontiert.
Bislang ließen sich die Leverkusener von den Spekulationen nicht aus der Ruhe bringen, die Werkself ist mittlerweile seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen. Dem Vernehmen ist man an der Dhünn ohnehin zuversichtlich, dass Alonso über den Sommer hinaus bleibt.
Xhaka: "Einen Pfeil haben wir schon bekommen"
Bayers Mittelfeldmann Granit Xhaka antwortete auf eine entsprechende Frage im Schweizer "Blick": "Einen Pfeil hatten wir schon bekommen, als Xabi Alonso mit Real Madrid in Verbindung gebracht worden ist. Aber diesen haben wir abgewehrt, weil das nie bei ihm ein Thema war und wir als Spieler auch nicht das Gefühl hatten, dass er mit den Gedanken irgendwo anders ist."
Xhaka weiter: "Es kann gut sein, dass Leute von außen versuchen werden, ein bisschen Unruhe zu stiften, aber ich glaube, dass wir trotz einer jungen Mannschaft erfahren und stabil genug sind, damit umzugehen."
Es ist davon auszugehen, dass die mediale Vehemenz der Flirtversuche aus dem Süden zur Bezirzung des Wunsch-Ehepartners in den kommenden Wochen weiter zunehmen wird. Das ist der Nebeneffekt des vorzeitigen Tuchel-Abschieds - und die nächste Zerreißprobe für Leverkusen.
Das könnte Dich auch interessieren: Basler kritisiert Bayern-Urgestein: "Bei Müller ist es vorbei"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/02/21/3891864-79070048-2560-1440.jpg)
Fans reagieren auf Tuchel-Aus: "Wechseln Trainer wie Unterhosen"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/01/06/image-ea4c9f95-f41e-4a1d-95f7-4af46e7639e1-68-310-310.jpeg)