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Drei Dinge, die bei Borussia Dortmund gegen den FC St. Pauli auffielen: Der BVB flankt sich ins Glück
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Update 19/10/2024 um 09:41 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund schlägt den FC St. Pauli im Signal Iduna Park mit 2:1. Dabei zeigt der BVB eine taktische Variabilität, die ihn letztlich zum Sieg über die Norddeutschen führt. Auf der anderen Seite wissen auch die Gäste aus Hamburg zu überzeugen und liefern ihren Anhängern Grund zu Optimismus im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Drei Dinge, die bei BVB gegen St. Pauli auffielen.
Real im Hinterkopf? Sahin: "Null Komma null"
Quelle: Perform
In einem spannenden Spiel am Freitagabend trennen sich Borussia Dortmund und der FC St. Pauli mit 2:1, wodurch der BVB vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz vorrückt.
Nach der schwarz-gelben Führung durch Ramy Bensebaini (43.) konnten die Gäste durch ein absolutes Traumtor von Eric Smith (78.) noch einmal ausgleichen.
Nur fünf Minuten nach dem Treffer schlugen die Hausherren im Signal Iduna Park jedoch in Person von Serhou Guirassy (83.) zurück und sicherten sich drei Punkte.
Drei Dinge, die bei Borussia Dortmund gegen den FC St. Pauli auffielen:
1. So bleibt St. Pauli erstklassig
Nach 90 Minuten musste der FC St. Pauli zwar punktlos nach Hause fahren. Trotzdem wussten die Kiez-Kicker gegen Borussia Dortmund durchaus zu überzeugen.
"Ich habe den Jungs gerade gesagt, dass sie sich reingeschmissen und gut gegen den Ball gearbeitet haben", lobte Cheftrainer Alexander Blessin nach Abpfiff bei "DAZN".
Seine Mannschaft war an diesem Freitagabend nicht wie ein Abstiegskandidat aufgetreten, sondern hatte gegen die vermeintlich haushoch überlegenen Dortmunder mit viel Herz und Disziplin geglänzt.
Die Norddeutschen stellten die Hausherren im Spielaufbau immer wieder vor Probleme und zeigten viel Einsatz in der Defensive und große Zweikampfhärte.
Gelang es den Dortmundern doch einmal, sich Chancen herauszuspielen, konnte der Tabellen-16. sich ein ums andere Mal auf Torwart Nikola Vasilj verlassen. Der Bosnier parierte gegen den freistehenden Guirassy gleich mehrfach stark und war an beiden Gegentoren letztlich schuldlos.
Freilich gelang dem "Freudenhaus der Liga" aus dem Spiel heraus nach vorne nicht allzu viel - zu sehr lag der Fokus auf Absicherung, zu gut funktionierte die Restverteidigung des BVB, wenn es einmal gelang, Umschaltmomente zu kreieren.
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Morgan Guilavogui trifft zum vermeintlichen 1:0 für St. Pauli
Fotocredit: Getty Images
"So viele Chancen hatten wir nicht", musste Stürmer Johannes Eggestein nach dem Spiel eingestehen.
Allerdings blieb St. Pauli nicht gänzlich ungefährlich, sondern konnte mehrfach mit starken Standards glänzen. In der 30. Minute traf Morgan Guilavogui nach einem Freistoß zum vermeintlichen 1:0, bevor der VAR wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung des 26-Jährigen eingriff.
"Wir haben alles auf dem Platz gelassen, hatten das Glück mit der Abseitssituation in der ersten Halbzeit nicht auf unserer Seite. Wenn du da in Führung gehst, ist es ein anderes Spiel", analysierte Eggestein im Anschluss bei "DAZN".
In der Nachspielzeit hatte Adam Dzwigala nach einem Einwurf sogar den Ausgleich auf dem Fuß, nachdem Kapitän Jackson Irvine von der Grundlinie in die Strafraummitte verlängerte, konnte seinen Schuss aber nicht auf den Kasten von Gregor Kobel bringen.
Insgesamt hinterließ der Zweitligameister gegen den BVB einen guten Eindruck. Gelingt es den Aufsteigern, im Saisonverlauf weiterhin so aufzutreten, ist es trotz vier Punkten aus den ersten sieben Spielen kaum vorstellbar, dass es nur bei einem einjährigen Gastspiel in der Bundesliga bleibt.
2. Der BVB flankt sich ins Glück
Dortmund hatte gegen die kompakt stehende Abwehr von St. Pauli große Probleme durch die Mitte Torgefahr zu entwickeln.
Zwar ließen sich Emre Can und Pascal Groß immer wieder zwischen die Innenverteidiger Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton fallen, um Raum zu schaffen, was allerdings kaum Ertrag brachte.
"Es war schon nicht einfach. St. Pauli stand sehr tief – natürlich ist man aus den letzten Heimspielen ein paar Tore gewohnt, jetzt war es mal zäh", gestand auch Julian Brandt nach der Partie bei "DAZN".
Besser lief es erst, als der BVB vermehrt über die Außen in Richtung des gegnerischen Strafraums kam, was jedoch auch daran lag, dass die Hausherren immer wieder unbedrängt flanken konnten.
So fiel auch das 1:0 nach einer gelungenen Hereingabe durch Groß in der 43. Minute, die Bensebaini mit einem schönen Kopfball verwertete.
Die Anfälligkeit der Gäste über die Flügel erkannte auch BVB-Trainer Sahin, der zur Halbzeit Jamie Bynoe-Gittens für den angeschlagenen Vorlagengeber Groß brachte.
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Serhou Guirassy erlöst Borussia Dortmund gegen St. Pauli spät
Fotocredit: Imago
Während Bynoe-Gittens von da an mit Torschütze Benesebaini den linken Flügel beackerte, rückte Marcel Sabitzer aus dem offensiven Mittelfeld in die defensivere Groß-Rolle.
Das machte sich bezahlt. In der Folge erarbeitete Dortmund sich einige gute Chancen, konnte diese allerdings zunächst nicht nutzen, wie etwa in der 64. Minute, als Donyell Malen nach einer flachen Flanke von Bynoe-Gittens am zweiten Pfosten verpasste.
Fast schon folgerichtig war es dann auch Bynoe-Gittens, der nach dem Ausgleich zum 1:1 durch Eric Smith (78.) auf links erst Adam Dzwigala austanzte und dann Torjäger Guirassy mit einer mustergültigen Flanke bediente, die der Guineer zum Siegtor über die Linie köpfte.
Laut Datendienstleister "Opta" war es das erste Mal seit fast drei Jahren, dass die Dortmunder wieder zwei Kopfballtore in einem Bundesliga-Spiel erzielen konnten.
Grund zu Zufriedenheit? Nicht ausschließlich. Der xGoals-Wert von 3,46 für die Borussia zeigt, dass die Dortmunder an diesem Freitagabend nicht genug aus ihren Chancen machten. Will man tatsächlich wieder um die Deutsche Meisterschaft mitspielen, muss sich der BVB hier dringend verbessern.
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Dortmund müht sich zum Sieg gegen Aufsteiger St. Pauli
Quelle: SID
3. Halbautomatisches Abseits? Dringend!
Nachdem die "Bild"-Zeitung zuletzt über die Einführung der "halbautomatischen Abseitserkennung" in der Bundesliga zur kommenden Saison berichtet hatte, wurde am Freitagabend (mal wieder) deutlich, wie dringend diese Neuerung gebracht wird.
Nachdem Guilavogui in der 30. Minute scheinbar zum 1:0 getroffen hatte, dauerte es fast zweieinhalb Minuten, bis der "Kölner Keller" die kalibrierte Abseitslinie gezogen und auf ein irreguläres Tor entschieden hatte - eine halbe Ewigkeit.
"Es geht darum, dass man den Abspielzeitpunkt genau festlegt und der Prozess ist in Köln gemacht worden. Darauf müssen wir uns als Schiri auf dem Feld verlassen", erklärte Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck bei "DAZN" den Ablauf.
Diesem Ansatz wird man kaum widersprechen wollen, doch der ohnehin geringen Toleranz für den VAR in den Stadien ist nicht geholfen, wenn dieser bei "einfachen" schwarz-weiß Entscheidungen für lange Unterbrechungen sorgt.
Insofern stellt sich mit Blick auf die neue Technologie, die in Italien, England und der Champions League bereits mit Erfolg zum Einsatz kommt, weniger die Frage, ob sie übernommen werden sollte, sondern viel mehr warum sie nicht schon längst eingeführt wurde.
Dennoch dürfte Pauli-Trainer Blessin, die Haltung vieler Fans auf den Punkt gebracht haben, als er nach dem Spiel über Guilavoguis Tor sagte: "Es soll ja alles besser werden mit der Halbautomatik – da bin ich mal gespannt."
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Quelle: Perform
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